Category: Literatur

283 Platonische Liebe (Griechische Lektüre II)

Sokrates und Alkibiades In Platons „Symposion“ geht es um die Liebe. Um die Liebe im Sinne von Sex und um Liebe im geistigen Sinne. Nicht im christlichen Sinne der Nächstenliebe (Agape), denn diese entwickelt sich aus einer demografischen Notwendigkeit heraus erst 400 Jahre später. Sondern im Sinne eines eher besonnen-zurückhaltenden Umgangs mit dem Sex, der ebenso wie die Aggression in...

282 Lektüre-Verzeichnis (neu)

Im Folgenden stelle ich auf besonderen Wunsch meine Bücher vor, die im Handel erhältlich sind. Zeitungs- und Zeitschriftenartikel sind ebenfalls – auch weiter zurück liegende – in den Universitätsbibliotheken nachzulesen. Wer die Bücher bei Alexey Chibakov im Verlag direkt bestellen und die Verlagsarbeit damit unterstützen will (mail@edition.weissenburg.de), erhält ein Hand signiertes Exemplar. 1.„Wolfgang Rihm“ – Mein erstes Buch überhaupt mit und...

271 Über Augustus

Er sei sein „sauberster Schwanz“ und ein „ganz reizendes Kerlchen“, sagte er von ihm. Was ist das für eine seltsam freundliche Bezeichnung, jemanden seinen „purissimum penem“ zu nennen? Horaz, der so schmeichelhaft Angesprochene geht jedoch nicht auf solcherart Werbungen ein. Er scheint sich bei diesen Gunstbeweisen nicht sonderlich wohl gefühlt zu haben. Nein, er will frei bleiben, unabhängig sein. Selbst...

270 On Seduction (1)

Afterword from the Translator Wer sich in Feinheiten einer Übersetzung meiner Feinheiten der Sprache vertiefen will, mag sich mit dem folgenden Essay von Andrew Walsh über meine Sprache und Welt auseinander setzen. Es ist ein Nachwort des Übersetzers zu meiner amerikanischen Ausgabe der ersten vierzehn Beiträge dieses Blogs, die nach und nach jetzt weiter ins Amerikanische, muss man wohl sagen,...

261 Über Seneca (1)

Einführung I Dem Schriftsteller Lucius Annaeus Seneca, einem der wenigen römischen Philosophen vielleicht, der sogar über die Zeiten hinweg internationale Bedeutung erlangt und behalten hat, bin ich seltsamerweise immer aus dem Wege gegangen. Beeinflusst war ich dabei vor allem von der Lektüre der zwei römischen Geschichtsschreiber Tacitus und Sueton, die beide an Seneca kein gutes Haar gelassen haben. Er sei...