{"id":5449,"date":"2016-04-11T09:31:25","date_gmt":"2016-04-11T09:31:25","guid":{"rendered":"http:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/?page_id=5449"},"modified":"2020-11-21T11:36:49","modified_gmt":"2020-11-21T11:36:49","slug":"interview-europaeisch-amerikanische-begegnungen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/?page_id=5449&lang=de","title":{"rendered":"Europ\u00e4isch-amerikanische Begegnungen"},"content":{"rendered":"<h5><a href=\"http:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/?page_id=5452&amp;lang=de\"><strong>\u21d0<\/strong><\/a><\/h5>\n<h5><span class=\"\u00dcberschrift-3-C\">Ein Interview mit Reinhold Urmetzer<\/span><\/h5>\n<div>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><strong><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C1\">Frage:<\/span><\/strong> <em><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C2\">Sie sind ein ausgewiesener Spezialist f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische Musik, Opern-<wbr \/> und Konzertkritiker. Sie haben in der Stuttgarter, der S\u00fcddeutschen und in anderen Tageszeitungen geschrieben, arbeiteten mehr als zehn Jahre lang mit redaktionellen Aufgaben in der Stuttgarter Zeitung als Kritiker f\u00fcr Neue Musik und Rockmusik gleichzeitig, ein Novum in der deutschen Presselandschaft. Haben Sie das Kritisieren und Zeitungsschreiben nun ganz aufgegeben?<\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Nicht ganz, aber fast.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><em><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C2\">Warum?<\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Stellen Sie sich vor, Sie sind in einem Rockkonzert. Tausende von Menschen um Sie herum jubeln, sind gl\u00fccklich, haben sich auf den Augenblick gefreut. Und diese Leute sollen tags darauf in der Zeitung lesen, weil es tats\u00e4chlich so war: schlecht gespielt, miese Musik, einfallslose Texte. Ich konnte es einfach nicht mehr schreiben. Alles wird so relativ.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Ich habe mich dann in den Stil gefl\u00fcchtet. Es hat mir Freude gemacht. wenn man mir vorwarf aus meinen Artikeln w\u00e4re keine Meinung mehr herauszulesen. Sollte man ja auch nicht. Jeder hat seine eigene Meinung, und die ist richtig.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><em><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C2\">Sie haben gleichzeitig angefangen, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Akrostichon\">Akrostich<\/a>en\u00a0in die Artikel einzubauen.<\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Ja. Aus Langeweile. Alles kam mir so sinnlos vor, die Beschreibungen von klassischer Musik, immer wieder dasselbe, Opern, neue Musik. Da war nichts mehr neu, alles nur noch Klischee, nachgemacht, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Akademismus\">Akademismus<\/a>. Internationaler Stil nennt man das in der Architektur. Wichtiger waren mir ab einen bestimmten Punkt dann tats\u00e4chlich die verschl\u00fcsselten Botschaften, die ich in die Texte mit einiger M\u00fche eingebaut habe.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><em><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C2\">Wo haben Sie sie ver\u00f6ffentlicht?<\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">In Fachzeitschriften wie der \u201c<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Neue_Zeitschrift_f%C3%BCr_Musik\">Neuen Zeitschrift f\u00fcr Musik<\/a>\u201c oder dem \u201c<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Das_Orchester\">Orchester<\/a>\u201c sind sie mir besser gelungen. Da hatte ich genug Zeit zum Nachdenken. Aber auch in der <\/span><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C2\">taz<\/span><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\"> habe ich gelegentlich welche erfunden.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><em><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C2\">Wieviele dieser Akrostichen haben Sie zustande gebracht?<\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">So etwa 25. Besonders stolz bin ich auf ein lateinisches <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Palindrom\">Palindrom<\/a>, \u201cIn girum imus nocte et consumimur igni\u201c, im Kreis gehen wir nachts und werden vom Feuer verzehrt. Diesen Satz habe ich in einen zweiteiligen Aufmacher \u00fcber die Stuttgarter Disko-<wbr \/>Szene eingebaut. Nur hat <\/span><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gerhard_Stadelmaier\"><em><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C2\">Gerhard Stadelmeier<\/span><\/em><\/a><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">, damals noch in der <\/span><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Stuttgarter_Zeitung\"><em><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C2\">StZ<\/span><\/em><\/a><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">, mein so sch\u00f6n gebasteltes Werk durch eine andere Anordnung der Abschnitte wieder zerst\u00f6rt<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><em><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C2\">Wusste er von Ihrer Absicht?<\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Nein. Niemand wusste davon. Nur zwei, drei Leute. Stellen Sie sich vor: zweihundert, dreihunderttausend Mal l\u00e4uft ein ganz pers\u00f6nlicher Satz durch die Druckerpressen, steckt in den Zeitungen, und niemand au\u00dfer Ihnen wei\u00df davon. Das ist Kunst, meine ich, unabh\u00e4ngig sein von Geld, Erfolg oder der Zustimmung des Publikums.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><em><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C2\">Dann haben Sie die Seite gewechselt und selbst den Kompositionsstift gez\u00fcckt. Machen Sie es besser als Ihre kritisierten K\u00fcnstlerkollegen?<\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Das wei\u00df ich nicht. Darum geht es auch nicht. \u00dcberhaupt nicht. Was ist gut, was ist schlecht? Ein Anruf <u>Kai Petersens<\/u> vom <b>Arioso<\/b>&#8211;<wbr \/><b>Quartett <\/b>jedenfalls<b>\u00a0<\/b>hat mich wach ger\u00fcttelt. Uns verbindet vielleicht ein \u00e4hnlicher Musikgeschmack, Rockmusik und Klassik gleicherma\u00dfen.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Ich habe einige Jahre in Rockgruppen gespielt, mit dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Scorpions\">Scorpions<\/a>&#8211;<wbr \/>Schlagzeuger zusammen einmal die Woche in der Schauspielschule Saarbr\u00fccken f\u00fcr die Tanzklasse dort improvisiert, war aber auch in einem klassischen Orchester und in einem Ensemble f\u00fcr Neue Musik engagiert. Wir haben auf Steinen rumgeklappert, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Musikgrafik\">Musikgrafiken<\/a> interpretiert und die Leute schockiert; es war ganz lustig. <\/span><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Musique_concr%C3%A8te\"><em><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C2\">Musique concr\u00e8te<\/span><\/em><\/a><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\"> hat man das genannt.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Mich stuft Kay Petersen immer noch, selbst in der Klassik, als \u201cUnderground\u201c ein. Er war Konzertmeister im SDR-<wbr \/>Sinfonieorcheser, hat aber seine popul\u00e4re Ader nicht vergessen. Ich soll ein Streichquartett komponieren, sagte er am Telefon. Und es ging tats\u00e4chlich, ganz leicht, drei\u00dfig Minuten Musik. Die Urauff\u00fchrung fand am 3o.4.95 auf dem SWF-<wbr \/>Festival f\u00fcr Neue Musik in Rottenburg statt.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><em><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C2\"><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Minimal_Music\">Minimal Music<\/a>, Werke etwa von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Philip_Glass\">Phil Glass<\/a>, die das Quartett im Programm hat, z\u00e4hlt ja eher zur Popmusik als zur Klassik.<\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Ich wei\u00df nicht, ob man meine Musik als \u201cminimalistisch\u201c bezeichnen kann. Mir gefallen zwar die Ideen von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karel_Goeyvaerts\">Karel Goeyvaerts<\/a>, den ich pers\u00f6nlich kennengelernt habe, und manche Stellen im Felix-<wbr \/>namque Quartett sind tats\u00e4chlich minimalistische Klischees, der Zuh\u00f6rer wird sie leicht wieder erkennen k\u00f6nnen. Andererseits denke ich, dass gerade der historistische Zitat-<wbr \/> und Bearbeitungs-<wbr \/>Ansatz eher europ\u00e4isch ist.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Immerhin stammt die Kompositionsvorlage aus dem 16. Jahrhundert und war damals schon eine Bearbeitung. Ich habe beim Schreiben auch an <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Umberto_Eco\">Umberto Eco<\/a> gedacht, seine Art, Vergangenheit und Gegenwart, Popul\u00e4res (Kriminalroman) und Anspruchsvolles zusammenzubringen.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Dann habe ich mir beim H\u00f6ren der Musik aber auch Kalifornien vorgestellt mit diesen melancholischen und wie sch\u00f6ne Skulpturen in der Landschaft stehenden Hochh\u00e4usern. Irgendwie scheint mir alles dort von einer \u00e4sthetischen Schwermut verzaubert, auch wenn Technik und Industrie reibungslos zu funktionieren scheinen.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><em><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C2\">Die Kompositionen tragen den Titel \u201cFelix namque\u201c, \u201cGl\u00fccklich freilich&#8230;\u201c<\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Der Titel stammt ebenso wie die Musikvorlage aus einer lateinischen Marienmesse, die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Thomas_Tallis\">Thomas Tallis<\/a> als <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Cantus_firmus\">cantus firmus<\/a> benutzt und f\u00fcr Tasteninstrument bearbeitet hat. Im Offertorium gibt es ein Gebet an die Jungfrau Maria, dass sie sich gl\u00fccklich sch\u00e4tzen soll, den Urheber von Gerechtigkeit und Wahrheit in die Welt gesetzt zu haben.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><em><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C2\">Ein Streichtrio haben Sie mittlerweile im \u00e4hnlichen Stil komponiert.<\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Ja. Auch wieder diese gebrochene und mit Erinnerungen zersetzte Bearbeitung einer Bearbeitung aus dem 16. Jahrhundert; Wohlklang, Harmonie und Statik gleicherma\u00dfen. Aus dem gleichen Material ist noch ein Duo f\u00fcr Geige und Cello sowie ein Solo f\u00fcr Bratsche im Entstehen.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">In einer abendf\u00fcllenden Auff\u00fchrung k\u00f6nnen alle vier Teile der Komposition in steigernder oder abnehmender Reihenfolge vorgetragen werden (Quartett, Trio, Duo, Solo). Die zweite Variante gibt dem Konzert einen eher mystisch-<wbr \/>spirituellen Charakter (Solo am Schluss), w\u00e4hrend die steigernde Fassung mehr Anforderungen an den Beginn stellt, ansonsten aber in herk\u00f6mmlichen Bahnen verl\u00e4uft. Auch alte Instrumente sind willkommen. Das Trio habe ich auch in einer strengen Fassung f\u00fcr Orgel oder andere Tasteninstrumente bearbeitet.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Die Urauff\u00fchrung der Streicherfassung in der Stuttgarter Reihe \u201cMusik der Jahrhunderte\u201c am 18.11.95 geht auf eine Initiative von Hans-<wbr \/>Peter Jahn vom S\u00fcddeutschen Rundfunk Stuttgart zur\u00fcck.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><em><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C2\">New-<wbr \/>Age-<wbr \/>Musik?<\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Die Musik flie\u00dft dissonanzlos eine halbe Stunde dahin, eine Zeitreise durch mehrere Stile und Epochen. Manche Zuh\u00f6rer machen tats\u00e4chlich die Augen zu und tr\u00e4umen sich in dieser Harmonie irgendwohin. Auf jeden Fall ist es keine expressionistische Musik, die aufschrecken oder verwirren will.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><em><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C2\">Wie geht\u2019s weiter mit dem Komponieren?<\/span><\/em><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Ich vergesse meine andere Schiene nicht. Ein zweites Buch \u00fcber Musik ist fertig, eine Ausstellung mit Musikgrafiken aus den \u201cwilden Siebzigern\u201c in Vorbereitung. Ein Orchesterst\u00fcck ist in Arbeit, es ist bereits komponiert, muss nur noch instrumentiert werden. Dazu wird es auch eine Techno-<wbr \/>Fassung mit Video vielleicht geben, wenn alles klappt. Und die beiden B\u00e4nde Klaviermusik von fr\u00fcher m\u00fcsste ich auch mal wieder ausgraben.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><em><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C2\">Genug zu tun also. Vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch!<\/span><\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P\" style=\"text-align: center;\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">\u00a9 Tre Media Verlag (Karlsruhe)<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P\" style=\"text-align: center;\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">\u00a9 2013 Edition Weissenburg<\/span><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u21d0 Ein Interview mit Reinhold Urmetzer Frage: Sie sind ein ausgewiesener Spezialist f\u00fcr zeitgen\u00f6ssische Musik, Opern- und Konzertkritiker. Sie haben in der Stuttgarter, der S\u00fcddeutschen und in anderen Tageszeitungen geschrieben, arbeiteten mehr als zehn Jahre lang mit redaktionellen Aufgaben in der Stuttgarter Zeitung als Kritiker f\u00fcr Neue Musik und Rockmusik gleichzeitig, ein Novum in der deutschen Presselandschaft. 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