{"id":5465,"date":"2016-04-11T09:39:56","date_gmt":"2016-04-11T09:39:56","guid":{"rendered":"http:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/?page_id=5465"},"modified":"2021-02-25T06:36:06","modified_gmt":"2021-02-25T06:36:06","slug":"interview-nachdenken-ueber-popmusik","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/?page_id=5465&lang=de","title":{"rendered":"Nachdenken \u00fcber Popmusik"},"content":{"rendered":"<h5><a href=\"http:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/?page_id=5452&amp;lang=de\"><strong>\u21d0<\/strong><\/a><\/h5>\n<h5 class=\"\u00dcberschrift-3-P\"><span class=\"\u00dcberschrift-3-C\">Ein Interview mit Reinhold Urmetzer<\/span><\/h5>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><strong><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C1\">Frage:<\/span> <em><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C2\">Sind Sie nun vom Paulus zum Saulus geworden?<\/span><\/em><\/strong><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><strong><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C1\">Antwort:<\/span><\/strong><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\"> Warum?<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><strong><em><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Sie waren lange Jahre Spezialist f\u00fcr Oper und klassische Musik, haben in Fachzeitschriften wie \u201e<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Das_Orchester\">Das Orchester<\/a>\u201c oder in der von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Robert_Schumann\">Robert Schumann<\/a> gegr\u00fcndeten angesehenen \u201e<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Neue_Zeitschrift_f%C3%BCr_Musik\">Neuen Zeitschrift f\u00fcr Musik<\/a>\u201c geschrieben, Interviews gemacht mit <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Olivier_Messiaen\">Olivier Messiaen<\/a>, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Wolfgang_Rihm\">Wolfgang Rihm<\/a> oder <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Karel_Goeyvaerts\">Karel Goeyvaerts<\/a>. Und jetzt legen Sie kein weiteres Buch \u00fcber \u00c4sthetik oder Poststrukturalismus vor, sondern ganz lapidar eine <a href=\"http:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/?page_id=5556&amp;lang=de\">Studie \u00fcber Popmusik<\/a>.<\/span><\/em><\/strong><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Ich muss Sie korrigieren. Die Pop-<wbr \/>und Rockmusik war lange Zeit mein zweites Standbein. Im Kulturteil der \u201eStuttgarter Zeitung\u201c habe ich zahlreiche Berichte \u00fcber Rockmusik ver\u00f6ffentlicht, selbst Disco-<wbr \/>Bewertungen eingeschlossen. Ich kenne diese Szene, ihre publizistischen, verlegerischen und k\u00fcnstlerischen Wurzeln also sehr gut. Mit dem Ex-<wbr \/>Schlagzeuger <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Herman_Rarebell\">Hermann Rarebell<\/a> der Gruppe \u201e<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Scorpions\">Scorpions<\/a>\u201c war ich befreundet. Wir haben zusammen studiert und ihm verdanke ich, dass ich auch den Weg zur Rockmusik gefunden habe.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">So ganz neu und fremd ist mir diese Welt also nicht.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><strong><em><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C2\">Und jetzt freunden Sie sich mit Enrique Iglesias an.<\/span><\/em><\/strong><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Ganz und gar nicht. Ich habe diese Musik bis vor zwei Jahren \u00fcberhaupt nicht gekannt, ebenso wenig wie die Lieder von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Robbie_Williams\">Robbie Williams<\/a> oder <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nick_Cave\">Nick Cave<\/a>.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><strong><em><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C2\">Sie hatten sich ganz aus der Popkultur zur\u00fcck gezogen.<\/span><\/em><\/strong><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Irgendwann reicht es, wenn man zu tief in diese Welt der Sterne und Sternchen eintaucht. Besonders schwer wurde mir auch das Rezensieren. Stellen Sie sich vor, Sie sind in einem Rockkonzert und m\u00fcssen schreiben, weil es wirklich so war: schlecht gespielt, miese Musik, Texte sehr beschr\u00e4nkt. Aber Tausende von Leuten jubeln um einen herum der Band zu, sind gl\u00fccklich, haben sich auf diesen Termin gefreut. Und diese Menschen sollen dann tags darauf eine solch negative \u00a0Kritik in der Zeitung lesen und verstehen. Ich konnte es einfach nicht mehr. Alles wird so relativ. Ich bin nicht der Gro\u00df-<wbr \/>Inquisitor von Kunst. Also habe ich mit dem Schreiben von Konzert-<wbr \/>Kritiken aufgeh\u00f6rt.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><strong><em><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C2\">Warum finden Sie jetzt wieder zur\u00fcck zur Popmusik?<\/span><\/em><\/strong><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Durch Zufall. Mein Sohn hatte mir die amerikanische Hitparade \u00fcberspielt. Dort fand ich \u201e<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=WBALe-cBWGo\">Tonight<\/a>\u201c, ein Dancefloor-<wbr \/>Hit von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Enrique_Iglesias\">Enrique Iglesias<\/a>, der mich wegen seiner Aufm\u00fcpfigkeit \u2013 Sie wissen, dass es auch eine zensierte Fassung gibt &#8211;<wbr \/> neugierig gemacht hat. Aber nicht diesen Song, sondern einen anderen, fr\u00fcheren habe ich mir dann schlie\u00dflich ausgesucht.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><strong><em><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C2\">Und auch analysiert \u2013 warum und f\u00fcr wen schreiben Sie solche Analysen?<\/span><\/em><\/strong><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Ich denke, das Nachdenken, auch Philosophieren \u00fcber Popmusik und Popkultur kommt entschieden zu kurz im deutschsprachigen Raum. Obwohl diese Welt der Unterhaltung einen so gro\u00dfen Einfluss auf die Werte und Lebensformen unserer jungen Leute besitzt, findet nur sehr selten eine Diskussion, oder sagen wir besser: ein Diskurs dar\u00fcber statt.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Wie ein Leben ist, sein k\u00f6nnte, sein sollte \u2013 diese wichtigen Fragen untersucht nicht nur die Philosophie. Die Antworten und Vorschl\u00e4ge dar\u00fcber von wem auch immer sollten kritisch unter die Lupe genommen werden. Gerade wenn die Antworten aus dem Bereich der Massenmedien, der Werbewelt, der Mode kommen.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><strong><em><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C2\">Ist Ihr Buch also eine Art \u201eKritik der Popkultur\u201c?<\/span><\/em><\/strong><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">\u00dcberhaupt nicht. Der Text \u00fcber Iglesias ist m.E. lustig, ironisch, auch leicht zu lesen. Ich selbst musste immer wieder \u00fcber manche Stellen laut lachen.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><strong><em><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C2\">Sie w\u00e4hlen als Stilmittel in ihren B\u00fcchern oft die Gattung Rede. H\u00e4ngt das mit Ihren Erfahrungen als \u00f6ffentlicher Redner zusammen? Sie haben ja sogar einen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Cicero-Rednerpreis\">Cicero-<wbr \/>Rednerpreis<\/a> (<a href=\"http:\/\/www.cicero-rednerpreis.de\/index.htm\">*<\/a>) erhalten.<\/span><\/em><\/strong><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Ich denke schon, dass mich das gepr\u00e4gt hat. Auch immer wieder die direkte Auseinandersetzung mit einem Publikum, die es h\u00e4ufig gab bis hin zur totalen Ablehnung und Aggression. Aber ich wollte ja provozieren und habe das alles auch mit eingeplant.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><strong><em><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C2\">Sie berufen sich dabei auf franz\u00f6sische Vorbilder.<\/span><\/em><\/strong><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Ja. Es muss nicht immer alles so trocken, rational, \u201ewissenschaftlich\u201c sein. Zwar habe ich das musikphilosophische Kapitel \u00fcber Schopenhauer auch eingef\u00fcgt, um das Denken ein wenig herauszufordern. Jedenfalls soll das Lesen der anderen Texte im Buch Spa\u00df machen, anregen Stellung zu nehmen, Positionen zu beziehen einschlie\u00dflich Widerspruch und auch Ablehnung. Auch dies ist eine Antwort.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><strong><em><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C2\">Das letzte Kapitel, wo es um die Frauen-<wbr \/>und M\u00e4nnerbeziehung geht, schl\u00e4gt dann einen etwas anderen Tonfall an.<\/span><\/em><\/strong><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Ja, einen sozialpolitischen, auch kulturpessimistischen, wie Mann und Frau angesichts einer sich rapide wandelnden Epoche miteinander auskommen werden oder auch nicht. <\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><strong><em><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C2\">Das Buch endet reichlich resignativ.<\/span><\/em><\/strong><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Ja. Ein wenig pessimistisch auch. Aber ganz am Ende nehme ich alles auch wieder zur\u00fcck, relativiere es, lasse es in der Schwebe, auch im Zweifel. Trotzdem sehe ich die Zukunft etwa der Familie skeptisch. F\u00fcr das Kinderkriegen engagieren sich heutzutage nur noch der Papst oder die Homosexuellen.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><strong><em><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C2\">Sie deuten bei Enrique Iglesias eine Homosexualit\u00e4t oder \u201eInversion\u201c, wie Sie es mit <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sigmund_Freud\">Freud<\/a> nennen, an.<\/span><\/em><\/strong><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Ich lasse alles offen. Es ist eine der vielen Perspektiven, auch Provokationen mit Reizw\u00f6rtern und Reizthemen, die in dem Buch trotz seiner Leichtigkeit versteckt sind. Wie kann man als Au\u00dfenstehender behaupten, jemand sei homosexuell? Viele K\u00fcnstler sind oft alles, sie lieben Frauen und Kinder und M\u00e4nner und Autos und Pferde und wer wei\u00df was. Dann verkriechen sie sich wiederum in ihre sensible Weiblichkeit oder spielen den harten Muskel-<wbr \/>Macker. Entweder simulieren sie dies, weil es von den Vermarktern so gew\u00fcnscht wird, oder sie sind wirklich alles, was ich eher glaube.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><strong><em><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C2\">Sie sprechen vom \u201edekonstruktiven Denken\u201c. Was verstehen Sie darunter?<\/span><\/em><\/strong><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Dekonstruktion, dekonstruktives Denken stammt aus dem franz\u00f6sischen Kulturbereich und dem weiten Feld der Postmoderne-<wbr \/>Diskussion auch in Amerika. Meinungen, auch Fehl-<wbr \/>Interpretationen oder allgemein Auseinandersetzungen wollen provozieren, nicht um der Wahrheit, sondern auch um der Auseinandersetzung willen. Oder wie <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jean-Fran%C3%A7ois_Lyotard\">Lyotard<\/a> sagt: Streiten um das Sic et Non. Dann kommen wir uns und der Wahrheit n\u00e4her als mit Dogmatik oder besserwisserischen Beweisen. Zumindest wissen wir dann einen Weg, ein Ziel, auf das hin wir uns einigen m\u00fcssen.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><strong><em><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C2\">Robbie Williams lassen Sie eher ungeschoren. Er scheint Ihnen zu liegen.<\/span><\/em><\/strong><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Wenn ich ehrlich sein soll, \u00fcberhaupt nicht. Im Gegenteil. Ich verachte sogar das, was ich von ihm \u00fcber die Medien vermittelt bekomme, diese Selbstherrlichkeit, Arroganz und Albernheit. Es mag sein, dass auch er ein ganz Anderer ist, als er scheinen muss. Aber sein clowneskes Auftreten in Shows, Interviews, in den Clips finde ich meist l\u00e4cherlich. Ich kann solche Menschen und Posen nicht ernst nehmen. Vielleicht ist es auch dieser englische Humor, mit dem ich meine Schwierigkeiten habe. <\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Dann gef\u00e4llt mir schon eher Iglesias, wie er in seinen Live-<wbr \/>Konzerten, die musikalisch ebenfalls meist nur Fakes und Playbacks sind, \u00fcber die B\u00fchne h\u00fcpft und sich zur Schau stellt. Problematisch bleibt aber in seinem Fall das Schwanken und Hin und Her zwischen Latin-<wbr \/>Lover und Dancefloor. Dies zeigt auch die Schw\u00e4che seiner Vermarkter, die nicht wissen, auf was sie ihn festlegen sollen.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><strong><em><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C2\">Wenn alles so voller L\u00fcgen und Fakes steckt, warum h\u00f6ren Sie dann Popmusik?<\/span><\/em><\/strong><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Ich h\u00f6re keine Popmusik mehr. Ich bin ganz au\u00dferhalb dieser Welt und Lebensform. Mein letztes Live-<wbr \/>Konzert liegt Jahre zur\u00fcck. Allein schon die Lautst\u00e4rke hat mich damals aus den Hallen getrieben. Die neue Publikation ist nur ein Zwischenspiel, ein Intermezzo in meiner k\u00fcnstlerischen Arbeit. Vielleicht auch um ein anderes Publikum zu erreichen. Mein n\u00e4chstes Buch \u201e\u00dcber Dekonstruktion\u201c wird sich nur mit philosophischen Fragen besch\u00e4ftigen.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Ich habe das neue Buch den Studenten der Stuttgarter Musikhochschule\/Abteilung Pop und Jazz und ihrem damaligen Leiter Bernd Konrad gewidmet. Dass die jungen Leute in allem Trubel, in all der Leidenschaftlichkeit des Lebens und der Musik nicht das Lesen, das Denken, die Distanz und den Zweifel vergessen m\u00f6gen.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Denn trotz aller Relativit\u00e4t der Meinungen und Wahrheiten bleibt doch eines nur gewiss: dass das Denken, das Selber-<wbr \/>Denken nicht aussterben darf. Und dass wir den Vordenkern, mich eingeschlossen, ganz kritisch und z\u00f6gerlich nur glauben oder folgen d\u00fcrfen. <\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Doch verk\u00fcmmert das Denken, dann verk\u00fcmmert die Sprache. Es verk\u00fcmmert der Mensch. Oder besser noch: Verk\u00fcmmert die Sprache, verk\u00fcmmert das Denken. Es verk\u00fcmmert der Mensch. <\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P-P0\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Deshalb dieses Buch.<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P\" style=\"text-align: center;\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">Das Gespr\u00e4ch f\u00fchrte Alexandre Herrmann.<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P\" style=\"text-align: center;\"><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C0\">*<\/span><\/p>\n<p class=\"Textk\u00f6rper-P\" style=\"text-align: center;\"><strong><span class=\"Textk\u00f6rper-C-C1\">Reinhold Urmetzer, \u201e<a href=\"http:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/?page_id=5556&amp;lang=de\">Drei Popsongs: \u00fcber die Begegnung der Geschlechter<\/a>\u201c<br \/>\nISBN 978-<wbr \/>3849120924<\/span><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u21d0 Ein Interview mit Reinhold Urmetzer Frage: Sind Sie nun vom Paulus zum Saulus geworden? Antwort: Warum? 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