{"id":10692,"date":"2020-12-26T10:50:30","date_gmt":"2020-12-26T10:50:30","guid":{"rendered":"http:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/?p=10692"},"modified":"2024-03-12T09:43:56","modified_gmt":"2024-03-12T09:43:56","slug":"340-ueber-it-kommunikation-und-opfer-3-4","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/?p=10692&lang=de","title":{"rendered":"340 \u00dcber IT-Kommunikation und Opfer (3\/4)"},"content":{"rendered":"\n<p><b>Interview Teil 3<\/b><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was ist das dritte Opfer?<\/strong><\/p>\n<p>Das dritte Opfer dieser neuartigen Kommunikationstechnik bin ich selbst, weil ich wahrscheinlich keine B\u00fccher mehr schreiben werde. Ich werde vielleicht nicht mehr dazu im Stande sein. Nach meinem eingeschr\u00e4nkten, reduzierten B\u00fccherlesen-Wollen oder auch -K\u00f6nnen bef\u00fcrchte ich sogar das Ende meiner B\u00fccher-Produktion.<\/p>\n<p><strong>Bedeutet das auch das Ende Ihres Blogschreibens, das Sie im November 2015 begonnen hatten?<\/strong><\/p>\n<p>Ja. Vor f\u00fcnf Jahren, begonnen mit Hilfe von Alexey Chibakov, einem IT-Experten in der edition weissenburg.<br \/>Das Blogschreiben f\u00e4llt mir tats\u00e4chlich mittlerweile schwer. Begonnen mit einem gro\u00dfen Schwung und fast jede Woche einem neuen Beitrag, bin ich jetzt dazu gekommen, nur noch monatlich einmal etwas zu publizieren. Also alles Zeichen eines Endes. <br \/><br \/>Ich mache lieber Interviews wie jetzt mit Ihnen. Auch Spotify sendet mir zur Vermarktung meiner Musik lieber Podcasts, redet lieber mit seinen Kunden, unterstellt also bereits mangelnde Lesebereitschaft oder mangelndes Lesenk\u00f6nnen. <br \/>Obwohl mir geschriebene Texte angenehmer sind. In Englisch zu lesen f\u00e4llt mir leichter als einer schnell gesprochenen Sprache zu folgen.<\/p>\n<p><strong>Warum kommt das jetzt so pl\u00f6tzlich?<\/strong><\/p>\n<p>Es war eher ein schleichender Prozess. Es fing damit an, dass ich keine B\u00fccher mehr im Zusammenhang als ein Ganzes, ein Gesamtes lesen wollte. Geschweige denn, dass mich solche B\u00fccher interessierten, die spannende Geschichten wie im Film nachzuerz\u00e4hlen versuchten. Sch\u00f6ngeistige Literatur, vor allem Belletristik, hatte auch irgendwann ein Ende bei mir.<br \/>Best\u00e4ndig weiter k\u00fcmmerte ich mich nat\u00fcrlich um solche Texte, die pragmatisch den Lebensalltag begleiten, etwa wie man eine Waschmaschine bedient, ein Auto f\u00e4hrt, mit dem Handy zurecht kommt und so fort. Auch das Zeitungslesen habe ich schon seit einiger Zeit sehr eingeschr\u00e4nkt. Ich lese wie mein Vater in der Nazi-Zeit meist nur noch die Neue Z\u00fcrcher Zeitung, um auch Gegenstimmen zu h\u00f6ren. Die NZZ schreibt nicht immer das, was der Mainstream h\u00f6ren will und angeblich fordert.<\/p>\n<p><strong>Sie lesen also gar keine B\u00fccher mehr?<\/strong><\/p>\n<p>Doch! &#8211; Ununterbrochen. Aber nur solche, die mich interessieren und die mein Denken irgendwie steuern oder beeinflussen oder inspirieren k\u00f6nnen. In einer Sprache, in der ich aufgewachsen bin einschlie\u00dflich Philosophie und Latein in der Schule oder auch Literaturunterricht mit \u00dcbungen zum Selber-Schreiben in der Oberstufe.<br \/><br \/>Dazu geh\u00f6ren auch weiterhin und ununterbrochen die r\u00f6mischen Autoren, die ich mittlerweile fast alle gelesen und studiert und auch verstanden habe. Gegenw\u00e4rtig bei\u00dfe ich mich durch den langatmigen 2.Band von Senecas Lucilius-Briefen durch. Einen stilistischen Trick Senecas habe ich im Blog immer wieder aufgegriffen. Auch bei mir gibt es einen Lucilius, der teils real, teils fiktiv ist. Das darf der Leser dann schon selbst entscheiden, wer oder was Lucilius in meinem Leben ist. Er kann es aber auch ganz ignorieren.<\/p>\n<p><strong>So ganz aufgegeben haben Sie also das Lesen nicht?<\/strong><\/p>\n<p>Nein, im Gegenteil. Ich habe das sorgf\u00e4ltige Ausw\u00e4hlen des Lesestoffs, das kritische Hinterfragen von allem gelernt. Mehr interessiert haben mich schlie\u00dflich nur noch Sprache und Stil der geschriebenen Texte oder sogar nur noch solche Texte, die hermetisch, fast schon unverst\u00e4ndlich wegen ihrer Komplexit\u00e4t oder Verschl\u00fcsselung waren. Solche B\u00fccher fand ich interessant. Sie haben mich schon immer interessiert, seit meiner Jugend. Dazu geh\u00f6rten Hegels \u201eRechtsphilosophie\u201c, womit mein Philosophie-Studium bei Karl-Otto Apel, also auch J\u00fcrgen Habermas, \u00a0begann. Oder \u00a0Derridas \u201eSporen\u201c, die mich zum postmodernen Denken der franz\u00f6sischen Schriftsteller f\u00fchrten.<\/p>\n<p>Diese sind nicht immer Philosophen. Ihre B\u00fccher schillern oder ich sage besser irrlichtern zwischen rationalem Diskurs im philosophischen Sinn und funktionaler Phantasterei im Sinne von Kunst hin und her. Etwa Baudrillards \u201eFatale Strategien\u201c oder Virilios seltsame und dennoch \u00fcberzeugenden Be- und Entschleunigungstheorien.\u00a0<\/p>\n<p>Die \u00e4ltere Generation der Postmodernen, die sogenannten Poststrukturalisten, allen voran Michel Foucault oder Roland Barth, interessieren mich gegenw\u00e4rtig weniger. Auch wenn sie mich stilistisch fasziniert und beeinflusst haben.\u00a0<span style=\"font-size: inherit;\">Die Franzosen sind und bleiben halt eben wie so oft \u00c4stheten, Sprach-Artisten, Stilisten. Der Soziologe und Philosoph Michel Serr\u00e8s etwa hat mehrere Seiten \u00fcber einen guten franz\u00f6sischen Rotwein geschrieben, vielleicht auch seine Energie daran verschwendet. Aber das Thema Verschwendung ist ja ein beliebtes Thema mancher franz\u00f6sischer Autoren. Verschwendet eure Jugend, hat George Bataille sogar propagiert..<\/span><\/p>\n<p><strong>Das h\u00f6rt sich jetzt aber fragw\u00fcrdig an. Auch f\u00fcr mich, die ich mich immer noch zur Jugend rechne.<\/strong><\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich sind Sie f\u00fcr mich Jugend! F\u00fcr wen schreibe und durchdenke ich das alles? F\u00fcr Euch und Eure Zukunft! Nicht f\u00fcr mich. Ihr m\u00fcsst diesen heftigen Wandel \u00fcberall, nicht nur in der Kommunikation, noch viel mehr durchstehen und ertragen lernen als ich.<\/p>\n<p>Man kann Verschwendung tats\u00e4chlich nicht jedem jungen Menschen empfehlen. Aber wenn man \u00fcber den Sinn dieses Satzes, dieser Forderung nachdenkt &#8211; Jugend besitzt, wenn sie gelingt, also der Reifungs-und Erziehungsprozess erfolgreich war, wenn er zur Entfaltung von F\u00e4higkeiten und zum eigentlichen Selbst, also dem Ich gef\u00fchrt hat, dann besitzt Jugend von Natur aus tats\u00e4chlich viel \u00fcbersch\u00fcssige Energie. Sie kann im positiven Sinne weiter gegeben, \u00a0<em>verschwendet<\/em> werden. Wie auch das Heilige oder heilige Menschen mit einer \u00fcbersch\u00fcssigen Lebens-Vorbildlichkeit ausgestattet und gesegnet sind. Sie sind quasi Muster-Menschen, wie Montaigne sagt.<br \/>Ich glaube sehr an diese Kraft des Heiligen im Sinne einer Vorbild-Funktion oder des Heilen-und Helfen-K\u00f6nnens.<\/p>\n<p><strong>Aber das Schreiben von Musik geben Sie noch nicht ganz auf?<\/strong><\/p>\n<p>Mir macht die Musik mehr Spa\u00df zur Zeit, ja sogar sehr viel mehr. Die Auseinandersetzung mit jungen Menschen, ihrem Leben, ihrem Denken, das Musizieren, ein Publikum, das sofort reagiert, die direkte emotionale Sprache der Musik &#8211; das alles interessiert mich mehr als das Schreiben. Auch wenn das Komponieren, also das Aufschreiben von Musik und nicht nur das spontane Musik-Improvisieren wie in den Pop- und Rockgruppen, von allen Kunstgattungen m.E. am schwierigsten ist. Schwieriger als das literarische Schreiben, das Malen, Filmen, Tanzen, Fotografieren oder Theaterspielen.<\/p>\n<p>Worte zu finden fiel mir eigentlich auch fr\u00fcher schon sehr leicht. Es entwickelte sich mit der Zeit eine Routine, was Satzbau, Textstruktur, Wortfindung, Bildhaftigkeit etc. betrifft. Es ist in vieler Hinsicht einfacher als die Musiksprache. Sie sind ein Schriftsteller, hat mich schon sehr fr\u00fch mein Kompositionslehrer Erhard Karkoschka ermuntert. Und ich habe mit Aufs\u00e4tzen \u00fcber Musik \u00a0und meine Diskussionen mit ihm angefangen. Bin sogar bei der Schriftstellerei und Musikkritik angekommen. Auch wenn die Brillen der Kritiker meist immer nur ein\u00e4ugig sind.<\/p>\n<p><strong>Um Musik zu verstehen, sie verst\u00e4ndlich zu machen, muss man sie immer wieder neu erklingen lassen, also ein\u00fcben. Nicht nur die Noten lesen k\u00f6nnen.<\/strong><\/p>\n<p>Genau, das macht neben dem Ideenfinden, dem Komponieren und dem Aufschreiben fast in der Sprache der Mathematik eine weitere Schwierigkeit der Musikwelt aus. Die geschriebene Musik braucht Interpreten, die sie zum Klingen bringt. Man muss sie ein\u00fcben, damit sie real wird und nicht nur in meinem Kopf allein existiert. Ich kann f\u00fcr fast alle klassischen Instrumente komponieren, w\u00e4hrend ich nur einige wenige Instrumente selber spielen kann.\u00a0<\/p>\n<p>Musik aufzuschreiben, so dass sie jeder Instrumentalist nachspielen kann und gemacht nicht f\u00fcr Produzenten, Musikcomputer oder Soundmaschinen, die Instrumente und auch die menschliche Stimme perfekt nachahmen k\u00f6nnen &#8211; \u00a0das ist mein Haupt-Ziel. Das mag vielleicht etwas veraltet und altmodisch klingen. Aber es ist eine bedeutend gr\u00f6\u00dfere, intensivere und schwerere Aufgabe, als Worte zu finden. Es ist eben Kunst. Brahms arbeitete jahrelang an seiner 1.Symphonie.<br \/>Im Gegensatz zur Literatur, die auch still von jedermann gelesen werden kann, sofern man \u00a0diese Sprache zu verstehen einigerma\u00dfen ge\u00fcbt ist.<\/p>\n<p><strong>Wieviele B\u00fccher haben Sie bis jetzt geschrieben?<\/strong><\/p>\n<p>Insgesamt sind es bislang 15. Drei davon, On Seduction 1-3, sind von dem Amerikaner N. Andrew Walsh ins Englische \u00fcbersetzt worden.<\/p>\n<p><strong>Und wieviel Musik haben Sie komponiert?<\/strong><\/p>\n<p>Das kann ich nicht sagen. Es gibt keine Opus-Zahlen mehr. Im Laufe meines Lebens habe ich immer auch komponiert. Es gab B\u00fccher von mir, die mehr als 20 Jahre gebraucht haben, um lebendig zu werden. Und es gibt Musik, etwa das Werk \u201ePasolini-Pop\u201c f\u00fcr meine damalige ArtRockgruppe Zoom-Orchestra von 1978.\u00a0<span style=\"font-size: inherit;\">Dieses Musiktheater, fast ganz ohne Neue Musik, liegt oder wartet immer noch im Archiv in der Ulmerstra\u00dfe auf seine Auferweckung.\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Einige St\u00fccke daraus habe ich in der Musikhochschule Stuttgart fr\u00fcher bereits vorgestellt. Sehr zum Missfallen mancher orthodoxer Professoren. Erhard Karkoschka hat\u2019s gefallen. Er hat uns, also die Band, auch zusammen mit dem Jazz-Musiker Bernd Konrad in unserem \u00dcbschuppen in Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnd besucht. Und er hat mir die Mitarbeit\u00a0von <u>Uta Kutter<\/u> bei einem Live-Auftritt der Band zusammen mit dem Geiger Peter Wallinger in der Stuttgarter Musikhochschule vermittelt. Sie war sp\u00e4ter langj\u00e4hrige Leiterin der Klasse Sprecherziehung in der Stuttgarter Musikhochschule, hat die Hugo Wolf-Akademie gegr\u00fcndet und sie ist eine sehr formidable Frau. Ich mag sie sehr.<\/p>\n<p>Damals war ich zusammen mit Bernd Konrad, Matthias Spahlinger, Ulrich S\u00fc\u00dfe und Reinhard Karger in der Stuttgarter Meisterklasse von Erhard Karkoschka. Ebenfalls eine sehr inspirierende Gruppe.<\/p>\n<p><strong>Sie haben neben der Rockmusik auch eine Zeitlang Neue Musik komponiert, sogar Musikgrafiken gezeichnet und musikalisch realisiert.<\/strong><\/p>\n<p>Klar, ich sehe mich als ein postmoderner K\u00fcnstler, der alle m\u00f6glichen Stile der Vergangenheit einschlie\u00dflich der Gegenwart kennt und in diesem Steinbruch wildert. Gegenw\u00e4rtig ist es besonders die Musik des Fr\u00fch-Barock, etwa Monteverdi. Eine Musik auch des Zitats, des R\u00fcckblicks, des Abschieds ganz im Sinne eines neuen Historismus. Auch im Sinne der Pr\u00e4raffaeliten in der Malerei des sp\u00e4ten 19.Jahrhunderts, die bei ihrem R\u00fcckblick ganze Kunst-Epochen der Vergangenheit \u00fcberspringen wollten und dennoch etwas Neues gefunden \u00a0haben. In Architektur und Design wirken sie bis in die Gegenart hinein.<br \/><br \/>Von einer Wiederverzauberung der Welt wurde schon in den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts geredet. Die Frage nach Sinn, nach Gott und die Sehnsucht nach dem Irrationalen ist immer noch da, denke ich, selbst wenn die Kirchen mittlerweile leer sind oder sogar in ihrer Funktion ganz umgewidmet werden. <br \/>Die Jugendmusik, immer nah am Leben und in den Tanzhallen, um aktiv zu bleiben oder zu werden hat bereits die akustischen Instrumente der alten und auch neuen Klassik \u00fcberholt. Mit ihren Computern und technischen Produktionsmitteln braucht sie fast keine K\u00fcnstler-Menschen mehr, eher nur noch Techniker, Mathematiker, Ingenieure.<\/p>\n<p><strong>Das h\u00f6rt sich jetzt auch nach dem Ende der K\u00fcnstler\u2013Pers\u00f6nlichkeit an.<\/strong><\/p>\n<p>Ja, vielleicht. Der K\u00fcnstler war fr\u00fcher immer nur ein Macher, ein Handwerker. Vielleicht als kreativer Mensch auch gottbegnadet, aber doch ein\u00a0normaler Mensch wie du und ich. Dass er zu einer so herausragenden Person geworden ist, das liegt an der Epoche der Romantik und ihrer Suche nach dem Ungew\u00f6hnlichen, dem M\u00e4rchenhaften und auch Seltsam\u2013 Verr\u00fcckten. Im beginnenden Zeitalter von Industrialisierung und Technik war dies schon eine erste Gegenbewegung und Flucht, die bis in die Gegenwart reicht. Sehen Sie nur mich an. \u00a0\u00a0<\/p>\n<p><b>Wieso?<\/b><\/p>\n<p>Ich habe Angst, im neuen Maschinen\u2013Zeitalter nur noch zu einer Nummer, also auch digitalisiert, zu einem Ding, einem Objekt zu werden mit allen Konsequenzen. Wie H\u00e4ftlinge werden wir eingekerkert leben und sterben m\u00fcssen. Jenseits von Freiheit und Menschenw\u00fcrde. No hope, no fear, das sagten schon die alten Stoiker.<\/p>\n<p><strong>Ihre B\u00fccher werden vielleicht in den Bibliotheken \u00fcberleben.<\/strong><\/p>\n<p>Vielleicht. Dort warten sie bereits auf Leser.<\/p>\n<p><strong>Es gibt von Ihren Werken auch eBooks.<\/strong><\/p>\n<p>Ja. Ich habe jedoch noch kein einziges davon gelesen. Aber mein Sohn liest und studiert nur noch eBooks.\u00a0Auf manche meiner B\u00fccher bin ich richtig stolz, auch wenn sie nicht so popul\u00e4r sind wie meine Musik, die dann und wann und vor allem gegenw\u00e4rtig tats\u00e4chlich den Bereich der Popmusik trifft.<\/p>\n<p><strong>Warum stolz?<\/strong><\/p>\n<p>Sie sind Endprodukte aus dem Zeitalter der BuchProduktion. Sie gefallen sich in einem Manierismus der Sprache, des Stils. Sie legen kaum Wert auf Handlung, Spannung oder auf eine wie auch immer inhaltliche Botschaft oder Belehrung. Manchmal kreisen sie sogar nur um sich selbst und ihre eigene Unverst\u00e4ndlichkeit.<\/p>\n<p>Aber vom Schreiben solcher B\u00fccher, etwa die \u201eLandschaft mit Martyrium der Heiligen Katharina\u201c, bin ich weg gekommen. Schade. Die Blogtexte sind einfacher, auch n\u00e4her am Leben. Ich wollte diese mittlerweile mehr als 340 Texte, darunter auch einige sehr gute, in Buchform bringen. Aber auch dies wird mir vielleicht nicht mehr gelingen. Zu sehr bin ich jetzt von der Musik gepackt.<\/p>\n<p><strong>Die Romantiker haben sich auch in mehreren Genres bewegt.<\/strong><\/p>\n<p>Das ist allgemein auch ein Markenzeichen der Popk\u00fcnstler, etwa der Popmusiker. Sie erfinden Musik und Texte gleichzeitig, haben manchmal wie John Lennon und etliche andere an den Kunstakademien studiert. Vielleicht h\u00e4ngt es auch mit Syn\u00e4sthesie zusammen. Jedenfalls ist Vielfalt das Markenzeichen dieser K\u00fcnstler, auch immer noch. Selbst im Berufsleben wird sie mittlerweile verlangt, wenn nicht sogar vorausgesetzt.\u00a0<\/p>\n<p>Teil 4: Schreiben ohne Schrift?<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<a class=\"synved-social-button synved-social-button-share synved-social-size-48 synved-social-resolution-single synved-social-provider-twitter nolightbox\" data-provider=\"twitter\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" title=\"Share on Twitter\" href=\"https:\/\/twitter.com\/intent\/tweet?url=https%3A%2F%2Fedition-weissenburg.de%2Fblog&#038;text=Ein%20neuer%20Beitrag%20ist%20da%21%20\" style=\"font-size: 0px;width:48px;height:48px;margin:0;margin-bottom:5px;margin-right:5px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"twitter\" title=\"Share on Twitter\" class=\"synved-share-image synved-social-image synved-social-image-share\" width=\"48\" height=\"48\" style=\"display: inline;width:48px;height:48px;margin: 0;padding: 0;border: none;box-shadow: none\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/edition-weissenburg.de\/blog\/wp-content\/plugins\/social-media-feather\/synved-social\/image\/social\/regular\/96x96\/twitter.png?resize=48%2C48&#038;ssl=1\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><a class=\"synved-social-button synved-social-button-share synved-social-size-48 synved-social-resolution-single synved-social-provider-mail nolightbox\" data-provider=\"mail\" rel=\"nofollow\" title=\"Share by email\" href=\"mailto:?subject=340%20%C3%9Cber%20IT-Kommunikation%20und%20Opfer%20%283%2F4%29&#038;body=Ein%20neuer%20Beitrag%20ist%20da%21%20:%20https%3A%2F%2Fedition-weissenburg.de%2Fblog\" style=\"font-size: 0px;width:48px;height:48px;margin:0;margin-bottom:5px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"mail\" title=\"Share by email\" class=\"synved-share-image synved-social-image synved-social-image-share\" width=\"48\" height=\"48\" style=\"display: inline;width:48px;height:48px;margin: 0;padding: 0;border: none;box-shadow: none\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/edition-weissenburg.de\/blog\/wp-content\/plugins\/social-media-feather\/synved-social\/image\/social\/regular\/96x96\/mail.png?resize=48%2C48&#038;ssl=1\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interview Teil 3 Was ist das dritte Opfer? 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