{"id":13801,"date":"2026-05-14T20:47:49","date_gmt":"2026-05-14T18:47:49","guid":{"rendered":"https:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/?p=13801"},"modified":"2026-05-15T08:49:40","modified_gmt":"2026-05-15T06:49:40","slug":"niemand-weiss-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/?p=13801&lang=de","title":{"rendered":"Niemand wei\u00df (2)"},"content":{"rendered":"\n<p>Niemand wei\u00df (2)<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Entstehungsgeschichte<\/p>\n<p>(Biografisches 5)<\/p>\n<p>ChatGPT greift in seinen Analysen leider nicht zur\u00fcck auf fr\u00fchere eigene KI-Erkenntnisse, sondern setzt neue Ergebnisse ein, die die Maschine im Laufe der Zeit weiter entwickelt und gelernt hat. Hier eine neuere zweite Fassung des \u201ePop-Songs\u201c, entwickelt zusammen mit ChatGPT. Die erste Strophe des Liedes, eine allgemeine philosophische Frage nach Leben und Sinn, die in der zweiten Strophe in die pers\u00f6nliche Beziehungskrise f\u00fchrt, endet<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>in der dritten und vierten Strophe schlie\u00dflich in einer surrealen Ausweglosigkeit, die die KI sehr gut interpretiert hat. Die Bemerkungen im Aufsatz vom 15.4.26 zu den drei auch musikalisch ganz<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>unterschiedlichen Strophen des Liedes sind weiterhin richtig und \u00fcberzeugen mich sehr.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>*<\/p>\n<p>Die erste Strophe beginnt mit ihrem Tango-Rhythmus fast so unbeschwert wie ein Popsong mit entsprechenden Akkorden (modale Harmonik, Vor-Barockzeit)<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>und stereotypen pianistischen Begleitmustern (Scarlatti). Dann folgt aber ein philosophischer Satz, der die positive Stimmung abrupt bricht, weil er scheinbar \u00fcberhaupt nicht zur Popmusik passt: Niemand wei\u00df, woher die Sonne stammt, wer sie gemacht hat, niemand wei\u00df, woher das Licht kommt. Die Anspielung dann auf den<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>antiken Mythos mit der Tonne bezieht sich auf Diogenes, einen griechischen<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Lebensk\u00fcnstler und Philosophen, der tats\u00e4chlich in einem Holzfass gelebt haben soll. Er hat sich sogar<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>einer Aussprache mit dem ber\u00fchmten Herrscher der Welt, Alexander dem Gro\u00dfen, verweigert mit dem Satz: Geh\u2018 mir aus der Sonne, das hei\u00dft: ich will meine Ruhe haben.<\/p>\n<p>Die musikalische Struktur des Lied-Beginns wird aber bald in der dritten Strophe durch eine bitonale Melodie gebrochen. In der urspr\u00fcnglichen Partitur war an dieser Stelle eine Klarinette vorgesehen. Da ich aber kurzzeitig keine Klarinette f\u00fcr die Studioaufnahme zur Verf\u00fcgung hatte, habe ich diesen Bruch in die Oberstimme des begleitenden Klaviers gelegt. Die Bi-Tonalit\u00e4t dort deutet bereits den Umschwung und heftigen Bruch an, der schlie\u00dflich in der vierten Strophe mit dem Satz \u201eDer Fr\u00fchling ist wei\u00df, der Fr\u00fchling ist rot\u201c in einer schier unverst\u00e4ndlichen<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Aussichtslosigkeit kulminiert.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Ich habe diese Zeilen rein emotional und intuitiv geschrieben, ohne an irgendeine Interpretation zu denken. In meinem Sinn und in der Nachahmung Paul Celans waren das rein surreale S\u00e4tze, die mehrdeutig interpretierbar und gebrochen waren. &#8211; \u201eWas haben Sie sich mit diesem Satz gedacht, Herr Urmetzer\u201c, hat mich die erste Interpretin dieses Liedes, Enni Gorbonosova,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>bei einer Probe gefragt. Im Gegensatz zu mir hat die KI nichts desto trotz auch hier einen Sinn und eine Antwort gefunden vor allem im Aufzeigen und Interpretieren wieder von<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Gegens\u00e4tzlichkeiten samt ihrer angedeuteten Aussichtslosigkeit. Aber bei den letzten beiden Zeilen des Liedes, in den Zeilen 3 und 4 musste auch die KI schlie\u00dflich wieder resignieren: \u201eWei\u00df und blau wird die Nacht ein\u201c. Also nicht mehr wei\u00df oder rot, sondern wei\u00df und blau ist jetzt die Nacht, \u201eich trage ein helles Tuch in den Augen\u201c.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Besonders diese letzte Zeile in der f\u00fcnften Strophe<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>ist befremdlich. Alle Interpreten des Liedes haben bislang das Wort \u201eAuge\u201c umgedeutet in \u201eArme\u201c, ein helles Tuch in den Armen tragen \u2013 das macht schon einen Sinn. Aber in den Augen? &#8211;<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>\u201eIch trage ein helles Tuch in den Augen\u201c,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>das war vollkommen unverst\u00e4ndlich und auch die KI hat diese Zeile nicht interpretieren k\u00f6nnen und sie bei ihrer Analyse ganz weggelassen. Sie ist auch die allerschwierigste Zeile \u00fcberhaupt in diesem Gedicht. Das willk\u00fcrliche Weglassen einer Aufgabe ist f\u00fcr die KI sehr untypisch, denn meistens halluziniert sie dann notgedrungen irgendwelche sinnvollen Zusammenh\u00e4nge. Ich denke aber, dass die hier verwendete Bezeichnung \u201ehell\u201c, ein helles Tuch tragen, dass dieses Attribut die Stimmung doch auch<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>aufhellen kann. Dass nicht nur Nacht, Ausweglosigkeit und<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Untergang im Fr\u00fchling stattfinden, sondern dass auch noch ein wenig Hoffnung bestehen bleibt. Die Farbe des Fr\u00fchlings ist die Farbe der beginnenden Helligkeit, also des Tages und der Sonne.<\/p>\n<p>*<\/p>\n<p>Die<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>erste Strophe ist bereits eine Vorwegnahme<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>und Mischung aus Sonne, einfachem Leben und Natur. Aber doch auch gemischt mit philosophischen und skeptischen Fragen, die Diogenes und seine Philosophen-Schule des Kynismus an uns richten. Am Ende der zweiten Strophe entsteht ein deutlicher<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Bruch, den auch die Musik mit ihrer pl\u00f6tzlichen Bi-Tonalit\u00e4t unterstreicht, dass wir uns nicht mehr in der Antike befinden, sondern dass wir uns in der Gegenwart mit Neonlicht und Plastik-M\u00fcll abfinden m\u00fcssen. Diese ersetzen unsere Sonne und das antike Leben in Einfachheit und Ungebundenheit.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Die zweite Strophe bringt den Menschen ins Spiel mit seiner Unbest\u00e4ndigkeit, was Liebe und Treue betrifft. Ich<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>habe in der gedruckten Partitur sogar das Wort \u201eLeib\u201c als Alternativ zu \u201e Leid\u201c ad libidum angeboten. S\u00e4mtliche<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Interpreten des Liedes haben sich bisher aber alle f\u00fcr das Wort \u201eLeid\u201c entschieden.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Jeder redet nur vom eigenen \u201eLeid\u201c und gerade nicht vom eigenen Leib. Obwohl das auch sehr naheliegend w\u00e4re.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Offensichtlich wird jedoch in der<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>vierten Strophe, dass \u201eunsre<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Sternen-Tr\u00e4ume\u201c nicht Realit\u00e4t geworden sind, wohl was Liebe und Treue betrifft. Im Gegenteil, etwas Neues und ganz Befremdliches zieht \u201eunsere Sternen-Tr\u00e4ume mit sich hinab\u201c. In diesem unserem Leben gibt es bereits keine Sonne mehr, sondern nur noch Nacht, aber immerhin mit Sternen und Sternentr\u00e4umen. Das Klavier kommentiert diese Stelle mit einer atonalen Ger\u00e4usch- Explosion, die die Interpreten selber improvisieren k\u00f6nnen, sofern sie dazu imstande sind.<\/p>\n<p>Das Lied stammt textlich bereits aus den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Ich hatte mich sehr stark im Journalismus engagiert und auch die franz\u00f6sischen Philosophen kennengelernt mit ihrer extravaganten<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Sprache und Philosophie. Das Komponieren hatte ich ganz eingestellt und stattdessen mehrere Gedichtb\u00e4nde publiziert. Daf\u00fcr \u00a0zusammen auch mit den K\u00fcnstlerinnen Karin Geschke, Marianne Pape und Gracia Sacchitelli<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>mehrere Gedicht- und Bildb\u00e4nde ver\u00f6ffentlicht. Au\u00dferdem hatte ich f\u00fcr diese immer wieder Einf\u00fchrungen zur Ausstellungser\u00f6ffnung im Sinne einer literarischen Performance durchgef\u00fchrt, die mich permanent an den Schreibtisch fesselten und auch zu etlichen weiteren literarischen Ergebnissen f\u00fchrten. Sowohl was die Essayistik als auch was die Poesie betraf.<\/p>\n<p>Auch zum Blogschreiben kam ich schlie\u00dflich sehr intensiv unter dem Einfluss von Alexei Chibakov. Es<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>entstanden Texte \u00fcber \u00c4sthetik, Literatur, Philosophie, Politik, Lebenspraxis und andere. Bis heute denke ich dar\u00fcber nach diese vielen Texte, das sind auch immer wieder Kommentare zur Zeit, in Buchform zu ver\u00f6ffentlichen. Au\u00dferdem arbeitete ich alternativ dazu regelm\u00e4\u00dfig auch f\u00fcr die Deutsche Presse Agentur (dpa), um das Kunst- und Kulturleben der Stadt Stuttgart weiterhin mit verfolgen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>*<\/p>\n<p>In meiner Zeit als Musik-Student 1969-74 spielte ich parallel zum Studium an der Gesamthochschule<span class=\"Apple-converted-space\"> des Saarlandes<\/span> &#8211; mit den F\u00e4chern Klavier, Querfl\u00f6te (Hochschulorchester), Komposition, Dirigieren und Musikgeschichte &#8211; Keyboard in der Rockgruppe <b>Puma <\/b>(1). Dann auch Klavier zusammen mit dem sp\u00e4teren Scorpions-Schlagzeuger <u>Hermann Rarebell<\/u> (2) im Tanzunterricht an der \u00f6rtlichen Schauspielschule.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>In Stuttgart spielte ich in den Jahren 1975-78 parallel zu meinem Kompositions-Studium in der Meisterklasse <u>Erhard Karkoschka<\/u> (3) in der Rockgruppe <b>Zoom Orchestra<\/b> (4). W\u00f6chentliche Proben f\u00fchrten mich nach Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnd, wo der Schlagzeuger <u>Kurt Ranger<\/u> an der Hochschule f\u00fcr Design studierte und mich mit seinem Design Blick sehr beeinflusste. Nicht zuletzt war er auch mein Informant, was die zeitgen\u00f6ssische Rockmusik betraf. Vor allen Dingen war er ein gro\u00dfer Anh\u00e4nger von Art-Rock etwa der englischen Supergruppe Queen (Bohemian Rhapsody). Es gab sogar einen Auftritt von Zoom Orchestra in der Musikhochschule Stuttgart, an dem auch die sp\u00e4tere Leiterin der Abteilung Sprecherziehung, Uta Kutter, Ausz\u00fcge aus meinem<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>neuen Tanztheater \u201ePasolini-Pop\u201c rezitierte. Aus der Saarbr\u00fccker Studienzeit stammte auch eine Bearbeitung von Brechts \u201eBadener Lehrst\u00fcck vom Einverst\u00e4ndnis\u201c, das ich f\u00fcr meine damalige Rockband Puma komponiert hatte.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>*<\/p>\n<p>Die Zeit um 2013 geht mir wieder durch den Kopf. Es war die Zeit der Entstehung meines heutigen \u201e<i>hybriden\u201c Musikstils<\/i>, der unter dem direkten Einfluss des fl\u00e4mischen Komponisten <u>Karel Goeyvaerts<\/u> entstanden ist und sich seitdem immer weiter unter Ber\u00fccksichtigung selbst der von mir lange Zeit verschm\u00e4hten Musikstile der aktuellen akademischen Musik entwickelt hat. Ein Jahrzehnt lang<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>hatte ich nur noch Texte geschrieben. \u201eNiemand wei\u00df\u201c stammte aus einem Zyklus, der in einer Reihe mit f\u00fcr mein Empfinden sehr poetischen Gedichten steht, die wie sp\u00e4ter in den nachfolgenden Jahren auch immer wieder mit surrealen Gedanken gebrochen werden und deren Verst\u00e4ndlichkeit,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Eindeutigkeit oder auch Klarheit<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>verloren geht. <br \/>Wieder erweckt wurde die musikalische<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Schiene meiner Kreativit\u00e4t damals mit dem Zyklus<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0\u00a0<\/span>\u201eLieder der Renaissance\u201c. Es ist eine Bearbeitung von Liedern nach Clemens non Papa (1510-1555) f\u00fcr Stimme und Klavier. \u201eNiemand wei\u00df\u201c habe ich in den Zyklus als Gegenwarts-Bruch und Erinnerung an die modale Harmonik mit aufgenommen. Es stammt textlich bereits aus meiner Zeit in Saarbr\u00fccken. Genauer gesagt aus der Zeit, als ich dort mit Puma zusammen Rockmusik machte.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Ich hatte mich in den Stuttgarter Anfangs-Jahren ab 1975 sehr stark beruflich auch<span class=\"Apple-converted-space\"> journalistisch im <\/span>\u00a0Feuilleton der Stuttgarter Zeitung engagiert (5). Vor allem um das Kunst-und Kulturleben der Stadt intensiv mit zu erleben. Auch die franz\u00f6sischen Philosophen habe ich pers\u00f6nlich kennengelernt samt ihrer extravaganten Sprache und Philosophie. Etwa Jean Fran\u00e7ois Lyotard, mit dem ich ein ganzseitiges Interview in der Berliner Taz ver\u00f6ffentlicht habe, jetzt wieder abgedr\u00fcckt die Nr.19 im Blog. Auch mit Jean Pierre Dubost gab es immer wieder einen n\u00fctzlichen Gedankenaustausch. Es entstanden elf B\u00fccher, die in den Landesbibliotheken in Stuttgart und Karlsruhe aufbewahrt und ausgeliehen werden k\u00f6nnen. Sie sind stark von den franz\u00f6sischen Philosophen beeinflusst, allen voran Jacques Derrida. Darunter auch eine schwergewichtige \u201e\u00c4sthetik\u201c in drei B\u00e4nden, die sich mit Photographie (\u201eFotobuch\u201c), Malerei (\u201eKunstbuch\u201c) und Musik (\u201eMusikbuch\u201c) besch\u00e4ftigt (6).<\/p>\n<p>*<\/p>\n<p>Es war auch die Zeit, in der ich mit der Operns\u00e4ngerin <u>Ulrike Sonntag<\/u> wieder in Kontakt kam. \u00dcber <u>Albrecht Fendrich<\/u>, einen langj\u00e4hrigen Maler-Freund,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span>hatte ich sie schon Jahre vorher kennengelernt. Mittlerweile war sie die Leiterin der Opernschule an der Musikhochschule Stuttgart geworden. Sie hat mir Enni Gorbonosova (Sopran) zusammen mit dem Pianisten Evgeny Alexeev vermittelt. Beide waren die ersten Interpreten meiner neu komponierten \u201eLieder der Renaissance\u201c, die dann auch sp\u00e4ter von den beiden aufgef\u00fchrt und als CD produziert worden sind.<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Daraus hat sich dann auch meine neue Kompositions-Methode des \u201e hybriden Stils\u201c entwickelt, wie er mittlerweile in den USA als \u201epostmoderne Musik\u201c in Analogie zur postmodernen Architektur bezeichnet wird. Den postmodernen Stil habe ich tats\u00e4chlich von dem Architekten James Sterling \u00fcbernommen. Sein Neubau der Stuttgarter Staatsgalerie von 1979-84 war mir in vieler Hinsicht Vorbild f\u00fcr meine Kompositionen und mein Denken. Entstanden sind daraufhin weitere Lieder in Kammermusik-Besetzung, oft<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>auch zusammen mit Cello und Klavier. Dem Komponieren von Liedern<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>bin ich mehr als zehn Jahre lang treu geblieben. Nicht zuletzt werden sie mittlerweile in einer Statistik von Apple Music oder der Spotify-Plattform in 56 L\u00e4nder dieser Welt gestreamt (Stand Statistik 2025).<\/p>\n<p>Ein weiteres Ergebnis meiner Besch\u00e4ftigung mit der Renaissance<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>war die Bekanntschaft mit <u>Gunther Scheuthle<\/u>, Drehbuchschreiber und Erfinder des Stuttgarter \u201eTatort\u201c-Kommissars. Er machte mich aufmerksam auf die Kontratenor-Stimme. Dieser Stimmgattung<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>bin ich treu geblieben bis auf den heutigen Tag. Nicht zuletzt auch dank weiterer S\u00e4nger<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>wie <u>\u00c1lvaro Tinjac\u00e1-Bedoya<\/u> aus Bogot\u00e1 oder Chun Kai Hsu aus Taiwan. Mittlerweile habe ich<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>weitere gute Musiker gefunden, die auch meine Instrumentalmusik spielen wollen und spielen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>(wird fortgesetzt)<\/p>\n<p><i>B\u00fccher von Reinhold Urmetzer werden<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>im Blog in der Nr.282 vorgestellt. Weitere biografische Erinnerungen finden sich sehr zahlreich im Blog.<\/i><\/p>\n<p>\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014-<\/p>\n<p>1 <b>Puma<\/b>, Rockgruppe Saarbr\u00fccken (1969-74): Peter Kiefer Bass-Gitarre, Manfred von Bohr Schlagzeug, Reinhold Urmetzer Keyboards, NN Gitarre<\/p>\n<p>2 Mit <b>Herrmann Rarebell<\/b> hatte ich auch in dessen Phase als Scorpions-Schlagzeuger und Superstar Kontakt. Es gab interessante Gespr\u00e4che und ein Interview f\u00fcr die Stuttgarter Zeitung. Nicht zuletzt verdanke ich ihm mein best\u00e4ndig \u201ezweigleisiges\u201c Musikinteresse f\u00fcr die E- wie f\u00fcr die U-Musik. Nicht zuletzt hat dieses kompositionstechnisch bei mir zu einem hybriden Stil gef\u00fchrt, der in Renaissance-Musik etwa von Thomas Tallis, Clemens non Papa oder Orlando di Lasso modale Harmonien findet und wieder verwendet. Ohne Hermann Rarebell h\u00e4tte ich Artrock-Gruppen wie Yes, Gentle Giant oder King Crimson nicht kennengelernt.<\/p>\n<p>3 Meisterklasse Komposition <b>Ehrhard Karkoschka<\/b> (1975-77) mit den Studenten Matthias Spahlinger, Ulrich S\u00fc\u00dfe, Reinhard Karger und Bernd Konrad. Karkoschka leitete auch das Ensemble Neue Musik Stuttgart, wo ich auch Musikerinnen wie Carol Morgan oder Dietburg Spohr kennengelernt habe.<\/p>\n<p>4 <b>Zoom Orchestra<\/b> (1975-78), Rockgruppe Stuttgart: Edie Steiger Gitarre, Bernd Sikler Bass, Reinhold Urmetzer Piano, Kurt Ranger, Schlagzeug. <span style=\"font-size: revert;\">Als Gast Peter Wallinger, Geige, <\/span>Uta Kutter, Rezitation. Die Solosonate f\u00fcr Klavier (1977) und die 1.Sonate f\u00fcr Geige und Klavier (1980-82) sind direkte Ableger aus dieser Zeit und Welt.<\/p>\n<p>5 <b>Stuttgarter Zeitung<\/b> (ab 1976) Feuilleton-Redaktion mit Horst Koegler (Musik), Wolfgang Ign\u00e9e, Gerhard Stadelmeier (Theater, Literatur), Wolfgang Rainer (Kunst), Christian Marquart (Architektur)<\/p>\n<p>Redaktionelle Mitarbeit au\u00dferdem in den experimentellen Anfangsjahren der <b>Taz<\/b> (Christiane Peitz) sowie langj\u00e4hrig in den beiden<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>Fachzeitschriften des Schott-Verlages \u201eund \u201e<b>Das Orchester<\/b>\u201c.<\/p>\n<p>Meine journalistische Mitarbeit einschlie\u00dflich gelegentlicher Sendungen im Rundfunk beendete ich im Jahre 2002, um nur noch zu komponieren. Au\u00dferdem war ein Sohn geboren, um den ich mich k\u00fcmmern wollte.<\/p>\n<p>6 Weiterhin auch noch k\u00e4uflich zu erwerben ist im Buchhandel die dreib\u00e4ndige \u201e<b>\u00c4sthetik<\/b>\u201c unter den ISBN-Bestell-Nummern 3-8334-4021-X <u>Photobuch<\/u> (2004), 978-3-8334-8117-8 <u>Kunstbuch<\/u> (2004), 978-3-8391-9496-6 <u>Musikbuch<\/u><span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0 <\/span>(2010)<\/p>\n<p>\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014<\/p>\n<p>NIEMAND WEISS <span style=\"font-size: revert;\">(Popsong)<\/span><\/p>\n<p>(<i>Voce solo<\/i>)<\/p>\n<p>1 Niemand wei\u00df, woher die Sonne,<\/p>\n<p>Niemand wei\u00df, woher das Licht,<\/p>\n<p>Und du liegst in der Plastiktonne,<\/p>\n<p>Und du suchst das Neonlicht.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>2 Jeder sagt dir die Liebe,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Jeder singt nur vom eigen Leid,<\/p>\n<p>Und du denkst dir die Treue,<span class=\"Apple-converted-space\">\u00a0<\/span><\/p>\n<p>Und du singst in der Einsamkeit.<\/p>\n<p>3 <i>Solo Klarinette<\/i><\/p>\n<p><i>4 Chorus<\/i><\/p>\n<p>Der Fr\u00fchling ist wei\u00df,<\/p>\n<p>Der Fr\u00fchling ist rot,<\/p>\n<p>Er nimmt unsere Sternentr\u00e4ume<\/p>\n<p>Mit sich hinab.<\/p>\n<p><i><br \/>Voce solo<\/i><\/p>\n<p>5 Wei\u00df und blau<\/p>\n<p>Wird die Nacht sein,<\/p>\n<p>Ich trage ein helles Tuch<\/p>\n<p>In den Augen.<\/p>\n<p>\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014-<\/p>\n<p><i>F\u00fcr Voce, Klarinette, Piano<\/i><\/p>\n<p>(1977)<\/p>\n<a class=\"synved-social-button synved-social-button-share synved-social-size-48 synved-social-resolution-single synved-social-provider-twitter nolightbox\" data-provider=\"twitter\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" title=\"Share on Twitter\" href=\"https:\/\/twitter.com\/intent\/tweet?url=https%3A%2F%2Fedition-weissenburg.de%2Fblog&#038;text=Ein%20neuer%20Beitrag%20ist%20da%21%20\" style=\"font-size: 0px;width:48px;height:48px;margin:0;margin-bottom:5px;margin-right:5px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"twitter\" title=\"Share on Twitter\" class=\"synved-share-image synved-social-image synved-social-image-share\" width=\"48\" height=\"48\" style=\"display: inline;width:48px;height:48px;margin: 0;padding: 0;border: none;box-shadow: none\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/edition-weissenburg.de\/blog\/wp-content\/plugins\/social-media-feather\/synved-social\/image\/social\/regular\/96x96\/twitter.png?resize=48%2C48&#038;ssl=1\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><a class=\"synved-social-button synved-social-button-share synved-social-size-48 synved-social-resolution-single synved-social-provider-mail nolightbox\" data-provider=\"mail\" rel=\"nofollow\" title=\"Share by email\" href=\"mailto:?subject=Niemand%20wei%C3%9F%20%282%29&#038;body=Ein%20neuer%20Beitrag%20ist%20da%21%20:%20https%3A%2F%2Fedition-weissenburg.de%2Fblog\" style=\"font-size: 0px;width:48px;height:48px;margin:0;margin-bottom:5px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"mail\" title=\"Share by email\" class=\"synved-share-image synved-social-image synved-social-image-share\" width=\"48\" height=\"48\" style=\"display: inline;width:48px;height:48px;margin: 0;padding: 0;border: none;box-shadow: none\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/edition-weissenburg.de\/blog\/wp-content\/plugins\/social-media-feather\/synved-social\/image\/social\/regular\/96x96\/mail.png?resize=48%2C48&#038;ssl=1\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Niemand wei\u00df (2)\u00a0 Entstehungsgeschichte (Biografisches 5) ChatGPT greift in seinen Analysen leider nicht zur\u00fcck auf fr\u00fchere eigene KI-Erkenntnisse, sondern setzt neue Ergebnisse ein, die die Maschine im Laufe der Zeit weiter entwickelt und gelernt hat. Hier eine neuere zweite Fassung des \u201ePop-Songs\u201c, entwickelt zusammen mit ChatGPT. Die erste Strophe des Liedes, eine allgemeine philosophische Frage nach Leben und Sinn, die&#46;&#46;&#46;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[466],"tags":[1846,1850,1848,1854,1852],"class_list":["post-13801","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein-de","tag-biografisches-5","tag-chatgpt","tag-niemand-weiss2","tag-rockmusik","tag-studium"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p4WFkG-3AB","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13801"}],"collection":[{"href":"https:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=13801"}],"version-history":[{"count":49,"href":"https:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13801\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13853,"href":"https:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/13801\/revisions\/13853"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=13801"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=13801"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=13801"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}