{"id":2592,"date":"2014-09-07T08:15:13","date_gmt":"2014-09-07T08:15:13","guid":{"rendered":"http:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/?p=2592"},"modified":"2022-05-13T04:51:28","modified_gmt":"2022-05-13T04:51:28","slug":"88-ueber-befreiung-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/?p=2592&lang=de","title":{"rendered":"88 \u00dcber Befreiung II"},"content":{"rendered":"<ol>\n<li>Die Studentenbewegung<\/li>\n<\/ol>\n<p><i>Ich muss mich des folgenden Textes wegen bei manchen von Euch entschuldigen. Er ist etwas lang geworden, umfangreich und vielleicht auch vielschichtig. Schon beim Text Nr.82 &#8220;\u00dcber Befreiung I&#8221;, die psychologische Kehrseite quasi der Medaille, hat sich abgezeichnet, dass es etwas Zeit brauchen w\u00fcrde mit Thema und Schreiben, Lesen und Verstehen. Doch mit dem nachfolgenden Text &#8220;\u00dcber Befreiung II&#8221; \u00a0wage ich mich in&#8217;s Herz der Finsternis, um Joseph Conrad zu zitieren, der damit den Dschungel Zentralafrikas und den seiner Seele meinte (Hallo AR*!). Es geht n\u00e4mlich um Politik, um die Studentenbewegung.\u00a0Ich geh\u00f6rte dazu. Es geht auch um Missverst\u00e4ndnisse, Vorurteile und Fehleinsch\u00e4tzungen. Hallo JS!**<\/i><\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">*<\/h3>\n<h3><strong>I<\/strong><\/h3>\n<p>Anfang der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts war ich ein engagierter Studentenf\u00fchrer \u00a0im Allgemeinen Studentenausschuss (AStA) der Hochschule f\u00fcr Musik und Schauspiel Saarbr\u00fccken und deshalb auch als Vertreter der Studentenschaft Mitglied im Senat der Gesamt-Hochschule des Saarlandes. Ich war also mittendrin in den heftigen Wirren der Hochschul- und Tagespolitik, die international von den Universit\u00e4ten ausgegangen waren und dort ihr Herz und ihre Keimzellen besa\u00dfen.<\/p>\n<p>Im Studentenparlament meiner Musik-und Theaterhochschule gab es unterschiedliche \u00a0politische Str\u00f6mungen und Fraktionen. \u201eUndogmatische\u201c linke Gruppierungen \u00fcberwogen, aber es gab auch den CDU-nahen RCDS, die DDR-freundlichen \u201eSpartakisten\u201c, Jungliberale und andere. Gr\u00fcne gab es noch nicht, ganz zu schweigen von rechtsorientierten Gruppierungen, deren Eltern man ja in der Studentenbewegung gerade aufs Heftigste bek\u00e4mpfte. Man vermutete nicht ganz zu Unrecht \u00fcberall noch versteckte Alt-Nazis: In den politischen Institutionen, den Parteien, in der B\u00fcrokratie ebenso wie in den Erziehungspraktiken der Familien oder in der allgemeinen Moral. Selbst im sexuellen Bereich setzte sich nur sehr langsam \u201eAufkl\u00e4rung\u201c durch. Nackte Frauen an den Plakatw\u00e4nden der Stadt, geschweige denn in Unterhose posierende M\u00e4nner w\u00e4ren\u00a0 vollkommen unm\u00f6glich gewesen.<\/p>\n<p>Besonders gerne erinnere \u00a0ich mich an die Fraktion der <u>Maoisten<\/u> im Studentenparlament mit ihrer kleinen roten Mao-Bibel, denn sie war dominiert von Schauspielern und Schauspielerinnen der Schauspielschule. Diese Spezies Mensch hatte trotz aller Aufregung, \u00a0Hektik und Aggressivit\u00e4t der Zeit einen eher spielerischen Zugang zur Tagespolitik und zu so ziemlich allem in der Welt. Was wohl bis heute gilt und auch auf mich nicht nur gelegentlich zutreffen mag.<\/p>\n<p>Ich selber geh\u00f6rte keiner Fraktion an, wollte \u00fcber den Parteien stehen und war deshalb, wie man sp\u00e4ter sagte, \u201eundogmatisch\u201c &#8211;\u00a0 jedes Dogma, sei es von links, sei es von rechts, wurde einer Kritik unterzogen (\u201ehinterfragt\u201c), \u00a0bis es schlie\u00dflich auf dem M\u00fcllhaufen der Geschichte verschwand. Ich kann also kein 68er gewesen sein, denn diese Spezies Mensch war alles andere als undogmatisch &#8211; sie waren als Antiautorit\u00e4re oft \u00fcberaus autorit\u00e4r (zum Beispiel nicht nur im Sexualverhalten Frauen gegen\u00fcber) und manchmal auch fanatisiert. Die <u>Spontis<\/u> waren jedenfalls ganz bald als eine Nachfolgegruppe geboren mit ihren gr\u00fcn-bunten Ideen, die sowohl links wie rechts sein konnten und es bis heute geblieben sind. In Italien nannten sie sich &#8220;<strong>Indiani Metropolitani<\/strong>&#8221; und sie hatten nichts mit den sexuellen Vorw\u00fcrfen zu tun, die man heute f\u00e4lschlicherweise den so genannten deutschen &#8220;Stadtindianern&#8221; in die Schuhe schieben will.<\/p>\n<p>Gleichzeitig studierte ich, nur wenige Kilometer von der Musikhochschule entfernt, an der Universit\u00e4t des Saarlandes Philosophie. Besonders <strong>Karl Otto Apel<\/strong> hatte mich fasziniert, seine Pers\u00f6nlichkeit, sein Wissen, seine Thematik. Er bot Vorlesungen an, die alle Fakult\u00e4ten betrafen und interessierten. Themen waren beispielsweise \u201eEthik in der modernen Industriegesellschaft\u201c, \u201eWahrheit in der Psychoanalyse\u201c, \u201eEmanzipation als Wissenschaft?\u201c Apels Veranstaltungen mussten wegen \u00dcberf\u00fcllung in das Auditorium Maximum (Audimax) \u00a0verlegt werden und er hatte eine \u00a0gro\u00dfe, auch\u00a0 internationale H\u00f6rerschar. Zusammen mit <strong>J\u00fcrgen Habermas<\/strong> ist er immer noch einer der international angesehensten Philosophen im Lager der Kritiker einer rein analytisch ausgerichteten \u201ePhilosophy of Science\u201c.<\/p>\n<p><b>II<\/b><\/p>\n<p>Der politische Brand der Studentenbewegung war pl\u00f6tzlich und unvermittelt Mai 1968 in Paris ausgebrochen. In der internationalen Tagespolitik und jenseits der universit\u00e4ren Tiefen brodelte n\u00e4mlich ein heftiger politischer Konflikt, ein \u201ekalter Krieg\u201c zwischen West und Ost. Der Studentenprotest war so schlimm, dass sich die mittlerweile eng befreundeten Staatschefs Frankreichs und Deutschlands, Konrad Adenauer und Charles de Gaulle, heimlich und per Hubschrauber zu einer spontanen Lagebesprechung in Stra\u00dfburg getroffen haben, wie man dem politischen Studenten-Protest angemessen begegnen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Geistiges Zentrum in Deutschland war Frankfurt, hier die Studentenzeitschrift\u00a0<strong>Fuzzy<\/strong>, sp\u00e4ter\u00a0<strong>Pflasterstrand <\/strong>genannt (daraus hat sich nicht zuletzt auch die Berliner <strong>taz<\/strong> sp\u00e4ter entwickelt). Politische Auseinandersetzungen gab es auch im eingesperrten Berlin, in Kalifornien mit seiner geistigen Hochburg \u00a0Berkeley (nahe dem San Francisco der Hippies) \u2013 \u00a0in vielen St\u00e4dten der westlichen Welt berichtete man von Auseinandersetzungen und Demonstrationen. Schlie\u00dflich gab es weitere und noch heftigere Stra\u00dfenschlachten mit Verletzten und sogar einem Toten, <strong>Benno Ohnesorg,<\/strong> in Berlin.\u00a0Dieser\u00a0war 1967, das stellte sich erst viel sp\u00e4ter heraus, von einem Spitzel des ostdeutschen Staatsschutzes (Stasi) in westdeutscher Polizeiuniform auf einer Demonstration erschossen worden. Denn die Studentenbewegung \u00a0\u2013 obwohl antikapitalistisch und \u00e4u\u00dferst systemkritisch \u2013\u00a0war auch dem DDR-Regime alles andere als sympathisch. Im Gegenteil. Man hatte Angst, berechtigte Angst vor Systemkritik.<\/p>\n<p>Die Gesellschaftskritik der Studenten \u00a0ging wesentlich von den Soziologie-Instituten der Universit\u00e4ten aus und st\u00fctzte sich vor allem auf <strong>Herbert Marcuses<\/strong> Kritik an der westlichen Gesellschaftsform, wobei dieser aber, der Tradition der Frankfurter Schule \u00a0treu bleibend, \u00f6stliche Alternativen definitiv \u00a0ablehnte und \u00a0ausschloss. Das hei\u00dft seine Kritik richtete sich sowohl gegen West wie gegen Ost, eine geistige Position, die viele nicht verstehen konnten. Wof\u00fcr waren denn die Studenten? Wie sollte eine befreite Gesellschaft, eine neue Gesellschaftsordnung aussehen?<\/p>\n<p>Selbst Marcuse wollte diese Ziele nach einer Umgestaltung der Gesellschaft \u00a0nicht festlegen. Nach der \u201eRevolution\u201c werde man die angemessenen neuen Lebensformen schon finden. Macht erst einmal kaputt, was euch selbst kaputt macht, hie\u00df es plakativ in einem Song der Popgruppe \u201eTon, Steine, Scherben\u201c. \u00a0Musiker tendierten jedoch allgemein und unter dem Einfluss der US-amerikanischen Vorbilder (Woodstock) weniger zum radikalen Anarchismus als eher in Hippie-Richtung wie die meisten anderen Rockgruppen auch in Deutschland.<\/p>\n<p>R\u00fcckendeckung erhielt Marcuse von den Psychologen der <span style=\"text-decoration: underline;\">Frankfurter Schule<\/span>. Ihre Forschungen \u00fcber den autorit\u00e4ren Charakter und autorit\u00e4re Familienstrukturen hatten schon in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts \u00a0zu dem niederschmetternden Ergebnis gef\u00fchrt, dass der autorit\u00e4re Charakter, die autorit\u00e4re Struktur allgemein unweigerlich zur Nazi-Pers\u00f6nlichkeit f\u00fchrten musste. Anti-autorit\u00e4r zu sein war also gleichbedeutend\u00a0 mit anti-faschistisch und es war ein Weg in die richtige Richtung, wenn auch nicht klar war in welche.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wohin mit der verlogenen Sprache der Werbung, ihrer Verf\u00fchrungsm\u00f6glichkeit, wohin mit dem Wirtschaftssystem und seinen Tendenzen zu Entfremdung und Ausbeutung sowohl physisch wie psychisch, hatte Marcuse gefragt. Wohin auch mit der Sexualit\u00e4t \u2013 ihre Unterdr\u00fcckung (Repression) f\u00fchrt zu Deformationen im Charakter, in der Pers\u00f6nlichkeit, die diese empf\u00e4nglich f\u00fcr autorit\u00e4re Strukturen selbst im Sinne der Nazis werden lie\u00dfen. Ich wiederhole mich.\u00a0&#8220;Selbstbefreiung&#8221; im Sinne von Freud und Psycho-Schulung kam parallel zu der politischen Zielsetzung einer Umgestaltung der Gesellschaft au\u00dferdem immer mehr in Mode und ist es \u2013 anders als die zeitkritische Thematik \u2013 bis heute geblieben (siehe Text Nr.82 &#8220;\u00dcber Befreiung I&#8221; im Blog).<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><em>Befreiung<\/em> war auch das Schlagwort in vielen universit\u00e4ren Instituten und auf der Stra\u00dfe. In der Soziologie ging es um die Befreiung der unterdr\u00fcckten Klassen, V\u00f6lker und Minderheiten. Schlie\u00dflich auch un die Befreiung der Frauen &#8211; der Feminismus war geboren. In der Psychologie wollte man sich von Verhaltensweisen befreien, die Neurosen und Charakterdeformationen verursachten. In der P\u00e4dagogik gab es die bahnbrechenden Experimente <strong>Alexander Neills<\/strong>, einem Freund Wilhelm Reichs, in Summerhill, in der politisch engagierten Kunst &#8211; \u00fcberall tauchte das Wort \u201eBefreiung\u201c auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">In den politisierten philosophischen Seminaren, denn diese gab es auch, sprach man jedoch lieber gut marxistisch von \u201e<u>Emanzipation<\/u>\u201c und diskutierte die Frage, ob Marx \u00fcberhaupt ein Marxist gewesen sei \u2013 eher nein \u2013 \u00a0und ob der Anarchismus mit dem Marxismus, Maoismus oder Trotzkismus \u00fcberhaupt kompatibel sein k\u00f6nnte; ebenfalls nein. <u>Leo<\/u> <u>Trotzki<\/u> hatte nur vergleichsweise wenig Anh\u00e4nger in der Studentenschaft. Er proklamierte die <span style=\"text-decoration: underline;\">permanente Revolution<\/span>, deren ersch\u00fctternde Ergebnisse man sp\u00e4ter am Beispiel von Maos Kulturrevolution studieren konnte. Er selbst ist schon 1940 wegen seiner gegen jeden Dogmatismus sich wendenden Thesen einer &#8220;permanenten Revolution&#8221; von Stalin in seinem Exil in Mexiko ermordet worden.<\/p>\n<h3><strong>III<\/strong><\/h3>\n<p>In Apels Seminar k\u00fcmmerten wir uns \u00a0wenig um die Tagespolitik auf der Stra\u00dfe oder um Marcuses Befreiungsbibel \u201e<em>Der eindimensionale Mensch<\/em>\u201c. Es ging um Feinheiten und Freiheiten der aktuellen Philosophie,\u00a0 es ging nicht um Adorno in Frankfurt oder um das bedingungslose und zum Scheitern verurteilte \u201eWehrt euch\u201c(das wurde ziemlich bald auch vor Gericht deutlich), sondern es ging um die Abgrenzung gegen\u00fcber <strong>Luhmanns Systemtheorie\u00a0<\/strong>(der immerhin zusammen mit J<strong>\u00fcrgen Habermas<\/strong> ein Buch heraus gegeben hatte).\u00a0Vor allem aber ging es um die anglo-amerikanische <span style=\"text-decoration: underline;\">Sprachphilosophie<\/span>, ihre Definition von Sinn und Unsinn im philosophischen Diskurs, und es ging um die neue wissenschaftstheoretische Auseinandersetzung mit der <strong>Philosophy of Science. \u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Nicht die Frage, wie die Welt <span style=\"text-decoration: underline;\">sein sollte oder k\u00f6nnte<\/span>, also das Ziel jeder gesellschaftlichen Ver\u00e4nderung, auch Verbesserung, untersuchten diese eher naturwissenschaftlich orientierten Wissenschaftler, sondern nur <span style=\"text-decoration: underline;\">wie die Welt ist<\/span>. Dazu wurde auch die Sprache untersucht: D<em>eine Sprache ist deine Welt (<\/em>und umgekehrt<em>).\u00a0<\/em>Dieser \u201eLinguistic Turn\u201c der Philosophie, der von Wittgenstein und der anglo-amerikanischen Analytischen Philosophie ausgegangen war, wurde von den linken Theoretikern als untauglich, von politisierten Forschern sofort als reaktion\u00e4r verworfen.<\/p>\n<p>Der neue (Un-)Geist der Gegenwart hatte f\u00fcr die Linken noch einen anderen Namen: <strong>Neo-Positivismus<\/strong>. Der Begriff war ein Schimpfwort und &#8220;positiv&#8221; wurde auch ganz anders als heute verstanden. Es war ein Wiederaufleben des naturwissenschaftlich orientierten Positivismus des 19. Jahrhunderts: Nur die Oberfl\u00e4che der Welt und ihre Probleme sollte\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\"><em>wertneutral<\/em><\/span>\u00a0und im Namen von (Natur-)Wissenschaft, das hei\u00dft auch durch Messen und Rechnen und Statistik, beschrieben werden.<\/p>\n<p>Mit den Methoden des Positivismus, geschweige denn des Neo-Positivismus war tats\u00e4chlich keine Revolution zu machen, die von geschichtlich notwendigen Abl\u00e4ufen und Zust\u00e4nden sprach. Die wertneutrale Beschreibung von Strukturen und Formen sei f\u00fcr die Beschreibung einer Gesellschaftsform in ihrem Endstadium zu oberfl\u00e4chlich, kritisierte man. Sie k\u00fcmmere sich nicht um die akuten politischen Probleme, etwa \u00a0um die zahlreichen Toten des <span style=\"text-decoration: underline;\">Vietnamkrieges<\/span>, Hungersn\u00f6te, Unterschiede und Ungerechtigkeiten innerhalb der Klassen, Ethnien und Schichten.<\/p>\n<p>Die sogenannte \u201eWertneutralit\u00e4t\u201c \u00a0im Namen der wissenschaftlichen \u00a0Wahrheitssuche (sie steht sogar\u00a0als &#8220;Wertfreiheit&#8221; und Freiheit der Forschung im deutschen Grundgesetz) sei nur ein Vorwand und eine T\u00e4uschung zur Unterdr\u00fcckung\u00a0 der arbeitenden und entfremdeten Bev\u00f6lkerung. Wer bezahlt all diese &#8220;wertneutralen&#8221; Lehrer und Professoren, die sich nicht um das Wohl und Wehe der Bev\u00f6lkerung k\u00fcmmern? \u2013 Das Volk. \u2013\u00a0 Und wof\u00fcr? \u2013 Dass \u00a0bessere Arbeits-und Lebensbedingungen herrschen, forderte man im Namen eben dieses Volkes, das keinen Zugang zu den universit\u00e4ren Zirkeln hatte.<\/p>\n<p>Nicht geht es diesen Neo-Positivisten um Wahrheit, Erkenntnisrelativit\u00e4t und Methodologie, wurde kritisiert. Und nicht k\u00fcmmerte man sich darum, wie die Welt sein sollte oder sein k\u00f6nnte, um utopische Ans\u00e4tze und Kritik, sondern nur noch darum, wie Welt und Gesellschaft\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">sind<\/span>.<\/p>\n<p>Wahrheit, Erkenntnis, Gerechtigkeit &#8211; all diese sch\u00f6nen und klugen Begriffe sind nur Begriffe der M\u00e4chtigen, um ihre Position zu festigen und nichts \u00e4ndern zu m\u00fcssen, sagte man. Einig war man sich zwar in der Ablehnung der \u00f6stlichen Staatsformen und dass deren Philosophie, der dialektische Materialismus, den die Sch\u00fcler der \u00f6stlichen Welt auswendig lernen mussten wie eine Bibel, wissenschaftlicher Unsinn sei. Aber damit endete auch bereits der philosophische Konsens.<\/p>\n<p>Die Schwachstelle der Revolutions-Fanatiker war demgegen\u00fcber nach Meinung der Gegenseite, also die der analytischen Sprachphilosophen, \u00a0die marxistische\u00a0<strong>Geschichtsphilosophie<\/strong>. Deren Geschichtsschreibung und Geschichtsbewusstsein sei vollkommener Unsinn. Geschichte ist gar keine Wissenschaft (siehe Text Nr. 20 &#8220;\u00dcber Wahrheit und Wissenschaft&#8221; im Blog). Sie kann nicht mit Zahlen, direkter Beobachtung und Messger\u00e4ten bewiesen werden. Es gibt kein wissenschaftliches <span style=\"text-decoration: underline;\">Interpretieren<\/span><em>\u00a0<\/em>(etwa der marxistischen Texte). Jede Interpretation ist subjektiv. Also lassen wir lieber diese pseudowissenschaftliche Vorgehensweise, die sich &#8220;<b>Hermeneutik<\/b>&#8221; nennt, und bleiben wir bei den Fakten. (Wobei das Verstehen des Begriffs \u201cFakten\u201c, seine Definition, bereits ein \u00a0typisch hermeneutisches Problem darstellt).<\/p>\n<p>Es gibt auch keine Klassen und Klassengegens\u00e4tze, die sich antagonistisch bek\u00e4mpfen m\u00fcssten bis schlie\u00dflich das kommunistische Paradies daraus entstehen w\u00fcrde und so fort. &#8211; \u00a0Auch die Sprache <strong>Heideggers<\/strong> und vieler anderer Philosophen wurde als rein literarische &#8220;Begriffsdichtung&#8221; nicht mehr akzeptiert. Selbst Platon wurde von Popper als protofaschistisch heftig abgelehnt.<\/p>\n<p>Dass es dieser Art von unpolitischer Philosophie nicht mehr um Wahrheit oder Weisheit ging, sondern nur noch um die Unterst\u00fctzung bestehender Machtverh\u00e4ltnisse selbst in den Weisheitstempeln der Universit\u00e4t, das war den Anti-Autorit\u00e4ren sehr schnell klar. Und dieses Denken wurde abgelehnt, ja bek\u00e4mpft wie im Mittelalter im <span style=\"text-decoration: underline;\">Universalienstreit<\/span>, das hei\u00dft sogar mit Gewalt. Professoren der falschen Richtung wurden mit Eiern und Tomaten beworfen. \u00a0Es herrschte h\u00f6chste Alarmstufe. Ganze Institute mussten vor\u00fcbergehend geschlossen werden. Ab einem bestimmten Punkt der Konfrontation wurden sogar Professoren, die nicht links genug waren &#8211; etwa J\u00fcrgen Habermas, der die protestierenden Studenten als &#8220;Linksfaschisten&#8221; bezeichnet hatte &#8211; beschimpft. Adorno in Frankfurt resignierte 1969 ganz und gab seinen Lehrstuhl ab.<\/p>\n<h3><strong>IV<\/strong><\/h3>\n<p>Und wie endete schlie\u00dflich die Studentenbewegung, die eine soziologisch-philosophische und politische Kontroverse (Notstandsgesetzgebung, B\u00fcrgerrechte, Vietnam) auf die Stra\u00dfe getragen und zu Stra\u00dfenschlachten gef\u00fchrt hatte? &#8211; Wie endete diese bis heute immer noch einflussreiche und lebendig-aktive Bewegung?<\/p>\n<p>Positiv gesehen (jetzt &#8220;positiv&#8221; im gegenw\u00e4rtigen Sinn verstanden) hat es \u00a0als Folge eine Ann\u00e4herung der gegens\u00e4tzlichen philosophischen wie politischen Systeme in Ost und West gegeben. Die langj\u00e4hrige Vormacht der CDU als Regierungspartei war zu Ende. Willy Brandt (SPD) f\u00fchrte eine neue Politik der Ost-West- Ann\u00e4herung ein, die schlie\u00dflich den Zusammenbruch des \u00f6stlichen Imperiums 1989 zur Folge hatte.<\/p>\n<p>Gegenw\u00e4rtig gibt es unter der \u00c4gide der neuen Kreml-Herrscher in Russland jedoch den deutlichen Versuch einer Restauration des alten Sowjetimperiums. Es wiederholt sich genau das, was Horkheimer und Co. schon in den 30er Jahren postuliert hatten: Der autorit\u00e4re Charakter neigt zu faschistoidem Verhalten und er f\u00fchrt schlie\u00dflich zu einem blindw\u00fctigen, auch selbst zerst\u00f6rerischen Krieg. Die Fu\u00dfspuren des Autoritativen sind immer blutig. Deshalb sollte jede Art von Macht kritisiert, zumindest hinterfragt werden d\u00fcrfen. Dies ist und war schlie\u00dflich die neue Stimme der franz\u00f6sischen Anarcho-Philosophen seit 1989.\u00a0Gleiches gilt m.E. gegenw\u00e4rtig auch f\u00fcr den Schiiten-Sunniten Religionskrieg weltweit, insbesondere f\u00fcr die Stellvertreter-Kriege in Syrien oder dem Iran.<\/p>\n<p>F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten haben dar\u00fcber hinaus immer eine bestimmte Charakterstruktur mit ihren Deformationen und Blessuren. Woraus sich ihr Verhalten erkl\u00e4ren und prognostizieren l\u00e4sst. Auch wenn diese \u00a0meine jetzt vorgetragene Theorie in den 60er Jahren, vor allem auch in den Jahren des politischen Terrorismus danach, von den sogenannten Aktivisten als eine unzul\u00e4ssige \u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">Psychologisierung<\/span> oder auch\u00a0\u00a0<span style=\"text-decoration: underline;\">Psychiatrisierung<\/span>\u00a0(Hitler, Stalin) eines politischen Problems bel\u00e4chelt und abgelehnt worden w\u00e4re. Aber schon Platon hat \u00fcber den Gegensatz von Theorie und Praxis nachgedacht und dennoch nicht \u00a0&#8211; im Gegensatz zu Adorno \u00a0&#8211; resigniert.<\/p>\n<p>Negativ gesehen zerfielen die einzelnen politischen Positionen der Studentenschaft \u00a0von 1968 alsbald in sich heftig bek\u00e4mpfende Gruppen und sektiererische Gr\u00fcppchen, die schlie\u00dflich im Terror der <strong>RAF<\/strong> (Rote-Armee-Fraktion) und der italienischen <strong>Roten Brigaden<\/strong> m\u00fcndeten. \u00a0Diese desavouierten mit ihrem Fanatismus die ganze Studentenbewegung, die teilweise (einschlie\u00dflich mir) doch eher nur naiv und idealistisch von einer neuen besseren und kriegsfreien Welt getr\u00e4umt hatte und deren Hippie-Bl\u00fctentr\u00e4ume von der harten Wirklichkeit \u00fcberholt worden sind. Es ging dar\u00fcber hinaus auch um \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0L o v e vielleicht sogar im Sinne von Wilhelm Reich, und nicht um Attentate, Bomben oder Flugzeugentf\u00fchrungen.<\/p>\n<p>Auf dem Stuttgarter Dornhaldenfriedhof gleich neben dem Waldfriedhof liegen drei dieser &#8230;.. RAF-F\u00fchrer (mir fehlt an dieser Stelle ein passendes Attribut) begraben: Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe. 1977 hatten sich diese in Stuttgart-Stammheim inhaftierten Terroristen zu einem kollektiven Selbstmord entschieden, als ihre Lage ausweglos geworden war. Ensslins Vater, ein evangelischer Pfarrer aus Esslingen, habe ich auf der Debattier-Kanzel in der Stuttgarter Mensa Holzgartenstra\u00dfe noch pers\u00f6nlich erlebt. Nebenbei: Seine Argumentation hatte uns junge Leute damals allesamt \u00fcberzeugt. Sein Enkel, ein Kunstprofessor, wohnt jetzt nur wenige Schritte entfernt von mir in einem Nachbarhaus.<\/p>\n<p>Ein anderes Idol der Studentenbewegung, Che Guevara, Guerilla-K\u00e4mpfer von Fidel Castros Gnaden, ist bereits 1967 im Dschungel von Bolivien erschossen worden.<\/p>\n<h3><strong>V<\/strong><\/h3>\n<p>Und wo stehen wir philosophisch heute, September 2014? &#8211; Es gibt gegenw\u00e4rtig in den Akademien des Denkens drei \u00a0f\u00fchrende philosophische Schulen mit Untergruppierungen. Es gibt immer noch und weiterhin die Analytische Philosophie (A), die naturwissenschaftlich ausgerichtete \u201ePhilosophy of Science\u201c; vielleicht ist sie mittlerweile erweitert und entdogmatisiert\u00a0 worden \u00a0durch <strong>\u00a0Niklas<\/strong> <strong>Luhmanns<\/strong> Systemtheorie (Mein langes Gespr\u00e4ch mit ihm werde ich demn\u00e4chst an dieser Stelle abdrucken).<\/p>\n<p>Dann gibt es die Frankfurter Schule (B) weiterhin \u00a0mit ihrer \u201eKritischen Theorie der Gesellschaft\u201c, die zwar ihre alten Pr\u00e4missen von politischer Wissenschaft, Gesellschaftskritik \u00a0und Mitbestimmung\/Konsens \u00a0noch nicht ganz aufgegeben hat. Sie scheint jedoch im weiten Reich der analytischen Sprachphilosophie und Terminologie, welcher sie sich angeschlossen hat, vielleicht sogar hat anschlie\u00dfen m\u00fcssen, verloren gegangen zu sein. Viele Wissenschaftler verm\u00f6gen manchen Theorien und Erl\u00e4uterungen etwa von J\u00fcrgen Habermas \u00a0selbst im Sprachverstehen nicht mehr zu folgen. Andere Frankfurter Studentenschaftsf\u00fchrer, etwa <strong>Joschka Fischer<\/strong> oder <strong>Daniel Cohn-Bendi<\/strong>t, \u00a0sind weiterhin gesellschaftspolitisch engagiert bis in die b\u00fcrgerlichen Parteien, F\u00fchrungsgremien \u00a0und Parteispitzen hinein.<\/p>\n<p>Eine neue dritte Richtung hat sich mit den franz\u00f6sischen Philosophen in den 80er Jahren gebildet (Schlagwort <strong>Postmoderne<\/strong>). Ausgehend von einem wissenschaftstheoretischen Anarchismus im Sinne des Schweizer Philosophen <strong>Paul Feyerabend<\/strong>, einem Nachfolger von Herbert Marcuse auf dessen Lehrstuhl in Berkeley, sind sie die Vertreter eines \u201eundogmatischen\u201c Denkens geworden, welches Wahrheit nur von Fall zu Fall g\u00fcltig sein l\u00e4sst und deshalb auch keine Probleme damit hat, jeweils die Position A und dann auch wieder die antithetische Position B als richtig und wahr anzuerkennen.\u00a0Dergestalt sind sie auch im Vorfeld der Jubelfeiern zur Franz\u00f6sischen Revolution (1789-1989) zu heftigen Kritikern einer jeglichen Revolution und des links-dogmatischen Denkens geworden. Nicht zuletzt lassen sie sich auch vom \u00a0k\u00fcnstlerisch orientierten Stil und Philosophieren \u00a0Friedrich\u00a0<strong>Nietzsches<\/strong> beeinflussen.<\/p>\n<p>Sie haben mittlerweile einen weltweiten Einfluss in vielen Bereichen und sie werden sogar dank ihrer intellektuellen Brillianz in der Hochburg der Analytischen Philosophie, der Universit\u00e4t Cambridge, als Diskussionspartner akzeptiert. Nur nicht in Deutschland. Dort werden sie von manchen Vertretern &#8211; nicht jedoch von Habermas, Apel oder Luhmann &#8211; im Namen eines der Aufkl\u00e4rung verpflichteten und neo-modernen Denkens immer noch als <em>irrational<\/em>\u00a0diskreditiert (vgl. dazu mein <em>taz<\/em>-Interview mit Jean Francois Lyotard \u00fcber die &#8220;Wahrheit der Vernunft&#8221; im Blog Nr.19).<\/p>\n<p>Die Namen dieser Philosophen brauche ich an dieser Stelle und in diesem meinen Blog wohl nicht mehr zu wiederholen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><em>Danke f\u00fcr&#8217;s Durchlesen!\u00a0<\/em><\/p>\n<p>_________________________________<\/p>\n<p>Es folgt im Blog Nr.89 eine Lekt\u00fcreliste f\u00fcr diejenigen unter Euch, die des Lesens von B\u00fcchern noch kundig sind (Entschuldigung). Es wird von den vorgeschlagenen Texten wohl noch keine E-Reprints geben. Ihr werdet also das schwere Gewicht von B\u00fcchern, den Geruch vergilbter Antiquariatsseiten und das m\u00fchsame Umbl\u00e4ttern von wei\u00df gebleichtem Papier wohl oder \u00fcbel doch auf Euch nehmen m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>*<\/strong> Mit AR tausche ich mich immer wieder \u00fcber den Dschungel unserer Seelen aus. Sofern es das geben kann. Wenn nicht, dann wird etwas anderes mit im Spiel sein. Doch Afrika und der Dschungel und die Seele haben in meinem Leben und Denken immer wieder leitmotivisch eine sehr wichtige Rolle gespielt.<\/p>\n<p><strong>**<\/strong> JS ist mein Zahnarzt. Er schimpft \u00fcber die &#8220;Alt-68er&#8221;, wozu er mich f\u00e4lschlicherweise immer wieder rechnet. Und ich gerate mit ihm jedes Mal in einen Disput, zumal ich ihn vom Gegenteil zu \u00fcberzeugen suche. Nein, als Musikstudent (u.a. Piano, Komposition, Dirigieren) war ich eher ein Hippie, kein Revoluzzer, wie man damals sagte. Viel zu \u00e4ngstlich, viel zu vorsichtig! Die meisten K\u00fcnstler verstecken sich vor Tr\u00e4nengaswolken und Wasserwerfern. Vergeblich. JS l\u00e4sst sich nicht \u00fcberzeugen. &#8211; Dergestalt lenkt er mich jedoch mit seinen ironischen Spr\u00fcchen und lustigen Provokationen durchaus von der Ernsthaftigkeit seines \u00a0eigentlichen Unterfangens ab (\u00e4chz, was f\u00fcr ein Deutsch!), das ganz sch\u00f6n unangenehm und schmerzhaft sein kann (Ihr wisst was ich meine), so dass mir mittlerweile sogar die Besuche beim Zahnarzt Freude machen k\u00f6nnen. Wenn das keine gute und fortschrittliche Entwicklung ist!<\/p>\n<p><strong>Nr. 82 Uber Befreiung I (Psychoschulen)<\/strong><\/p>\n<p><strong>Nr. 98 Uber Befreiung III (Coming Out, Sexualit\u00e4t)<\/strong><\/p>\n<a class=\"synved-social-button synved-social-button-share synved-social-size-48 synved-social-resolution-single synved-social-provider-twitter nolightbox\" data-provider=\"twitter\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" title=\"Share on Twitter\" href=\"https:\/\/twitter.com\/intent\/tweet?url=https%3A%2F%2Fedition-weissenburg.de%2Fblog&#038;text=Ein%20neuer%20Beitrag%20ist%20da%21%20\" style=\"font-size: 0px;width:48px;height:48px;margin:0;margin-bottom:5px;margin-right:5px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"twitter\" title=\"Share on Twitter\" class=\"synved-share-image synved-social-image synved-social-image-share\" width=\"48\" height=\"48\" style=\"display: inline;width:48px;height:48px;margin: 0;padding: 0;border: none;box-shadow: none\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/edition-weissenburg.de\/blog\/wp-content\/plugins\/social-media-feather\/synved-social\/image\/social\/regular\/96x96\/twitter.png?resize=48%2C48&#038;ssl=1\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><a class=\"synved-social-button synved-social-button-share synved-social-size-48 synved-social-resolution-single synved-social-provider-mail nolightbox\" data-provider=\"mail\" rel=\"nofollow\" title=\"Share by email\" href=\"mailto:?subject=88%20%C3%9Cber%20Befreiung%20II&#038;body=Ein%20neuer%20Beitrag%20ist%20da%21%20:%20https%3A%2F%2Fedition-weissenburg.de%2Fblog\" style=\"font-size: 0px;width:48px;height:48px;margin:0;margin-bottom:5px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"mail\" title=\"Share by email\" class=\"synved-share-image synved-social-image synved-social-image-share\" width=\"48\" height=\"48\" style=\"display: inline;width:48px;height:48px;margin: 0;padding: 0;border: none;box-shadow: none\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/edition-weissenburg.de\/blog\/wp-content\/plugins\/social-media-feather\/synved-social\/image\/social\/regular\/96x96\/mail.png?resize=48%2C48&#038;ssl=1\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Studentenbewegung Ich muss mich des folgenden Textes wegen bei manchen von Euch entschuldigen. Er ist etwas lang geworden, umfangreich und vielleicht auch vielschichtig. Schon beim Text Nr.82 &#8220;\u00dcber Befreiung I&#8221;, die psychologische Kehrseite quasi der Medaille, hat sich abgezeichnet, dass es etwas Zeit brauchen w\u00fcrde mit Thema und Schreiben, Lesen und Verstehen. Doch mit dem nachfolgenden Text &#8220;\u00dcber Befreiung&#46;&#46;&#46;<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[468,470,486,476,478],"tags":[1038,1040,1042,1044,1046,1048,1050,1052,1054,1056,1058,1060,1062,1064,1066,1068,1070,1072,1074,1076,612],"class_list":["post-2592","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-geschichte-de","category-philosophie-de","category-politik-de","category-psychologie-de","category-soziologiegender","tag-alexander-neill-de","tag-anti-autoritaere-bewegung-de","tag-benno-ohnesorg-de","tag-berkeley-de","tag-geschichtsphilosophie-de","tag-herbert-marcuse-de","tag-hippies-de","tag-indiani-metropolitani-de","tag-juerden-habermas-de","tag-karl-otto-apel-de","tag-leo-trotzki-de","tag-maos-kulturrevolution-de","tag-neopositivismus-de","tag-niklas-luhmann-de","tag-paris-68-de","tag-paul-feyerabend-de","tag-pflasterstrand-de","tag-philosophy-of-science-de","tag-raf-de","tag-sprachphilosophie-de","tag-terrorismus-de"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p4WFkG-FO","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2592"}],"collection":[{"href":"https:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2592"}],"version-history":[{"count":115,"href":"https:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2592\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":12250,"href":"https:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2592\/revisions\/12250"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2592"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2592"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2592"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}