{"id":5331,"date":"2016-03-30T07:46:11","date_gmt":"2016-03-30T07:46:11","guid":{"rendered":"http:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/?p=5331"},"modified":"2020-05-02T09:05:26","modified_gmt":"2020-05-02T09:05:26","slug":"208-ueber-desorientierung-antwort","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/?p=5331&lang=de","title":{"rendered":"208 \u00dcber Desorientierung (Antwort)"},"content":{"rendered":"<h3>Gegen das Schweigen<\/h3>\n<p>Du fragst mich, was ich unter &#8220;Desorientierung&#8221; in unserer Gesellschaft \u2013 der Zerfall von lange g\u00fcltigen Allgemeinwahrheiten \u2013 verstehe. Ich habe im Blogbeitrag Nr.203 f\u00fcnf zentrale Begriffe daf\u00fcr genannt. Im Folgenden erl\u00e4utere ich Desorientierung am Beispiel von Demokratie, Wissenschaft, Liebe, Religion und Gott etwas genauer.<\/p>\n<p><strong>Demokratie<\/strong>. Die Diskussion \u00fcber die Organisation eines Staates gibt es schon seit Menschengedenken. Insbesondere Platon und Aristoteles haben Theorien dar\u00fcber aufgestellt. Auch das Demokratie-Modell wird als eines von mehreren m\u00f6glichen vorgestellt und sogar nur als eine zwangsl\u00e4ufige <span style=\"text-decoration: underline;\">Zwischenphase<\/span> einer gesellschaftlichen Entwicklung gesehen, die auch von Aristoteles als kreisf\u00f6rmig angenommen wird. Der Herrschaft der Geldm\u00e4chtigen und Wenigen folgt jeweils nach ihrer &#8220;Entartung&#8221; die Volksherrschaft, dieser dann Diktatur und Tyrannei, dieser die Aristokratie, dieser wiederum die Oligarchie und so fort. In den USA herrscht demnach zur Zeit eine Geld-Oligarchie, Russland und andere Ost-Staaten sind nach einem gescheiterten Demokratisierungs-Versuch auf dem Weg zu einer Diktatur; die Steigerung ins noch mehr Negative w\u00e4re die Tyrannei, die es auch immer wieder gibt, selbst gegenw\u00e4rtig.<\/p>\n<p>Das Demokratie-Modell hat fragw\u00fcrdige Seiten, die zur Zeit von interessierten Kreisen stark in den Vordergrund ger\u00fcckt werden, um dieses Organisations-Modell unseres Staates zu desavouieren, schlecht zu machen, infrage zu stellen. Mitbestimmung durch das Volk im Sinne einer direkten Demokratie (etwa wie in der Schweiz) bedeutete bei Platon immer eine Mitbestimmung auch der Nicht-Wissenden, des P\u00f6bels. Scheitern und Ungl\u00fcck sind quasi vorprogrammiert. Gerade also nicht die Herrschaft der Gebildeten, Klugen und Philosophen, die doch auch bei diesem &#8220;Meisterdenker&#8221; infolge von Z\u00fcchtung und rigoroser Auslese \u00a0die Elite in einem Staat ausmachen sollten und denen Platon die Gestaltung wie Zukunft einer Gesellschaft anvertrauen will. Er selbst ist gleichwohl bei seinen Organisierungs-Versuchen diesbez\u00fcglich kl\u00e4glich gescheitert.(1)<\/p>\n<p>Zum gegenw\u00e4rtigen Zeitpunkt hat das demokratische Modell zahlreiche Widerspr\u00fcche in sich, die es \u00a0Gegnern leicht machen, Demokratie \u00a0infrage zu stellen. Auch hat sich mittlerweile, aus den USA kommend, still und heimlich eine Antithese zu diesem Modell einer allgemeinen Mitbestimmung und Teilnahme gebildet: die subtile Steuerung eben dieses P\u00f6bels, dieser Masse, zu denen ich mich ebenfalls rechne, hin zu einer unaggressiven und friedlichen Lebensweise, die sich dem Konsum, der Bet\u00e4ubung, Ablenkung und Ruhigstellung verschrieben hat und sogar das Denken in meinem jetzigen Sinn ganz aufzugeben bereit ist. Nur dass wir uns dessen nicht bewusst sind oder bewusst werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>In der <strong>Wissenschaft,<\/strong> die vorwiegend an den Hochschulen und Universit\u00e4ten gelehrt wird, gibt es einen heftigen Streit \u00fcber &#8220;<span style=\"text-decoration: underline;\">Wissenschaftlichkeit<\/span>&#8220;. Was ist Wissenschaft? Wann ist etwas wissenschaftlich, wann unwissenschaftlich? Wann und warum spricht man von Hokuspokus, von Mystik, von Scharlatanerie?(2)<br \/>\nWas ist wahre Erkenntnis, wozu ist Wissenschaft gut? Ist Wahrheit immer nur eine vor\u00fcbergehende, zeitlich begrenzte &#8220;Theorie&#8221;? Definiert eine &#8220;Theorie der Theorie&#8221; Wissenschaftlichkeit? Ist Wissenschaft interessefrei, gibt es eine wissenschaftliche Neutralit\u00e4t, die sich von den Fragen nach einem guten Leben, wie es ist, sein k\u00f6nnte oder sein sollte, abkoppeln kann?<\/p>\n<p>Wie steht es mit der Verantwortung der Atombomben-Bauer, Gentechniker, Menschenz\u00fcchter, Tier-Kloner? &#8211; Es gibt und gab Manifeste der Atomwissenschaftler, Moratorien im \u201ewissenschaftlichen&#8221; Umgang miteinander, es gibt Warnungen angesehenster Informatiker und Kybernetiker vor sich selbst steuernden Maschinen (darunter selbst Stephen Hawkins, der vom Saulus zum Paulus geworden ist), die auch vor Smartphones und scheinbar harmlosen HeimComputern nicht anhalten.<\/p>\n<p>Ebenso gro\u00df und fast noch einflussreicher sind jedoch die Bef\u00fcrworter und Anh\u00e4nger der neuen Technologien. Ohne sie wird wohl niemand mehr leben wollen. Auch ich st\u00fctze mich <em>here and now<\/em> auf solche Neuentwicklungen. Gerade jetzt und an dieser Stelle.<\/p>\n<p>Auch die <b>Idee der<\/b> <strong>Liebe<\/strong> mit ihren beiden Haupt-Akzidenzien L u s t (k\u00f6rperliche Liebe, Begehren)\u00a0und \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0A g a p e (N\u00e4chstenliebe, unk\u00f6rperliche, geistige Liebe) ist in ihre Bef\u00fcrworteter und Gegner zerfallen. Sogar Mehrfach-Isosthenien haben sich gebildet.<\/p>\n<p>Die Sinnhaftigkeit von <span style=\"text-decoration: underline;\">Lust<\/span> selbst ist zerfallen in Anh\u00e4nger und Gegner. Wozu ist sie gut? Was bringt sie mir au\u00dfer sinnlicher Befriedigung und Spa\u00df?<br \/>\nIn diesem Lager, innerhalb dieser Fraktion gibt es die bedingungslosen Anh\u00e4nger von Vergn\u00fcgen und Lust (<em>Sex and Drugs and Rock&#8217;n&#8217;roll<\/em>), mit ihren Orgien oder \u00a0<i>One Night Stands<\/i>(ONS), letztlich auch eine Reaktion aus psychohygienischen Gr\u00fcnden auf die Jahrhunderte alte Unterdr\u00fcckung und &#8220;Domestizierung&#8221; der Sexualit\u00e4t. W\u00e4hrend die Gegenseite gelegentlich Askese und Verzicht auch im Sinne des Buddhismus oder sogar des r\u00f6misch-katholischen Z\u00f6libats ins Spiel bringt, die nicht zuletzt eine Reaktion der M\u00e4nnerwelt auf die Vorw\u00fcrfe und Unterstellungen eines rigiden Feminismus darstellen. Ein Kollateralschaden, der die Geschlechter noch weiter auseinander treiben und die Gleichgeschlechtlichkeit f\u00f6rdern wird.<\/p>\n<p>Andererseits gibt es auch wieder Anh\u00e4nger der Lust, die im Namen eines machtvollen Egoismus selbst tierisch-animalischer Spielarten die M\u00f6glichkeiten von Lust zu differenzieren suchen oder gegeneinander ausspielen. Die Befreiung der Lust zu sich selbst aus all ihren Fesseln wird als eine gro\u00dfe moderne Errungenschaft der <span style=\"text-decoration: underline;\">Aufkl\u00e4rung<\/span> und des Zeitalters von Voltaire und de Sade dargestellt und gefeiert. Vielleicht eine weitere gro\u00dfe SelbstT\u00e4uschung und Illusion unserer abendl\u00e4ndischen Kultur innerhalb einer zuk\u00fcnftigen Welt-Werte-Gemeinschaft, die anders denken und leben will.<\/p>\n<p>Aber auch im Lager der <span style=\"text-decoration: underline;\">Agape<\/span> mit ihren moralischen Geboten von Friedfertigkeit, Mitmenschlichkeit, N\u00e4chstenliebe, Hilfe und Solidarit\u00e4t haben sich Isosthenien gebildet. Die einen propagieren die bedingungslose Liebe und Pflichterf\u00fcllung bis hin zur Selbstaufopferung. W\u00e4hrend andere dieses Verhalten, das man philosophisch Altruismus nennt, als ein fragw\u00fcrdiges <em>Gutmenschentum<\/em> bel\u00e4cheln, pathologisieren wollen oder sogar verspotten.<\/p>\n<p><strong>Religion<\/strong><\/p>\n<p>Auch die Religion als eine gesellschaftlich \u00fcberaus wichtige Institution (wie Sport, Kunst,\u00a0Erziehung, Bildung, Sexualit\u00e4t, Ern\u00e4hrung etc) scheint sich in einer Krise zu befinden. Nicht jedoch die Sehnsucht nach religi\u00f6sen Antworten und die Suche danach, die m.E. mittlerweile gro\u00df geworden ist &#8211; \u00fcbervolle Eisschr\u00e4nke und dauernd eingeschaltete Bildschirme reichen einfach nicht mehr zu einer SinnStiftung in unserem Leben aus. Gab es bis vor noch nicht so langer Zeit ein nat\u00fcrliches religi\u00f6ses Bed\u00fcrfnis, so nat\u00fcrlich und notwendig wie Essen und Trinken, Lieben und Denken und Sexualit\u00e4t (siehe oben), so dass die wechselseitige Abh\u00e4ngigkeit von Mensch und G\u00f6ttern nicht infrage gestellt werden konnte, so hat sich jetzt im Zusammenhang mit der Implosion des Gottesglaubens eine Distanz und L\u00fccke gebildet, die eine Leere hinterl\u00e4sst, welche sogar mancherorts mit psychohygienischen Mitteln therapiert werden muss. W\u00e4hrend man sich fr\u00fcher bem\u00fchte, fast wie in der Antike mit den G\u00f6ttern in einem \u201efreundschaftlichen Verh\u00e4ltnis\u201c zu leben, ihnen zu \u201eopfern\u201c, sie zu verehren, ihren Gottesdiensten bei zu wohnen und zu beten, so gibt es seit dem 19. Jahrhundert immer mehr die Tendenz, auch solche n\u00fctzliche Zweck-Beziehungen, wie ich sie nennen will, infrage zu stellen.<\/p>\n<p>An anderer Stelle habe ich schon die religi\u00f6sen Rituale ebenso verteidigt und als sinnvoll vorgestellt f\u00fcr die menschliche Seele wie die Institutionen es f\u00fcr die Gesellschaft darstellen. Dennoch scheint das \u00f6ffentlich ge\u00e4u\u00dferte und gezeigte Bed\u00fcrfnis nach Religion auszusterben. Zumindest im westlich-abendl\u00e4ndischen Kulturkreis. Der Grund f\u00fcr diese S\u00e4kularisierung ist eine weltanschauliche L\u00fccke, die das naturwissenschaftliche Denken hinterl\u00e4sst, ja hinterlassen muss, wenn es sich als eine von Experimenten, Theorien und Rechnungen begleitete Wahrheit begreift, die nur wenig Ersatz f\u00fcr ein spirituelles Bed\u00fcrfnis anbieten kann, das sich eher im Bereich von Sprache, Gef\u00fchl und Geist bewegt. Zahlen sind gef\u00fchllos. Was k\u00f6nnte n\u00fcchterner sein als die Zahlen 0 und 1? (3)<\/p>\n<p>Statt in die Tempel und Gottesdienste gehen viele Menschen heute lieber in FitnessStudios und Popkonzerte. Statt sich von Priestern &#8220;belehren&#8221; zu lassen, sucht man lieber in den oft zweifelhaften Wissens- und ErkenntnisQuellen des Internets nach Antworten und Lehren. Die Fragen sind jedoch geblieben, sie sind immer die gleichen und es sind die alt-ehrw\u00fcrdigen, vor denen der menschliche Geist immer noch eine dem\u00fctige Hochachtung in seinen B\u00fcchern der Weisheit und Liebe aufbewahrt. Nur die Antworten sind unglaublich vielf\u00e4ltig geworden, so dass man den \u00dcberblick samt Geltungsanspruch ganz verliert. Womit wir wieder bei der Frage nach der Wahrheit einer Erkenntnis, eines Wissens, einer Deutung und Interpretation sind.<\/p>\n<p>Ich denke nicht, dass das religi\u00f6se Bed\u00fcrfnis aussterben wird. Es ist dem Menschen inh\u00e4rent, quasi angeboren wir die antike Liebe zur K\u00f6rperert\u00fcchtigung (\u201eSport&#8221;), zur k\u00fcnstlerischen Bet\u00e4tigung und zum Denken; auch zum kreativen Machen und Herstellen. Aber dieses Bed\u00fcrfnis, das Irrationale in den eigenen Rationalit\u00e4tsanspruch einzuf\u00fcgen, es zu integrieren, zu implementieren, wie man heute manchmal formuliert, kann sich an zahlreiche (Ersatz-) Religionen wenden, die eifrig gepflegt und gen\u00e4hrt werden und Gleichwertigkeiten bilden, ohne dass wir uns in der Wahrheitsfrage entscheiden k\u00f6nnten oder zu entscheiden w\u00fcssten. Selbst <strong>Cusanus<\/strong> hat eine \u00dcbereinstimmung oder zumindest Konvergenz zwischen Bibel, Koran und Thora schon im 15.Jahrhundert feststellen wollen. Denn ist der Gott dieser drei Religionsgemeinschaften nicht der gleiche?<br \/>\nLangfristig denke ich, dass nur noch die drei eben genannten &#8220;Religionen des Buches&#8221; und der Buddhismus sich einen internationalen Wettstreit innerhalb der Weltkultur liefern werden, der schlie\u00dflich auf eine <span style=\"text-decoration: underline;\">Komplementarit\u00e4t<\/span> hinaus laufen wird. Christliche Ethik und buddhistische Meditation, asiatisches GeschehenLassen und \u00f6kologisch-kreative Aktivit\u00e4t sowie ErkenntnisInteresse schlie\u00dfen sich nicht aus, sondern erg\u00e4nzen sich meines Erachtens.<\/p>\n<p>\u00dcber <strong>Gott<\/strong> zu sprechen bedeutet schlie\u00dflich an dieser Stelle und in diesem Blog fast schon <em>Eulen nach Athen<\/em> tragen. Auch der GottesBegriff ist gegenw\u00e4rtig heillos zersplittert, zerfallen in vielf\u00e4ltige Gottesbilder, unterschiedlichste Definitionen und Interpretationen, die sich teilweise sogar radikal dogmatisch bek\u00e4mpfen, widersprechen, infrage stellen. Dass das Bild, das man innerhalb der Weltkultur von Gott hat, immer nur eine subjektive und sehr einseitige, auch Zeit-und Kultur-relative Interpretation darstellt, habe ich schon \u00f6fter an dieser Stelle betont. Ich brauche mich nicht zu wiederholen, wenn ich glaube, dass ein Gottesbild m.E. dennoch trotz dieser gegenw\u00e4rtigen Vielfalt immer existieren wird, selbst unter Atheisten in seiner Negation. Und wie sagt Thomas von Aquin angesichts \u00a0dieser Vielfalt von Gottesbildern? &#8211; &#8220;<em>An jenem Tage wird er Einer sein, und auch sein Name wird &#8216;Einer&#8217; sein<\/em>&#8220;.<\/p>\n<p><strong>Was bleibt?<\/strong><br \/>\nEben dieser unser jetziger Zustand der pluriversen Vielf\u00e4ltigkeit, der auch eine Desorientierung hervorrufen kann samt ihrer \u201egr\u00e4ulichen Verw\u00fcstungen im Kopf\u201c (Lukian), gab es immer wieder in Umbruchszeiten; so in der Zeit Platons mit den \u00fcberaus enflussreichen weltanschaulichen und sinnstiftenden philosophischen Schulen, auch im Rom der fr\u00fchen nicht-christlichen Kaiser. Weniger im Mittelalter, wo die Wahrheit auf eine einzige dogmatisiert worden ist, machtvoll dogmatisiert werden konnte; wo vorgeschrieben worden ist, wie und was als wahr, unwahr oder geglaubt werden musste. Bis schlie\u00dflich dann doch wieder diese relativ einheitliche Wahrheit zerfallen ist in die Fraktionen von Kirche\/Papst gegen die weltlichen M\u00e4chte, allen voran Kaiser und \u00a0nationalstaatliche K\u00f6nige.<\/p>\n<p>Noch einmal: <span style=\"text-decoration: underline;\">Was bleibt?<\/span> &#8211; Ich denke wie damals und immer schon: das Sprechen bleibt, die Auseinandersetzung, die Diskussion. Dieses mein Sprechen und Denken und Schreiben auch jetzt \u00fcber das Sprechen und Denken und Schreiben und die ewige Frage daran anschlie\u00dfend nach einem <span style=\"text-decoration: underline;\">guten und\u00a0<em>lebenswerten Leben<\/em><\/span>. Dies ist schlie\u00dflich auch meine\u00a0<strong>Letztbegr\u00fcndung<\/strong>, die nicht mehr relativiert werden kann, es sei denn durch einen dogmatisch vorgeschriebenen oder freiwilligen Verzicht auf das Sprechen: das <strong>Schweigen<\/strong>.<\/p>\n<hr \/>\n<p>1 Nach einem heftigen Zerw\u00fcrfnis mit Dionysios, dem Tyrannen von Syrakus, sollte Platon sogar auf dem Sklavenmarkt verkauft werden und er konnte nur durch das beherzte Eingreifen eines Landsmannes vor der Sklaverei bewahrt werden.<\/p>\n<p>2 Dem Denken des franz\u00f6sischen Philosophen <span style=\"text-decoration: underline;\">Jacques Derrida<\/span> wurde von Hardlinern der reinen Lehre bereits <em>Obskurantismus<\/em> vorgeworfen (vgl. im Blog die Nr. 17)<\/p>\n<p>3 Auch hier bildet sich wieder eine Isosthenie. F\u00fcr Cusanus war die Eins neben dem Unendlichen eine \u00fcberaus wichtige, ja heilige Zahl. Denn aus der Eins (die Totalit\u00e4t, der Zusammenfall, die Komplementarit\u00e4t der Gegens\u00e4tze) entwickelt sich alles bis hin zum positiven wie negativen Unendlichen.<\/p>\n<a class=\"synved-social-button synved-social-button-share synved-social-size-48 synved-social-resolution-single synved-social-provider-twitter nolightbox\" data-provider=\"twitter\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" title=\"Share on Twitter\" href=\"https:\/\/twitter.com\/intent\/tweet?url=https%3A%2F%2Fedition-weissenburg.de%2Fblog&#038;text=Ein%20neuer%20Beitrag%20ist%20da%21%20\" style=\"font-size: 0px;width:48px;height:48px;margin:0;margin-bottom:5px;margin-right:5px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"twitter\" title=\"Share on Twitter\" class=\"synved-share-image synved-social-image synved-social-image-share\" width=\"48\" height=\"48\" style=\"display: inline;width:48px;height:48px;margin: 0;padding: 0;border: none;box-shadow: none\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/edition-weissenburg.de\/blog\/wp-content\/plugins\/social-media-feather\/synved-social\/image\/social\/regular\/96x96\/twitter.png?resize=48%2C48&#038;ssl=1\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><a class=\"synved-social-button synved-social-button-share synved-social-size-48 synved-social-resolution-single synved-social-provider-mail nolightbox\" data-provider=\"mail\" rel=\"nofollow\" title=\"Share by email\" href=\"mailto:?subject=208%20%C3%9Cber%20Desorientierung%20%28Antwort%29&#038;body=Ein%20neuer%20Beitrag%20ist%20da%21%20:%20https%3A%2F%2Fedition-weissenburg.de%2Fblog\" style=\"font-size: 0px;width:48px;height:48px;margin:0;margin-bottom:5px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"mail\" title=\"Share by email\" class=\"synved-share-image synved-social-image synved-social-image-share\" width=\"48\" height=\"48\" style=\"display: inline;width:48px;height:48px;margin: 0;padding: 0;border: none;box-shadow: none\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/edition-weissenburg.de\/blog\/wp-content\/plugins\/social-media-feather\/synved-social\/image\/social\/regular\/96x96\/mail.png?resize=48%2C48&#038;ssl=1\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gegen das Schweigen Du fragst mich, was ich unter &#8220;Desorientierung&#8221; in unserer Gesellschaft \u2013 der Zerfall von lange g\u00fcltigen Allgemeinwahrheiten \u2013 verstehe. 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