{"id":5386,"date":"2016-04-05T07:44:07","date_gmt":"2016-04-05T07:44:07","guid":{"rendered":"http:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/?p=5386"},"modified":"2019-02-11T06:31:45","modified_gmt":"2019-02-11T06:31:45","slug":"209-ueber-abstraktion-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/?p=5386&lang=de","title":{"rendered":"209 \u00dcber Abstraktion"},"content":{"rendered":"<p>Inflationsm\u00e4\u00dfig laufen gegenw\u00e4rtig viele junge M\u00e4nner wie Dschihadisten mit ihren mehr oder weniger gut gepflegten RauscheB\u00e4rten durch die Stra\u00dfen, Body-gebildet und Muskel- bleckend, wie wenn sie zu einem neuen GermanenFeldzug der R\u00f6mer aufbrechen m\u00fcssten. Ob sie auch Zweitfrauen oder Nebenbeziehungen gut finden w\u00fcrden, ist noch nicht auszumachen. Es fehlen halt eben verschleierte junge Sch\u00f6nheiten, die vielleicht sogar mit Burka, warum nicht zur Abwechslung einmal in wei\u00df oder rot?, eine neue Modewelle ins rein deutsch geschw\u00e4ngerte AfD-Leben rufen k\u00f6nnten. &#8211;<\/p>\n<p>F\u00fcr sprachanalytische Philosophen und Puristen der reinen Lehre ist vor allem der erste Satz oben, mein Prooemium gleichsam, vollkommen unhaltbar; in deren Terminologie: sinnlos. Abgesehen auch von Spott und Ironie, welche diese Satzkonstruktion sublim durchzieht und womit \u00dcbersetzungs- oder gar Interpretations-Maschinen (was sind IM?) immer noch ihre gr\u00f6\u00dften Probleme h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Schon der erste Begriff im Satz, der aus der \u00d6konomie stammt, passt nicht zu einer Menschen-Bewegung. Im Gegenteil, er ist vollkommen falsch eingesetzt. Menschen k\u00f6nnen keine Inflation sein. Sie k\u00f6nnen sie hervor rufen, bewirken, aber sie k\u00f6nnen sie nicht sein. Bilder allgemein (Menscheninflation, Rauschebart, Dschihadist, Modewelle) sind f\u00fcr die Darstellung \u201cnackter Tatsachen\u201d (wieder eine falsche weil metaphorische Bezeichnung) fehl am Platz. Hier vermischt sich n\u00e4mlich eine \u00e4sthetische Sprache, die Sprache der Kunst und Emotion, mit einer Normsprache, die Tatsachen &#8220;k\u00fchl&#8221; feststellen, beschreiben und auch als wahrheitsgem\u00e4\u00df darstellen will.<br \/>\nDer historische Bezug zu den R\u00f6mern emotionalisiert au\u00dferdem die Aussage, er verspottet quasi diese jungen M\u00e4nner, die sich aus modischen Gr\u00fcnden die B\u00e4rte mittlerweile wieder wachsen lassen (ich hatte tats\u00e4chlich zeitweise auch im fr\u00fchen Mannesalter einen Vollbart).<\/p>\n<p>Wir haben es hier also nicht mit einer n\u00fcchtern-neutralen TatsachenBeschreibung, sondern mit einer sehr missgl\u00fcckten, weil missverst\u00e4ndlichen Formulierung zu tun, die aus der Sicht der Sprachanalytiker des Szientismus und der analytischen Philosophie vollkommen ungeeignet, weil einer Digitalisierung (noch) nicht zug\u00e4nglich ist.<\/p>\n<p>Doch f\u00fcr mich ist der Sinn dieser Aussage, die tats\u00e4chlich eine Menge Spott und Ironie und Metaphorik enth\u00e4lt, ein ganz anderer. Die drei S\u00e4tze wollen nicht nur Tatsachen beschreiben, was in der jungen Generation heutzutage wieder angesagt ist, sondern ich will mit dieser zugegeben etwas provokativen Einleitung vor allen Dingen die Frage aufwerfen, <b>warum<\/b> dieser Rauschebart wieder <strong>Mode<\/strong> geworden ist. D.h. nicht die Feststellung und ausf\u00fchrlich(st)e Beschreibung der Black Box \u201cRauschebart\u201d, einer \u00e4u\u00dferen und augenscheinlichen Tatsache, die mir weniger wichtig ist, sondern dem Grund f\u00fcr die Entstehung dieses Ph\u00e4nomens, dieser Tatsache, ihrer <b>Genese<\/b> m\u00f6chte ich nachforschen. Das Ph\u00e4nomen von Steuerung und Manipulation ist mir heute und an dieser Stelle auch nicht besonders wichtig (dass eine Mode von wem und wie in die Welt gesetzt worden ist); ich habe es bereits oft genug im Rahmen der Technokratie-Thematik angesprochen (siehe dazu auch den Blog-Text Nr.203).<\/p>\n<p>Es geht mir an dieser Stelle n\u00e4mlich mehr um das sprachlich-philosophische Ph\u00e4nomen der <strong>Abstraktion<\/strong>. Werden Abstraktionen(&#8220;Mode&#8221; als Begriff} gefunden oder erfunden? Kann man sie beweisen, messen, einer Digitalisierung unterwerfen? Wozu sind sie gut, n\u00fctzlich? Der erste Schritt meiner Beschreibung im Sinne des Behaviorismus war die Feststellung, dass manche jungen M\u00e4nner wieder mit Rauschebart zu sehen sind. Der n\u00e4chste Schritt war die Feststellung, dass eine neue Mode also wieder zu beobachten, zu bestaunen, zu bewundern es gibt.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Schritt w\u00e4re bereits eine weitere Abstraktion: Was sind, warum gibt es solche Moden? &#8211; Das Woher und Wohin und nicht nur auf die b\u00e4rtigen jungen M\u00e4nner bezogen, sondern allgemein gesehen. Dazu m\u00fcssen wir jedoch wieder zur\u00fcckblicken in die Entwicklung anderer Moden, in ihre\u00a0<strong>Geschichte<\/strong>. Zum Beispiel in meine eigene Lebensgeschichte. Gab es das bereits \u00f6fter? Wie war das mit den langen Haaren und meinem Rauschbart damals? Welche Moden habe ich bereits kennengelernt, war ich vielleicht sogar ihr \u201eOpfer\u201c, wie man neudeutsch heute zu sagen pflegt, ein hilfloses Objekt (Ding) von Steuerungsmechanismen?<\/p>\n<p>Ich suche also, um eine Abstraktion nicht nur zu <span style=\"text-decoration: underline;\">erkl\u00e4ren<\/span>, sondern auch zu <span style=\"text-decoration: underline;\">verstehen<\/span>, Beispiele oder Belege aus der Geschichte. In diesem Fall, nat\u00fcrlich besonders praktisch, aus meiner eigenen Geschichte. Und es geht um <b>Filme<\/b>. Ob sie eine Mode in die Welt gesetzt haben wie und warum, oder ob sie nur ein Abbild auf dem H\u00f6hepunkt einer Welle waren, will ich an dieser Stelle jedoch weniger untersuchen.<br \/>\nBegeben wir uns also wieder in das weite Feld von Kunst und Geisteswissenschaften und testen wir, ob mit dieser Vorgehensweise eine befriedigende Antwort auf unser Problem, wie wahr und n\u00fctzlich sind Allgemeinbegriffe (Abstraktionen), zu finden ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gehen wir zur\u00fcck in die 50er Jahre, in meine Kindheit. Es hat sich zwar damals keine Mode, sondern eher nur eine Welle, unterschwellig eine Bewegung auch als Anti-These \u00a0gebildet; sie h\u00e4lt jedoch \u00a0bis heute an und besch\u00e4ftigt sich mit der sogenannten \u201e<span style=\"text-decoration: underline;\">Befreiung der Sexualit\u00e4t<\/span>\u201c. Ein Film des schwedischen Regisseurs\u00a0<strong>Ingmar Bergmann<\/strong> machte Furore, \u201e<em>Das Schweigen<\/em>\u201c. Nur unter vorgehaltener Hand wurde im Umkreis meiner Familie kolportiert, dass in diesem wohlweislich nur im Kino zu sehenden Film sogar eine <em>nackte Frau im Bad\u00a0<\/em>zu sehen w\u00e4re. Das war neu, unverfroren, provokativ. Was f\u00fcr eine Sensation, was f\u00fcr eine Schweinerei!<\/p>\n<p>Dann gab es zu dieser Zeit den Filmemacher und Volksaufkl\u00e4rer <strong>Oswald Kolle,<\/strong> welcher der Bev\u00f6lkerung h\u00f6chst erfolgreich nahe brachte, wo&#8217;s lang geht mit dem Sex und den Fortpflanzungsorganen.\u00a0Widerst\u00e4nde pro und contra SexualAufkl\u00e4rung wurden gebrochen, Prozesse verloren und gewonnen. Aber schlie\u00dflich setzte sich doch die von <strong>Sigmund Freud<\/strong> aufgestellte These durch, nur der genitale Charakter sei ein gesunder Charakter. Mit der Steigerung schlie\u00dflich Ende der 40er Jahre durch seinen in den USA lebenden Sch\u00fcler und Intim-Feind <strong>Wilhelm Reich<\/strong>, nur ein gesunder Orgasmus f\u00fchre zu gesunden Menschen und verhindere Aggressions-Stau und blindw\u00fctige Kriege. Diese erste Welle von intensiver SexualAufkl\u00e4rung hat sehr ausgepr\u00e4gt zu einer neuen Einsch\u00e4tzung von <span style=\"text-decoration: underline;\">Lust<\/span>\u00a0und Spa\u00df gef\u00fchrt und weite Kreise der westlichen Bev\u00f6lkerung infiziert bzw. in die Verwirrung getrieben.<\/p>\n<p>Ich erinnere mich in meiner Lebensgeschichte an zwei weitere Wellen, die diesmal, weil nicht mehr unterschwellig, sondern \u00f6ffentlich, einen deutlich modischen Charakter besa\u00dfen. Die zweite Welle, die mir in Erinnerung geblieben ist, hing mit dem Film \u201e<em>Saturday Night Fever<\/em>\u201c zusammen. Er markierte den Beginn der DiscoKultur. Ab sofort bildeten sich \u00fcberall Tanz-Schuppen, Diskotheken, die ebenfalls eine neue Welle, eine neue Kultur, eine neue Begegnungsform der Geschlechter begr\u00fcnden konnten. Tanzte man fr\u00fcher standardm\u00e4\u00dfig noch unterm Maibaum oder zu anderen Festen, um Beziehungen zu kn\u00fcpfen, so gelang dies fast tagt\u00e4glich jetzt, wie es das Arbeitsleben gerade zulie\u00df, in den Diskotheken; in manchen Zeiten mehr, dann wieder weniger je nach Lautst\u00e4rke der Verstrker-Boxen.<\/p>\n<p>Ein weiterer Film nur kurz danach hat sich mir in Erinnerung gehalten. Es war die Zeit des amerikanischen Vietnam-Krieges. Die jungen M\u00e4nner, die infolge der Hippie-Bewegung verweichlicht, langhaarig-androgyn und scheinbar nur noch Reichianer waren(1), mussten wieder zu richtigen M\u00e4nnern umfunktioniert werden. Der Film hie\u00df \u201e<em>Rambo<\/em>\u201c mit durchtrainierten M\u00e4nnern und Kraftprotzen wie weiland im alten Rom der Germanen-Kriege (ich \u00fcbertreibe). Im Anschluss an diesen Film bildeten sich zahlreiche Muckibuden, Fitnessstudios und Kraft-Center. Sogar schlie\u00dflich auch f\u00fcr Frauen.<\/p>\n<p>Selbst die medizinische und pseudo-pharmazeutische Wissenschaft st\u00fcrzte sich finanziell sehr erfolgreich nun auf die Muskelbildung vor allem junger M\u00e4nner. Behavioristen prognostizierten mit \u00fcberzeugenden Argumenten und Statistiken eine Steigerung der Homosexualit\u00e4t und die ganze westliche Welt war pl\u00f6tzlich infiziert von einem noch nie da gewesenen Beauty &amp; Fitness-Wahn. Ich sage \u201eWahn\u201c, denn mit einer solchen \u00dcbersteigerung haben es sogar die alten R\u00f6mer nicht getrieben. Zwar hat man auch damals als Erwachsener jeden Tag Sport getrieben (nachmittags im ThermalBad). F\u00fcr die langen Fu\u00dfm\u00e4rsche und blutigen Schlachten Mann gegen Mann musste der K\u00f6rper trainiert werden mit allen Auswirkungen selbst auf die \u00c4sthetik und Bildhauerei. Aber doch immer mit der Warnung: <em>mens sana in corpore sano<\/em> \u2013 ein gesunder Geist in einem gesunden K\u00f6rper. Also der Geist war doch immer noch wichtiger als die Muskeln, die mittlerweile sogar gr\u00f6\u00dfer und m\u00e4chtiger sein d\u00fcrfen als die Hirnmasse(seufz).<\/p>\n<p>Bis in die Gegenwart sind diese drei Moden immer noch anzutreffen. Zwar mit leichten Ver\u00e4nderungen, die eher in Richtung Steigerung und Ma\u00dflosigkeit tendieren als in Richtung Selbstbeschr\u00e4nkung und Reflexion. Aber wie soll es begrenzt, in Frage gestellt werden, wenn das geschichtliche Denken, Hinterfragen und Vergleichen ganz verschwunden ist und man nur noch an den \u201ewertneutralen\u201c Oberfl\u00e4chen des Lebens und Denkens und Geldverdienens h\u00e4ngen bleiben will, h\u00e4ngen bleiben muss.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>So viel also zum geschichtlichen Verstehen von Allgemeinbegriffen und ob ihnen eine Wahrheit in der Wirklichkeit entspricht, die bewiesen werden kann. \u201cErkl\u00e4rt werden kann\u201d, muss man wohl sagen. Denn man verlangt mittlerweile empirische Daten und Experimente sogar in der Soziologie, die doch eine Mischung aus Natur-und Geisteswissenschaft ist. Keine Geschichten ohne statistische Absicherung. Mein Vorgehen war deshalb nur eine Meinungs\u00e4u\u00dferung, hei\u00dft es \u2013 nichts mehr und nichts weniger. Meine Erkl\u00e4rung des abstrakten Begriffs \u201cMode\u201d war keine Wahrheit, sondern wieder nur eine \u201c\u201dErz\u00e4hlung\u201d mit dem heuristischen Angebot zur Interpretation.<\/p>\n<p>Einverstanden! \u2013 Wenn auf diesem Weg der Fitnesswahn, das \u00fcbersteigerte Lustbed\u00fcrfnis einer Pan-Sexualisierung oder andere Fragw\u00fcrdigkeiten eingegrenzt, relativiert, hinterfragt werden k\u00f6nnen \u2013 warum nicht? Um so besser.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eingrenzen, relativieren, hinterfragen &#8211; wir sind also wieder am Beginn unserer wissenschaftstheoretischen Untersuchung angekommen: Bei der wertneutralen Beschreibung der Oberfl\u00e4che einer <strong>Black Box<\/strong>, die uns ihre Geheimnisse nicht preisgeben wird, es denn nur auf dem Weg n\u00fcchterner Messungen, Statistiken oder Experimente. Nach den Vorschriften und Vorstellungen von Wissenschaftlichkeit des Behaviorismus und in seinem Gefolge auch in der analytischen Philosophie (man nennt sie gelegentlich auch\u00a0<b>Szientismus<\/b>, \u00fcbertriebene WissenschaftsGl\u00e4ubigkeit im Sinne der empirischen Wissenschaften) war mein Vorgehen keine n\u00fcchterne Beschreibung der Black Box, in unserem Fall die der jungen b\u00e4rtigen M\u00e4nner. Es waren vielleicht sogar nur Fehldeutungen, Mutma\u00dfungen, \u00a0\u201cBegriffsdichtungen\u201d, &#8220;eleganter Unsinn&#8221;, wie hart gesottene Verfechter der reinen Lehren des Szientismus nicht zuletzt sagen w\u00fcrden. Zumal auch <strong>Sigmund Freud<\/strong> ins Spiel kam, der immer noch und weiterhin \u00e4u\u00dferst misstrauisch von Seiten dieser Wissenschaft be\u00e4ugt wird. Denn ist nicht gerade Freud ein GeschichtenErz\u00e4hler? Und indem ich letztlich auch die\u00a0Begriffe von Mode und Fremdsteuerung <span style=\"text-decoration: underline;\">wertend<\/span> ins Spiel gebracht habe, habe ich auch den Boden der experimentell oder statistisch \u00fcberpr\u00fcfbaren und &#8220;<span style=\"text-decoration: underline;\">wertneutralen<\/span>&#8221; Tatsachen g\u00e4nzlich verlassen.<\/p>\n<p>Doch ich habe es gewagt, in die Black Box hinein zu schauen, d.h. die Warum-Frage zu stellen: <strong>Warum<\/strong> die jungen M\u00e4nner heute alle solche B\u00e4rte tragen (m\u00fcssen). Ich habe die Frage nicht weiter behandelt, sondern mich mehr damit besch\u00e4ftigt, wie Abstraktionen gefunden und historisch begr\u00fcndet werden k\u00f6nnen. Das hat uns zu einem abstrakten Begriff\u00a0gef\u00fchrt, streng genommen ein unwissenschaftliches Vorgehen geisteswissenschaftlicher Art.<\/p>\n<p>Ausgeklammert habe ich dabei die Frage, <span style=\"text-decoration: underline;\">wie und mit welchen Mitteln<\/span> schafft es die Mode, die Menschen so zu steuern und warum lassen sie sich steuern? H\u00e4ngt es mit Nicht-Wissen, mit Verf\u00fchrung, mit Gruppendynamik und Herdentrieb zusammen? Selbst diese abstrakte Frage nach einer Steuerung durch die Mode (wobei der Begriff <strong>Steuerung<\/strong> eine weitere Stufe der Abstraktion darstellt), wird wieder von manchen Menschen als irrelevant, sinnlos und unsinnig abgetan.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich denke dennoch, dass Abstraktionen einen gro\u00dfen Sinn, eine wichtige Funktion besitzen: n\u00e4mlich gerade die der <strong>Steuerung. (!)<\/strong>\u00a0Dass eben mit Abstraktionen gesteuert werden kann. Keine Politik kann ohne Abstraktionen funktionieren.\u00a0Und ist nicht die Abstraktion selber, dieser Begriff, auch eine Abstraktion? Im Reich der Abstraktionen im Plural, denen wir immer wieder begegnen, ist der allgemeine Oberbegriff daf\u00fcr doch die Abstraktion im Singular. Dieser Begriff in seiner Einzahl w\u00e4re also nach Platon eine <strong>Idee<\/strong>, die \u00fcberzeitlich existiert und nicht vergeht. Denn sie ist rein geistig: Abstraktionen im Plural wie Modewellen, Steuerungsmethoden oder Lebensformen lassen sich alle irgendwie letztlich vielleicht doch messen. B\u00f6se Stimmen behaupten sogar: wenn die Messinstrumente nur entsprechend gebaut und an das gew\u00fcnschte Ergebnis ausgerichtet oder konstruktiv angepasst sind. Die Idee der Abstraktion kann aber nicht gemessen werden. Ich denke, sie ist unserem Gehirn (Geist) als wesentliches Struktur- und Strukturierungselement von der Evolution mit gegeben und wir brauchen sie, um unser Leben und unsere Existenz \u00fcberlebensf\u00e4hig zu halten.<\/p>\n<p>Auch das, was ich jetzt gemacht, gedacht, geschrieben habe, war eine Form allgemeinster Abstraktion, mit Beispielen erg\u00e4nzt, um mich im Daten-und Informations-Dschungel von Vielfalt, Relativit\u00e4t, Mehrdeutigkeit und subjektiver Interpretation zurecht zu finden. Das Nachdenken \u00fcber Abstraktion ist rein geistig und ohne Mess-Apparate oder 0-1-Programmierungen m\u00f6glich. Ob es <strong>sinnvoll<\/strong> oder n\u00fctzlich sein kann, m\u00fcssen die Leser und Leserinnen dieser Zeilen gleichwohl selbst beantworten.\u00a0Wenn dieses Nachdenken als sinnlos eingesch\u00e4tzt wird \u2013 einverstanden! \u00a0Ich akzeptiere diese Meinung und Haltung, wenn sie euch weiter f\u00fchrt in eurem Leben, wie es gef\u00fchrt sein will (2), gef\u00fchrt sein kann oder sein soll.\u00a0Viel Gl\u00fcck dabei! \u2013 Alles andere w\u00e4re m.E. eine Selbst-T\u00e4uschung meinerseits, eine Illusion.<\/p>\n<hr \/>\n<p>1 Ein Slogan aus der promiskuitiven Zeit der 68er lautete: <em>Wer einmal mit der Gleichen pennt, geh\u00f6rt schon zum Establishment.\u00a0<\/em>Jetzt sind manche der jungen M\u00e4nner auch wieder kurzhaarig oder sogar ganz glatzk\u00f6pfig wie Caesar und seinesgleichen.<\/p>\n<p>2 <em>gef\u00fchrt<\/em>?- Wer oder was <em>f\u00fchrt<\/em> uns?<\/p>\n<p><strong>B\u00fccher von Reinhold Urmetzer in Nr.282<\/strong><\/p>\n<a class=\"synved-social-button synved-social-button-share synved-social-size-48 synved-social-resolution-single synved-social-provider-twitter nolightbox\" data-provider=\"twitter\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" title=\"Share on Twitter\" href=\"https:\/\/twitter.com\/intent\/tweet?url=https%3A%2F%2Fedition-weissenburg.de%2Fblog&#038;text=Ein%20neuer%20Beitrag%20ist%20da%21%20\" style=\"font-size: 0px;width:48px;height:48px;margin:0;margin-bottom:5px;margin-right:5px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"twitter\" title=\"Share on Twitter\" class=\"synved-share-image synved-social-image synved-social-image-share\" width=\"48\" height=\"48\" style=\"display: inline;width:48px;height:48px;margin: 0;padding: 0;border: none;box-shadow: none\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/edition-weissenburg.de\/blog\/wp-content\/plugins\/social-media-feather\/synved-social\/image\/social\/regular\/96x96\/twitter.png?resize=48%2C48&#038;ssl=1\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><a class=\"synved-social-button synved-social-button-share synved-social-size-48 synved-social-resolution-single synved-social-provider-mail nolightbox\" data-provider=\"mail\" rel=\"nofollow\" title=\"Share by email\" href=\"mailto:?subject=209%20%C3%9Cber%20Abstraktion&#038;body=Ein%20neuer%20Beitrag%20ist%20da%21%20:%20https%3A%2F%2Fedition-weissenburg.de%2Fblog\" style=\"font-size: 0px;width:48px;height:48px;margin:0;margin-bottom:5px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"mail\" title=\"Share by email\" class=\"synved-share-image synved-social-image synved-social-image-share\" width=\"48\" height=\"48\" style=\"display: inline;width:48px;height:48px;margin: 0;padding: 0;border: none;box-shadow: none\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/edition-weissenburg.de\/blog\/wp-content\/plugins\/social-media-feather\/synved-social\/image\/social\/regular\/96x96\/mail.png?resize=48%2C48&#038;ssl=1\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inflationsm\u00e4\u00dfig laufen gegenw\u00e4rtig viele junge M\u00e4nner wie Dschihadisten mit ihren mehr oder weniger gut gepflegten RauscheB\u00e4rten durch die Stra\u00dfen, Body-gebildet und Muskel- bleckend, wie wenn sie zu einem neuen GermanenFeldzug der R\u00f6mer aufbrechen m\u00fcssten. 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