{"id":5660,"date":"2016-04-23T05:36:51","date_gmt":"2016-04-23T05:36:51","guid":{"rendered":"http:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/?p=5660"},"modified":"2016-04-23T06:41:53","modified_gmt":"2016-04-23T06:41:53","slug":"213-antwort-auf-nr-207-und-212","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/?p=5660&lang=de","title":{"rendered":"213 Antwort (auf Nr. 207 und 212)"},"content":{"rendered":"<p style=\"padding-left: 30px; text-align: left;\">Das Cusanus-Gebet im Blog Nr.207 wird immer wieder einzeln angeklickt. Als wollte man einen Kommentar von mir erzwingen, weil man mittlerweile wei\u00df, dass ich eine solche Reaktion gelegentlich zum Anlass nehme, mich wieder zu einem solchen Text zu \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p>Das Gebet ist tats\u00e4chlich nur von mir geschrieben und sonst niemandem. Kein Gedanke ist von Cusanus oder von ihm inspiriert. Ich denke sogar, dass Cusanus mit manchem darin nicht einverstanden gewesen w\u00e4re. Zum Beispiel dass es eine vorgeburtliche Existenz au\u00dferhalb des Mutterleibes geben kann, was die Karma-Buddhisten und Hindus glauben.\u00a0Auch mache ich den Fehler, dass ich Gott eingrenzen, definieren will mit Festlegungen (du kennst mein&#8230;), obwohl ich als ein Anh\u00e4nger der negativen Theologie am besten mich gar nicht dazu \u00e4u\u00dfern sollte. Denn jede \u00c4u\u00dferung ist eine Festlegung, die irgend einmal wieder als Interpretation oder Beschreibung falsch, veraltet und unvollkonmen sein \u00a0wird.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df auch nicht mehr, wie und wann und wo mir das Gebet eingefallen ist. Wahrscheinlich bei einem meiner morgendlichen Spazierg\u00e4nge. Dann geht mir so vieles durch den Kopf, manchmal ein Thema, ein Problem, manchmal nur ein Wort oder eine Melodie, manchmal aber auch alles durcheinander und ich wei\u00df nicht wohin damit. Bruchst\u00fccke sammeln sich im Handy und ich arbeite sie nach und nach ab in dem Ma\u00dfe, wie ich Energie und Laune habe.\u00a0Ich speichere und warte ab, bis der Text zur inneren Logik des Blogs passt, denn das ist mir wichtig: Dass auch der Blog eine Struktur, eine innere Dramatik, ein Drehbuch quasi besitzt wie alles in unserem Leben. Selbst wenn gelegentlich Gegens\u00e4tze dabei aufeinander prallen m\u00fcssen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">*<\/p>\n<p>Im &#8220;<span style=\"text-decoration: underline;\">Jugend&#8221;- Gedicht<\/span> steckt ebenfalls viel von meiner Seele, meinem Denken, meinen Erinnerungen. Die Hippiezeit war eine sch\u00f6ne Zeit voller Erfahrungen, Neuheiten (das ganze asiatische Denken \u00fcberflutete einen) und Erinnerungen.\u00a0Ich habe diese Modestr\u00f6mung, denn das war sie gewiss, vielleicht sogar wieder ausgehend von der Musik (Musical &#8220;Hair&#8221;) in \u00d6sterreich kennengelernt auf einem Musik-und Kultur-Festival \u00a0in der N\u00e4he von Klagenfurt (&#8220;Ossiacher Musiktage&#8221;). Es fand jedes Jahr im Sommer statt und ich war einige Male mit Hilfe eines Stipendiums dabei. <strong>Robert Jungk<\/strong> veranstaltete eine <span style=\"text-decoration: underline;\">Zukunftswerkstatt<\/span>, die er zuerst in Kalifornien eingef\u00fchrt hatte, ich war zeitweise sein Assistent; <strong>Friedrich Gulda<\/strong> gab illustre Interpretations-Kurse f\u00fcr alle und spielte jeden Abend aus Bachs &#8220;<em>Wohltemperiertem Klavier<\/em>&#8220;. Es gab Popmusik und Jazz, Tanz und Theater und illustre Vortr\u00e4ge von speziell ausgesuchten Einfl\u00fcsterern.<\/p>\n<p>Und dann noch die vielen rauchenden und schmauchendem und meditierenden Hippies in den umliegenden W\u00e4ldern! Auch richtig Verr\u00fcckte gab es: &#8220;<em>Ich bin das Loch, in das alle fallen<\/em>&#8220;, \u00a0sprach er und trompetete weiter. \u00a0Hier habe ich das Zen-buddhistische Meditieren, \u00a0Free Jazz aus Wien, Weltmusik und noch vieles andere N\u00fctzliche kennengelernt, das meinen Horizont sehr geweitet hat f\u00fcr die Vielfalt und Unterschiedlichkeit der Welt. In Deutschland gab es das alles nicht. Dort war die Gesellschaft fast schon b\u00fcrgerkriegs\u00e4hnlich erstarrt im RAF-Taumel. \u00dcber oder neben allem im Hintergrund die Meisterdenker Herbert Marcuse, Erich Fromm, der Dalai Lama etc.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr ein sch\u00f6ne Versprechen, wenn man in seiner Jugend mit &#8220;<em>Du kannst es, Du darfst es, Du machst es<\/em>&#8221; aufw\u00e4chst und auch von diesem optimistischen Elan \u00fcberzeugt ist. Denn der Vietnamkrieg ging zu Ende, mit den Spontis und sp\u00e4teren Gr\u00fcnen gab es sogar ein politisches Sprachrohr, das immer gr\u00f6\u00dfere \u00a0Bedeutung erlangte. Nicht zuletzt hatte sich auch die sexuelle Revolution durchgesetzt, wenn auch mit Kollateralsch\u00e4den, an denen viele Kulturen unserer Welt mittlerweile bis heute noch leiden. Dann kamen die pessimistisch-apokalyptischen 80er Jahre: No Future! war an den W\u00e4nden und Mauern der Stadt zu lesen. Atomkrieg UdSSR-USA, Umwelt-Desaster, Sela Psalmenende&#8230; Was f\u00fcr ein trauriger Wahlspruch f\u00fcr eine heran wachsende Jugend. &#8211;<\/p>\n<p>Auf besondere Anfrage und damit keine falschen Ger\u00fcchte in die Welt gesetzt werden noch einmal: Ich war kein 68er auf Demonstrationen oder mit Anarcho-Stern, sondern eher ein Hippie. Kein ganzer oder halber, ich war eigentlich von allem etwas. Nicht immer, aber oft. Heute bin ich ganz postmodern weder noch, das hei\u00dft gar nichts mehr (nachzulesen in meinem fr\u00fchen Blog Nr.2, ganz unten, jetzt auch in Englisch!). \u00a0Auch der im Gedicht angesprochene S. gab es. Er war \u00a0zwar kein sch\u00f6ner Araber, wie da geschrieben steht, sondern ein \u00c3gypter. Aber auch ihm verdanke ich viel bis auf den heutigen Tag. Was Freundschaft sein kann und was nicht.<\/p>\n<a class=\"synved-social-button synved-social-button-share synved-social-size-48 synved-social-resolution-single synved-social-provider-twitter nolightbox\" data-provider=\"twitter\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" title=\"Share on Twitter\" href=\"https:\/\/twitter.com\/intent\/tweet?url=https%3A%2F%2Fedition-weissenburg.de%2Fblog&#038;text=Ein%20neuer%20Beitrag%20ist%20da%21%20\" style=\"font-size: 0px;width:48px;height:48px;margin:0;margin-bottom:5px;margin-right:5px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"twitter\" title=\"Share on Twitter\" class=\"synved-share-image synved-social-image synved-social-image-share\" width=\"48\" height=\"48\" style=\"display: inline;width:48px;height:48px;margin: 0;padding: 0;border: none;box-shadow: none\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/edition-weissenburg.de\/blog\/wp-content\/plugins\/social-media-feather\/synved-social\/image\/social\/regular\/96x96\/twitter.png?resize=48%2C48&#038;ssl=1\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><a class=\"synved-social-button synved-social-button-share synved-social-size-48 synved-social-resolution-single synved-social-provider-mail nolightbox\" data-provider=\"mail\" rel=\"nofollow\" title=\"Share by email\" href=\"mailto:?subject=213%20Antwort%20%28auf%20Nr.%20207%20und%20212%29&#038;body=Ein%20neuer%20Beitrag%20ist%20da%21%20:%20https%3A%2F%2Fedition-weissenburg.de%2Fblog\" style=\"font-size: 0px;width:48px;height:48px;margin:0;margin-bottom:5px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"mail\" title=\"Share by email\" class=\"synved-share-image synved-social-image synved-social-image-share\" width=\"48\" height=\"48\" style=\"display: inline;width:48px;height:48px;margin: 0;padding: 0;border: none;box-shadow: none\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/edition-weissenburg.de\/blog\/wp-content\/plugins\/social-media-feather\/synved-social\/image\/social\/regular\/96x96\/mail.png?resize=48%2C48&#038;ssl=1\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Cusanus-Gebet im Blog Nr.207 wird immer wieder einzeln angeklickt. 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