{"id":6843,"date":"2017-01-28T15:26:21","date_gmt":"2017-01-28T15:26:21","guid":{"rendered":"http:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/?p=6843"},"modified":"2018-08-17T04:37:23","modified_gmt":"2018-08-17T04:37:23","slug":"hoerbuecher-iv-vi-einfuehrung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/?p=6843&lang=de","title":{"rendered":"254 H\u00f6rb\u00fccher IV-VI"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><b>Einf\u00fchrung<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(Biografisches 1)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das H\u00f6rbuch IV setzt sich aus Texten zusammen, die alle in den Jahren um 1985 entstanden sind. Ich hatte meine ersten Sporen verdient als Journalist f\u00fcr Zeitungen und Zeitschriften. Mein Stil, meine Sprache, mein Wissen und meine Formulierungskunst fanden allgemeine Zustimmung. Angebote, im Feuilleton der S\u00fcddeutschen Zeitung, der FAZ, dem Wiener Standard und etlichen anderen zu schreiben, folgten. Ich testete sie alle eine Zeit lang, wie es mit der Bezahlung und den (eher schlechten) Arbeitsbedingungen als &#8220;fester Freier&#8221; w\u00e4re und traf dann meine Entscheidungen. Treu geblieben bin ich dem Kulturteil der Stuttgarter Zeitung (Horst Koegler, Wolfgang Ign\u00e9e), der Deutschen Presseagentur dpa ( Sibylle Peine) und der Berliner taz (Christiane Peitz, Arno Widmann). Abgelehnt habe ich die Mitarbeit im Feuilleton der FAZ. Taz und FAZ schienen mir damals noch nicht kompatibel. Gerhard Stadelmeier , sp\u00e4ter leitete er ebenso autorit\u00e4r und besserwisserisch \u00a0die Abteilung Theaterkritik der Frankfurter Allgemeinen, war damals \u00a0noch einer meiner vorlaut-herrischen und eher unangenehmen Chefs im Feuilleton der Stuttgarter Zeitung.<\/p>\n<p>Treu geblieben bin ich auch Ingrid Herrmann und den beiden Fachzeitschriften des Schott-Verlags. Im \u201eOrchester\u201c verfasste ich f\u00fcr die deutschsprachigen Opernh\u00e4user samt ihren Orchestern tief sch\u00fcrfende, ja fast schon \u00e4sthetizistische \u00a0Opernrezensionen. Die \u201eNeue Zeitschrift f\u00fcr Musik\u201c, ebenfalls ein f\u00fchrendes und einflussreiches Blatt in der Musikszene, besch\u00e4ftigte sich mit Musik und Kultur im weitesten Sinne. Es ist von Robert Schumann gegr\u00fcndet worden und wusste seinen Ruf erfolgreich zu verteidigen.<br \/>\nParallel zu diesem journalistischen Erfolg und Ansporn begann ich auch, f\u00fcr befreundete Malerinnen und Maler der Bildenden Kunst Einf\u00fchrungen zu ihren Ausstellungen zu schreiben und sie wie in einer Live-Performance vorzutragen.<\/p>\n<p>Das freie literarische Schreiben startete ich um das Jahr 1985 im Winter in Venedig. Der Text: \u201eEngel und G\u00f6tter\u201c ist unter dem starken Einfluss der postmodernen Welt, mit der mich der Architektur-Student Claudius Homolka, eben erst aus den USA zur\u00fcck gekehrt, bekannt gemacht hatte. \u00a0Im Sommer darauf \u00a0folgte unter Vermittlung Erhard Karkoschkas ein Vortrag in der Stuttgarter Musikhochschule anl\u00e4sslich eines Neue Musik-Kongresses: \u201eDas vergebliche Tummeln der Misst\u00f6ne in der Krise\u201c. Veranstalter war die Gesellschaft &#8220;Musica Nova&#8221;. In diesen Text hatte ich auch einige Teile meiner Gedanken zum Pluriversum eingebaut, die alle um die aus Frankreich stammende neue Mode des <u>Poststrukturalismus<\/u> kreisten.<br \/>\nMehr und mehr entstanden auch freie Texte, die sich mit meiner Lebenswirklichkeit als 35j\u00e4hriger junger Mann besch\u00e4ftigten und nicht zuletzt auch die d\u00fcsteren 80er Jahre in den Begriff zu fassen versuchten. Alles war unheilschwanger: Popkultur, Popmusik, Politik, die Philosophie. Man redete vom &#8220;Ende der Geschichte&#8221; und bef\u00fcrchtete einen Atomkrieg oder Kollaps der \u00d6koSysteme. Fast schon eine bleierne Schwermut hatte auch mich erfasst, gespeist nicht zuletzt von pers\u00f6nlichen Schicksals-Schl\u00e4gen und Abschieden, die mir immer sehr nahe gegangen sind.<\/p>\n<p>Dennoch spiegeln die Texte nie nur meine ganze Person wider. Sie sind ebenso sehr Fiktion, Erfindung, Kunst. Ich bin es und ich bin es nicht. Das schreibe und sage ich auch immer wieder an dieser Stelle. Es geht mir um Impulse und Anregungen; nicht um Biografisch-Spektakul\u00e4res. Die Erz\u00e4hlungen im 1.Teil des H\u00f6rbuches IV geben zwar eine Zeitstimmung wider, die sich sogar bis heute gehalten, wenn nicht sogar verst\u00e4rkt hat. Die aber dennoch nicht meine Existenz in ihrer Gesamtheit haben erfassen k\u00f6nnen. Vor allem die Zusammenstellung und Auswahl unter dem Titel \u201eAlphaville\u201c (H\u00f6rbuch V) sieht und zieht nur das D\u00fcstere der Zeit daraus hervor. Inspiriert haben mich dabei englische Gruppen wie Joy Division, The Cure, Dexys Midnight Runners und andere New Wave-Bands, die tats\u00e4chlich zu reinen Neo-Existentialisten geworden waren und mich als jungen Rockmusik-Kritiker der Stuttgarter Zeitung in Live-Konzerten sehr beeindruckten.<\/p>\n<p>\u201eK\u00fcnstliche Texte\u201c(H\u00f6rbuch IV\/Teil 2) versucht eine Einf\u00fchrung in meinen Stil und mein Denken zu geben, das sich immer mehr von meinem langj\u00e4hrigem philosophischen Mentor und Lehrer Karl Otto Apel abwendete und dem franz\u00f6sischen Stil und Denken anzun\u00e4hern versuchte. Nicht zuletzt stand ich auch bald unter dem Einfluss von Interview-Partnern wie Jean Pierre Dubost, Fran\u00e7ois Lyotard, Wolfgang Rihm und anderen. W\u00e4hrend die Reden und Essays manchmal mit \u00fcberm\u00fctigem Spott und hintersinnigem Humor das Schlechte und Stagnierende von Zeit wie Kultur kommentierten und zu hinterfragen suchten, sind die Erz\u00e4hlungen in ihrer gelegentlich zynischen Lapidarit\u00e4t eher beeinflusst von der amerikanischen Pop-Art und den Underground-Poeten dieser Welt.<\/p>\n<p>H\u00f6rbuch VI ist eine Verbeugung \u00a0vor meinen beiden Lieblingsautoren: Henry James im Bereich der Belletristik und Maurice Blanchot mit einer neuen Gattung zwischen Essay und Fiktion(Belletristik), f\u00fcr die es noch keinen Namen gibt.<\/p>\n<p>Zu den gro\u00dfen Sternen um die Jahrhundertwende um 1900 z\u00e4hlen nat\u00fcrlich auch Thomas Mann(Belletristik), Marcel Proust und James Joyce(experimentelles Schreiben). F\u00fcr mich waren jedoch nur die beiden erst genannten Weg weisend, was \u00a0Stil und Denken betrifft. Was die allgemeine \u00c4sthetik angeht ist es bis auf den heutigen Tag <b>Umberto<\/b> <b>Eco<\/b> geblieben. Nicht zuletzt auch in der Mischung der Gattungen und Formen. Un\u00fcbertroffenen darin sind m.E. immer noch auch Jean Baudrillard und Jacques Derrida.<\/p>\n<hr \/>\n<p><i>Die H\u00f6rb\u00fccher sind erh\u00e4ltlich demn\u00e4chst im Buchhandel und Internet. Signiert gibt es sie auch beim Verlag. Weitere \u00a0Angaben sind unter den Website-&#8220;Mitteilungen&#8221; zu finden.<\/i><\/p>\n<p><b>Lesetipps<\/b>: Henry James, <i>Prinzessin<\/i> <i>Casamassima<\/i> (auch Vorlage zu meinem H\u00f6rbuch I, <i>Das<\/i> <i>\u00e4gyptische<\/i> <i>Boot<\/i>); Maurice Blanchot, <i>Thomas<\/i> <i>der Dunkle;\u00a0<\/i>Umberto<i> <\/i>Eco<i>, Der Name der Rose.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<a class=\"synved-social-button synved-social-button-share synved-social-size-48 synved-social-resolution-single synved-social-provider-twitter nolightbox\" data-provider=\"twitter\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" title=\"Share on Twitter\" href=\"https:\/\/twitter.com\/intent\/tweet?url=https%3A%2F%2Fedition-weissenburg.de%2Fblog&#038;text=Ein%20neuer%20Beitrag%20ist%20da%21%20\" style=\"font-size: 0px;width:48px;height:48px;margin:0;margin-bottom:5px;margin-right:5px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"twitter\" title=\"Share on Twitter\" class=\"synved-share-image synved-social-image synved-social-image-share\" width=\"48\" height=\"48\" style=\"display: inline;width:48px;height:48px;margin: 0;padding: 0;border: none;box-shadow: none\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/edition-weissenburg.de\/blog\/wp-content\/plugins\/social-media-feather\/synved-social\/image\/social\/regular\/96x96\/twitter.png?resize=48%2C48&#038;ssl=1\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><a class=\"synved-social-button synved-social-button-share synved-social-size-48 synved-social-resolution-single synved-social-provider-mail nolightbox\" data-provider=\"mail\" rel=\"nofollow\" title=\"Share by email\" href=\"mailto:?subject=254%20H%C3%B6rb%C3%BCcher%20IV-VI&#038;body=Ein%20neuer%20Beitrag%20ist%20da%21%20:%20https%3A%2F%2Fedition-weissenburg.de%2Fblog\" style=\"font-size: 0px;width:48px;height:48px;margin:0;margin-bottom:5px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"mail\" title=\"Share by email\" class=\"synved-share-image synved-social-image synved-social-image-share\" width=\"48\" height=\"48\" style=\"display: inline;width:48px;height:48px;margin: 0;padding: 0;border: none;box-shadow: none\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/edition-weissenburg.de\/blog\/wp-content\/plugins\/social-media-feather\/synved-social\/image\/social\/regular\/96x96\/mail.png?resize=48%2C48&#038;ssl=1\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einf\u00fchrung (Biografisches 1) Das H\u00f6rbuch IV setzt sich aus Texten zusammen, die alle in den Jahren um 1985 entstanden sind. 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