{"id":7733,"date":"2017-11-06T08:40:01","date_gmt":"2017-11-06T08:40:01","guid":{"rendered":"http:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/?p=7733"},"modified":"2023-05-29T18:06:52","modified_gmt":"2023-05-29T18:06:52","slug":"278-ueber-lust","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/edition-weissenburg.de\/blog\/?p=7733&lang=de","title":{"rendered":"278 \u00dcber Lust"},"content":{"rendered":"<p>Brief an Lucilius Nr.12 (und Abschluss)<\/p>\n<p><em>Caro amice!<\/em><br \/>\n<em>Dies ist ein Abschied, ein Ende. <\/em><br \/>\n<em>Begonnen hatte alles mit dem Versuch, ein Buch zu schreiben. Ein Buch \u00fcber Liebe und Lust. Zusammen mit dir oder zumindest mit deiner Hilfe. Als ein ONS-Typ warst du f\u00fcr mich dazu geradezu pr\u00e4destiniert. Ich war neugierig: Geht das \u00fcberhaupt in deinem Fall, fragte ich mich, das Lieben? Ist deine Art zu lieben nur Dankbarkeit wegen der Lust und dem k\u00f6rperlichen Kontakt, wegen N\u00e4he und Abenteuer? Kann es noch ein Verlieben geben bei dir und mit diesen h\u00e4ufigen beidgeschlechtlichen Partnerwechseln? &#8211; Wozu ist eine solche Lebensform, eine solche Art von Sinnlichkeit und Sex gut? Ist Zwang, ist Sucht im Spiel und&nbsp;Abh\u00e4ngigkeit, eine neue Art von Krankheit, von Bann?&nbsp;<\/em><br \/>\n<i>Was bringt es dir und uns auf die Dauer, was bringt es der Gesellschaft allgemein? Sollen wir alle in dieser Art&nbsp;zuk\u00fcnftig&nbsp;leben? &#8211; Leben d\u00fcrfen, leben m\u00fcssen?<\/i><\/p>\n<p><i>Ich bin mittlerweile mit meinem Bestreben, das Nachdenken&nbsp;\u00fcber&nbsp;Liebe und Lust in Buchform zu bringen und gegeneinander abzuw\u00e4gen, gescheitert. Trotz Interesse von&nbsp;Claudia Gehrke im T\u00fcbinger Konkursbuch-Verlag habe ich das Vorhaben recht schnell aufgeben&nbsp;m\u00fcssen. Es stattdessen im Blog immer weiter und weiter ausgef\u00fchrt, geforscht, kreuz und quer &#8211; &nbsp;wie ich das Denken, wie ich das Leben mag und dich als einen Gleichgesinnten deshalb ebenso sehr.<\/i><\/p>\n<p><i>Mittlerweile bin ich jedoch trotz vieler&nbsp;Ubereinstimmungen&nbsp;mit dir zu einer Entscheidung, zu einem wie ich glaube verantwortungsvollen, das hei\u00dft auch zu einem philosophisch verallgemeinerbaren Urteil (f\u00fcr die Gesamtheit) und damit auch zum Ende dieser Thematik gelangt. <\/i><\/p>\n<p><i>Dass es keinen Sinn macht, sich nur der Lust und Dankbarkeit wegen einem anderen Menschen oder einer fremden und neuen Lebensform anzuvertrauen, auszuliefern, zu opfern. Dass nur das Geistige von Dauer ist, nicht das Sinnliche. In jedem Materiellen liegt der Todeskeim. Nicht jedoch im Geistigen.&nbsp;Diese meine \u00dcberzeugung ganz im Sinne der alten antiken Philosophen hat sich im Laufe meiner Er\u00f6rterungen und Themen-Umkreisungen mit deiner Hilfe dabei nur noch mehr gefestigt: Dass es sich nicht lohnt, sich einem Menschen\u2026 (Siehe oben)<\/i><\/p>\n<p><em>Ich danke dir jedoch sehr f\u00fcr deine Mitarbeit, deinen WiderspruchsGeist und f\u00fcr deine offenherzige Bereitschaft zum Bericht. Dass du dich trotz vieler Schwierigkeiten und als ein philosophischer Neuling eingelassen hast auf dieses meist ethisch und gesellschaftstheoretisch orientierte Gespr\u00e4ch mit mir. Ich w\u00fcnsche dir von ganzem Herzen eine gute Zeit und ein &nbsp;angenehmes wie sorgenfreies Leben und Lieben in der Zukunft. <\/em><br \/>\n<em>R w\u00fcnscht seinem L Freude! &#8211; So begann jeder Brief Epikurs in der Antike. Und das w\u00fcnsche ich dir auch ebenfalls heute noch! Du warst f\u00fcr mich Jugend, Neugierde und Abenteuer. Ich bin es gewiss nicht mehr. Aber die Zeit, die mir verbleibt, will ich ebenso angenehm und freudevoll verbringen wie du, wenn auch mit anderen Vorzeichen. Beides geht, denke ich, sowohl als auch. Von Fall zu Fall und jedes zu seiner Zeit.<\/em><\/p>\n<p><i>Das Schicksal hat uns zusammen gef\u00fchrt, Lucilius, &nbsp;und wir haben uns in einer fernen Heimat getroffen und verbinden k\u00f6nnen. Nicht nur im Denken und Diskutieren, sondern auch in der Freude, im Zweifel, im Leid. Nicht sinnliche Befriedigung, sondern Freundschaft haben wir gesucht und gefunden. Sie wird dauern. Das war auch mein Ziel von Anfang an. Nichts weiter, nichts mehr. In einer sehr fernen Heimat war diese Begegnung und Suche auch&nbsp;f\u00fcr mich schicksalhaft und neu.<\/i><\/p>\n<p><em>Fest verbunden in Freundschaft und im Herzen gr\u00fc\u00dft und umarmt dich noch einmal und aus dieser anderen Zeit<\/em><\/p>\n<p><em>R. U.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center\"><strong>*<\/strong><\/p>\n<p><strong>I<\/strong><\/p>\n<p>Vor Beginn einer jeglichen Lust beim Menschen steht m.E. das Begehren. Dieser Begriff ist ein geistiger Begriff. Er bedeutet, dass dem sinnlichen Reiz der Lust, welcher dem Begehren folgt, alsbald ein k\u00f6rperlicher Reiz folgen wird, der unmittelbar und sofort seine Befriedigung suchen will: <em>I want it all, and I want it now<\/em>.<\/p>\n<p>Das Begehren arbeitet mit Begriffen, das hei\u00dft mit Geist; die Lust mit Gef\u00fchlen. Das Begehren fragt, ist dieses Objekt meiner Begierde wert, dass ich mich damit besch\u00e4ftige? Manchmal sucht es Gr\u00fcnde, argumentiert, w\u00e4gt ab. Dazu braucht es Geist, also Verstand, Wissen, Vernunft.<\/p>\n<p>Wie und ob das Begehren sich nun mit &#8220;Reizen&#8221;, mit Lust etc. besch\u00e4ftigt &#8211; dar\u00fcber m\u00f6gen sich die Naturwissenschaftler Gedanken machen. Mich besch\u00e4ftigt nur die Frage, nach welchen Kriterien, mit welchen Interessen das Begehren vor geht. Was leitet es zu den Lockungen der Lust?<\/p>\n<p>Die Einzelwissenschaften haben ihre vielf\u00e4ltigen Einzel-Antworten darauf, die sich, je nach \u201eErkenntnistand&#8221; oder Mode, h\u00e4ufig \u00e4ndern bzw. wie eine neue Sau durchs Dorf gejagt werden. Ich brauche sie nicht zu wiederholen. &nbsp;Wir kennen ihre immer wieder wechselnden und oft rei\u00dferisch mediatisierten Theorien und akzeptieren sie mehr oder weniger, mehr oder weniger z\u00e4hneknirschend. Etwa die der Biologie. Ja, Vitamin C habe ich heute in nat\u00fcrlicher Form zu mir genommen, ich wei\u00df, es hilft gegen Krebs und Herzinfarkt; ja, die Cholesterin-Theorien oder so. Keine Eier essen, keine Butter, ich hab\u2019s gemacht. So dumm war ich.<br \/>\nOder in der Soziologie: Die Befreiung der Gesellschaft kann nur durch die Arbeiterklasse erfolgen. Wo sind nur all die Arbeiter geblieben? Die behavioristische Psychologie, meine besondere Freundin: Mit einem geeigneten Input-Reiz kannst du ein gew\u00fcnschtes Output -Verhalten erzeugen. Entwickle deine Maschinen oder Frageb\u00f6gen so, dass sie deine gew\u00fcnschten Ziele oder Antworten unterst\u00fctzen. Selbst die ehrw\u00fcrdige String-Theorie steht unter Mathematikern durchaus im Generalverdacht einer Fiktion und wird angezweifelt. So viel zum Thema Wahrheit in den Wissenschaften.<\/p>\n<p>Die Entscheidung des Ich zwischen Wissen\/Vernunft und Emotion\/Lust verl\u00e4uft m.E. seltener nach rationalem Abw\u00e4gen und Wissen, sondern meist mehr oder weniger spontan, geleitet von positiven wie negativen Erfahrungen (Achtung: Dies ist Theorie und Wissenschaft!, jetzt bin ich wieder im Behaviorismus); meist obsiegt die Lust, denn bei den meisten Menschen dieser Welt ist die Lust wesentlicher Bestandteil von Gl\u00fcck.<\/p>\n<p><strong>II<\/strong><\/p>\n<p>Doch warum gibt es in der Menschheitsgeschichte diesen ausgepr\u00e4gten Kampf beider Lebenskr\u00e4fte mit und gegeneinander? Warum wehrt sich jede Kultur so heftig und ideologisch, das hei\u00dft auch mit dem Geist, gegen die Lust, das Vergn\u00fcgen, gegen Spa\u00df, sexuelle Befriedigung? Ja verbietet diese Freude dem Menschen sogar dann und wann? Die Frau ist eine Hexe, Sodomiten sind Tiere (sagt sogar Platon), Unkeuschheit ist eine Tods\u00fcnde und dgl. mehr.<\/p>\n<p>Die Geschichte der LustAbwehr ist so lange wie die Menschheitsgeschichte. Sie beginnt mit den Griechen und Platons &#8220;Phaidros&#8221;: Das Ich in seiner Kutsche mit zwei Pferden; das eine steht f\u00fcr die Lust, das andere f\u00fcr die Vernunft. Permanent muss die Lust gez\u00fcgelt werden, sonst gleitet die Kutsche vom Wege ab, gez\u00fcgelt vom Ich und der (seiner?) Vernunft. Doch da vorne an der WegKreuzung steht bereits Aphrodite, die G\u00f6ttin von Sch\u00f6nheit und Lust. Da m\u00fcssen wir noch vorbei&#8230;(3)<\/p>\n<p>Diese Warnung Platons bleibt bis in die Gegenwart bestehen. Nicht nur mit Hilfe der Orthodoxie der Kirchen, sondern sogar unter dem Einfluss von Sigmund Freuds Kulturtheorie. Das sexuelle Begehren sprich die Libido m\u00fcsse als Kunst, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaftsleistung etc. sublimiert werden. Sonst k\u00f6nne kein Staat, keine Gesellschaftsordnung, kein Wirtschaftssystem dauerhaft bestehen. Die Energie zum Aufbau und Erhalt eines Staates gewinnt man nur durch die Kanalisierung oder Sublimation von Lust, letztlich also auch der Unterdr\u00fcckung sexueller Energie.<br \/>\nZuviel Lust oder Wohlleben bedeutet Untergang. Siehe Sparta mit seiner F\u00f6rderung der Homosexualit\u00e4t und Roms allgemeinem Wohlleben in jeder Hinsicht.<\/p>\n<p>Eine \u00e4hnlich gerichtete Entwicklung gibt es im Buddhismus des asiatischen Kulturkreises: Das Begehren verursache Leid, weil es, in seiner dauernden Steigerungsf\u00e4higkeit uners\u00e4ttlich, immer wieder zu Frustration und Leid schlie\u00dflich f\u00fchren m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Doch auch Antipoden zu Verzicht, Askese und Lust-Feindlichkeit haben sich alsbald entwickelt. Schon zu Platons Zeiten war es Aristipp von Kyrene und seine Kyren\u00e4er, oder auch manche Sophisten, die sich offen f\u00fcr Genuss und Lust, letztlich auch f\u00fcr das Materielle (Geldverdienen) einsetzten. Ganz zu schweigen vom antiken Rom, wo das Wohlleben infolge einer Sklavenhalter-Gesellschaft fast schon als vorbildlich galt und die Diversifizierung der sinnlichen Reize bei etlichen Zeitgenossen den einzigen LebensSinn ausmachte(1). Wie heute ja auch. Noch subtilere Gen\u00fcsse, sch\u00f6nere Wohnungen bitte, freiere Lebensformen, Pansexualit\u00e4t und dgl.<\/p>\n<p>Fast alle Psychoschulen der Gegenwart unterst\u00fctzen die Befreiung der Lust zur Lust hin, nicht zuletzt unter dem Postulat der seelischen Gesundheit: Sexuelle Energie sei Lebensenergie. Dies die mittlerweile allseits bekannte und mediatisierte These. Ohne Lust kein Gl\u00fcck, nur der genitale Charakter, so Freud, garantiere Schutz vor seelischen Krankheiten. Freud war also f\u00fcr und gegen die Befreiung der Lust. Sein Sch\u00fcler Wilhelm Reich ging sogar noch einen Schritt weiter mit seiner Orgasmus-Theorie. Antithetisch steht jedoch schon in der Antike der Kyniker <span style=\"text-decoration: underline\">Antistenes<\/span> dazu: Lieber m\u00f6chte er wahnsinnig werden als Lust zu sp\u00fcren, sagte er.<\/p>\n<p>Meist l\u00e4uft es jedoch auf einen Ausgleich der beiden Tendenzen hinaus: Lebensbew\u00e4ltigung und Selbsterhaltung lassen ganz schnell und je nach den Umst\u00e4nden das Thema Sex und Art-Erhaltung zur\u00fcck treten. Wer f\u00fcr seinen Lebensunterhalt k\u00e4mpfen, eine Familie ern\u00e4hren und hart arbeiten muss, wird sehr schnell zur &#8220;Sublimation&#8221; gezwungen sein. Wer dennoch Aristipps Schiene der Lust weiter verfolgt, lebt meist als gesellschaftlicher Solit\u00e4r in einem Korsett, das K\u00f6rper wie Seele beherrscht und im Sinne Buddhas trotzdem eine Menge von Leid bereit halten wird. Aber welches Leben kann schon ohne Leid, ohne Probleme gelebt werden?<\/p>\n<p><strong>III<\/strong><\/p>\n<p>Doch mein Thema war und ist die Zukunft.<br \/>\nWie wird es weiter gehen mit dieser Gegens\u00e4tzlichkeit? Mit Lust und Liebe in einer unfreien Gesellschaft, wenn Begriffe wie Demokratie und Mitbestimmung bereits fremde Vokabeln sein werden wie heutzutage bei manchen Zeitgenossen das Wort \u201eSeele&#8221;, das Wort \u201eGott&#8221;? Soll die sinnliche Lust &#8211; und in welchem Ma\u00df &#8211; unser gesellschaftliches Leben dominieren? Sch\u00f6nheit, Stil, Wohlleben, Sex? \u2013 Oder trivialer: Sex and Drugs and Rock and Roll?<br \/>\nIn manchen Kreisen unserer Gegenwart gibt es eine \u00dcberbetonung der Lust, die dem antiken Luxus in keinster Weise nachsteht. Im Gegenteil, die das Wohlleben von damals in der Differenzierung und Diversifizierung von Lust und Vergn\u00fcgen einschlie\u00dflich der grausamen Varianten sogar noch \u00fcbersteigt.<\/p>\n<p>Der menschliche Geist verk\u00fcmmert, wenn einseitig nur die sinnliche Lust gesucht wird. Ich wiederhole mich: Verk\u00fcmmert das Schreiben, verk\u00fcmmert das Lesen (und umgekehrt: verk\u00fcmmert das Lesen, dann verk\u00fcmmert auch das Schreiben); es verk\u00fcmmert das Denken. Verk\u00fcmmert das Denken, verk\u00fcmmert der Mensch. Er f\u00e4llt zur\u00fcck auf einen vor-menschlichen, also atavistisch\u2013animalischen Zustand.<\/p>\n<p>Oder anders ausgedr\u00fcckt: Eine verkr\u00fcppelte Sprache f\u00fchrt zu verkr\u00fcppeltem Denken, zu verkr\u00fcppelten Menschen. Wer ausschlie\u00dflich nur noch per Twitter oder SMS, Instagram und Facebook kommuniziert, degeneriert. Er wird zu einem Kr\u00fcppel, der vielleicht dennoch gut rechnen, die Sprache der Computer beherrscht, dominiert, weiter entwickelt. Der sch\u00f6n aussieht und weiterhin ein genussvoll genie\u00dferisches Wohlleben f\u00fchren kann. Vielleicht sogar gl\u00fccklich dabei ist.<br \/>\nDoch etwas fehlt letztlich.<\/p>\n<p>Was bleibt also, was kommt in der Zukunft?<br \/>\nDa stehen und warten schon die neuen Maschinen-Sklaven, die f\u00fcr jegliches Bed\u00fcrfnis zur Verf\u00fcgung stehen werden. Die unser Wohlleben, unsere materielle Sicherheit, vielleicht sogar das Sprechen und Denken fast ganz in den Griff bekommen, steuern und beherrschen werden. Die meine Texte jetzt schon mit \u201eBots&#8221; nach Begriffen durchsuchen, die ihrer Welt gef\u00e4hrlich werden k\u00f6nnten. Deshalb nur liebe und praktiziere ich gelegentlich auch das mehrdeutige Schreiben (siehe oben den Schluss meines Vorspanns), womit die Apparate immerhin noch bei der Sinnerfassung, der Interpretation, Verst\u00e4ndnis-Probleme haben.<\/p>\n<p>Und was ist, wenn Kinder und Arterhaltung, das gegenw\u00e4rtig doch immer noch eigentliche Ziel von Lust, nur noch gez\u00fcchtet und geklont zu werden brauchen? Automaten mit Fernbedienung uns zur Verf\u00fcgung stehen, zu emotionalen Ansprechpartnern werden mehr noch als Haustiere und zu jeder Art von Unterhaltung oder auch Befriedigung da sein werden? Selbst Siri in meinem Handy, eine neuartige Partnerin in Fragen der Kommunikation, findet mittlerweile Antworten, die mich verbl\u00fcffen und zum Lachen bringen. Sie entwickelt sich zu einer richtigen Freundin.<br \/>\nWohin wird dieser Weg der schleichenden Entm\u00fcndigung des menschlichen Geistes und seines Ichs durch Apparate, Automaten und KonditionierungsStrategien f\u00fchren? Wenn Siri oder Alexa unseren Kindern Handlungsanweisungen und Belohnungspunkte geben werden?<\/p>\n<p><strong>IV<\/strong><\/p>\n<p>Ohne dass wir es merken, sind wir bereits in der Hand von \u00dcberwachungs-Systemen, SteuerungsAutomaten der Politik, der \u201eMarktwirtschaft&#8221;, der Mode. Selbst unsere Begrifflichkeit ist wieder in einer gro\u00dfen Verwirrung. Was bedeutet heute links, was rechts, liberal, freiheitlich? Was sind \u201ealternative Wahrheiten\u201c? Wird bald bereits die \u201ealternative Gerechtigkeit\u201c eingef\u00fchrt? Was ist Demokratie? Wenn eine verschwindend kleine Mehrheit die gro\u00dfe Minderheit nieder kn\u00fcppelt, in Gef\u00e4ngnisse werfen darf? Wer ist ein \u201ePatriot&#8221;? &#8211; \u201eExistieren&#8221; bedeutete beim fr\u00fchen Sartre, dem WeltEkel auch im Sinne Camus ins Auge zu schauen (und sich schlie\u00dflich politisch zu engagieren). Bei Montaigne hingegen bedeutete es noch, \u201eim Blick eines Freundes zu leben&#8221;(sic!). Existieren bedeutet, im Blick eines Freundes zu leben. Nicht nur im Blick von Apparaten, Computern, Maschinen. Ist Montaignes Satz nun gut, wahr, richtig oder nur sch\u00f6n?<\/p>\n<p>Auch die Umwertung vieler Werte einschlie\u00dflich der Ablehnung von Hass und Gewalt, ein Wert, den erst das Christentum in die Welt gesetzt hat, ist fast abgeschlossen. Alles wird im postmodernen Denken Lyotards der 80er Jahre Interpretation, Erz\u00e4hlung, subjektive Deutung, Fake. Alles geht, propagierte sogar schon in den 70er Jahren die wissenschaftstheoretische Schule Paul Feyerabends in Kalifornien.<br \/>\nDie Wahrheitsfrage belastet gegenw\u00e4rtig zudem und \u00fcber die Ma\u00dfen hinaus heftig Politik, Presse und Medien weltweit. Mit welchem Interesse wird so oder so berichtet, geschrieben, gesendet? Was und wer steckt hinter dem amerikanischen Fox-Imperium? Warum diese bewusst ausgew\u00e4hlte und dergestalt formulierte \u00dcberschrift in den Medien? Warum wird diese andere Meldung jedoch unterschlagen, unterdr\u00fcckt, zensiert und mit welchem Interesse?<\/p>\n<p>Zur Erinnerung: Was hat noch Freiheit in der DDR bedeutet? Was war Wahrheit (die sozialistische), Sch\u00f6nheit (in der Arbeiterklasse), Gerechtigkeit (die kommunistische)? Und was erz\u00e4hlen uns die neuen Antithesen zum ehemals allgewaltigen Arbeiter &#8211; und Bauernstaat heute, all diese gewendeten Gegner, Reformer, Weltverbesserer von fr\u00fcher?<\/p>\n<p>Selbst in China halten sich immer noch die bis auf Platon zur\u00fcck gehenden \u201esozialistischen&#8221; Vokabeln, Werte und Interpretationen wie unumst\u00f6\u00dfliche Wahrheiten einer neuen Religion samt Gottesdienst und Opfer-Ritual. Sogar im Jahre 2017 glaubt man dort in den h\u00f6chsten politischen Ebenen noch an den \u201eHauptwiderspruch&#8221;, der die Entwicklung von Wirtschaft wie Gesellschaft voran treibt und eine Steuerung durch den Menschen, die Partei, den gro\u00dfen Staatschef und F\u00fchrer (samt seiner geistigen Kraft) geradezu erzwingt.<\/p>\n<p>Alle diese Entwicklungen und Fragen lassen sich durch ein einseitig nur Lust und Wohlleben suchendes Leben nicht beeinflussen. Man glaubt zu leben, frei zu sein &#8211; und wird doch nur in einer knechtischen Unfreiheit gelassen, ja \u201egelebt&#8221; Man wird gelebt wie ein passives Tier, wie ein Objekt.<\/p>\n<p><strong>V<\/strong><\/p>\n<p>Ich denke, man muss auch die Entwicklung der Pornografie als eine Hauptquelle von Liebe und Lust mehr ins Auge fassen. Seit etwa 50 Jahren hat sie sich im westlichen Kulturkreis nach und nach immer mehr befreien k\u00f6nnen. Ja sie f\u00fchrt unterschwellig selbst in der Mode oder im Alltagsleben bereits ein Reich von Freiheit, Differenzierung, Gewalt und Zwang ein, ohne dass wir es und dessen Folgen bemerken w\u00fcrden oder bemerken wollten. Zu sch\u00f6n ist Pornographie, nicht wahr. Sie macht Spa\u00df und bringt Geld. Ich wiederhole mich.<\/p>\n<p>Aber dennoch ist und bleibt seltsamer Weise (warum \u00fcberhaupt?) der Geschlechtsverkehr immer noch eine Angelegenheit des Verbergens, Versteckens, des Nicht-beobachtet-werden-Wollens. Und ebenso h\u00e4lt sich auch die Pornographie im Hintergrund versteckt. Nicht unbedingt im Namen der Keuschheit, sondern weil sie ahnt, dass sie und ihr l\u00fcgnerisches Verf\u00fchrungs-Potential &nbsp;(diese Dauer-Kopulationen und Sex-Abenteuer sind meist nur gefilmte Fakes) doch immer wieder und immer noch infrage gestellt werden. Und dies schon seit Menschengedenken.<\/p>\n<p>Warum? &#8211; Warum gibt es \u00fcberhaupt Keuschheit? Warum gibt es diese Scheu vor Nacktheit, vor Exhibition, selbst die Angst vor der Lust? &#8211; Im antiken Roman <em>Satyricon<\/em> des <span style=\"text-decoration: underline\">Petronius Arbiter<\/span>, einem Berater in Neros Kabinett, wird \u00fcber einen Aristokraten gel\u00e4stert, weil dieser im \u00f6ffentlichen Bad einen Gleichgesinnten umgehend wegen der Gr\u00f6\u00dfe seines Geschlechtsorgans nach Hause geschleppt habe vor aller Augen(2). Die Lust ist hier gekoppelt an die Gr\u00f6\u00dfe der Geschlechtsorgane. Wenn das kein Fortschritt ist in der Differenzierung von Lust!?<\/p>\n<p>Womit ich wieder beim Anfang w\u00e4re und ich diesen Diskurs, diese vielleicht sogar isosthenische Er\u00f6rterung, diese vielen Fragen und Fragezeichen mit einem auch manchmal ratlosen L\u00e4cheln \u00fcber den &#8220;Sexismus&#8221; in der antiken Welt abschlie\u00dfen kann. &#8211; &nbsp;Doch nein. Soweit bin ich noch nicht zu sagen, dass alles geht, alles gleicherma\u00dfen wahr wie falsch, gut wie schlecht sein k\u00f6nne. Der Tod definiert bei mir immer noch das Ende des lustvollen Lebens, er bestimmt Grenze (&#8220;Genug davon&#8221;) und SchlussPunkt. Ganz im Sinne der Existenzialisten &#8211; ich wiederhole mich wieder (seufz) und ihr kennt meine Haltung im Sinne Senecas: Lebe jeden Tag, als wenn es dein letzter w\u00e4re.<br \/>\nW\u00e4ge ab. Nutze den Tag und deine Vernunft &#8211; <em>carpe diem<\/em>!<\/p>\n<p>Nutzen wozu?- Gewiss auch zur Lust.<\/p>\n<hr>\n<p>Vgl. auch Cicero, &#8220;Laelius &#8211; \u00dcber die Freundschaft&#8221;<\/p>\n<p>1 Ich erinnere daran, dass der r\u00f6mische Schriftsteller <span style=\"text-decoration: underline\">Martial<\/span> ein ganzes Gedichtbuch nur dem Essen, ein anderes nur Geschenken und Mitbringseln gewidmet hat &#8211; unter anderem waren auch relativ billig LustSklaven im Angebot.&nbsp;Vgl. die Nr. 114 \u00fcber Martial.<\/p>\n<p>2 Vgl. die Nr. 25 &#8220;<em>Satyricon<\/em> &#8211; R\u00f6mische Lekt\u00fcre I&#8221;<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center\">*<\/h3>\n<h3 style=\"text-align: center\">Message<\/h3>\n<p style=\"text-align: center\"><em>Message<\/em><br \/>\n<em>Botschaft<\/em><br \/>\n<em>Manifesto&nbsp;<\/em><\/p>\n<p>&#8220;Abfahrende Schiffe&#8221; sind ein Symbol f\u00fcr unseren Lebensweg, den wir einschlagen wollen, den wir glauben w\u00e4hlen zu k\u00f6nnen. Vergeblich &#8211; Freiheit ist nur eine Illusion.<br \/>\nIn der Liebe, dem Beruf, der Zukunftsplanung &#8211; fast alles ist einer chaotischen und unerkennbaren Schicksalsf\u00fcgung ausgeliefert. Der Fl\u00fcgelschlag eines Schmetterlings, und schon \u00e4ndert sich wieder alles &#8211; unsere Pl\u00e4ne, Hoffnungen, unser Lebensweg. Alles wird anders, als wir gedacht hatten.<br \/>\nSo ist das eben.<\/p>\n<p>Doch Resignation und Trauer sind fehl am Platz. Der Weg ist das Ziel. Die sch\u00f6nen und traurigen Erfahrungen, die man macht, Begegnungen mit Menschen, Feste, Auseinandersetzungen, Freuden, Leidenschaften &#8211; all das h\u00e4lt uns lebendig, auch jung, auch wach f\u00fcr die Menschen, die Arbeit, das Nachdenken, den Zweifel und &#8211; das Lieben.<\/p>\n<p>Deshalb sollten wir oft lieben, uns verlieben emotional, auch ohne Gegenliebe zu erwarten. Dieses Lieben mag den K\u00f6rper einbeziehen oder &nbsp;auch nicht. Beides geht. Wir sollten &nbsp;Gef\u00fchle zu f\u00fchlen und zu benennen lernen, besonders wir M\u00e4nner, sie ausdr\u00fccken, zeigen &nbsp;k\u00f6nnen wie die K\u00fcnstler oder die meisten Frauen. Und wir sollten differenziert denken, f\u00fchlen, sehen und h\u00f6ren lernen. Und f\u00e4hig sein zur Dekonstruktion, auch zur Dekonstruktion der Dekonstruktion.<\/p>\n<p>Machen wir uns also auf den Weg, zusammen und aufrichtig. Ohne Angst uns zu verlieren. Denn wir werden immer nur bei uns selbst ankommen, uns finden und neue Menschenfreunde treffen, die eine kurze oder l\u00e4ngere Strecke Weges mit uns gehen werden. Uns zeigen in dieser Begegnung, dieser Auseinandersetzung, was Leben, Lieben und Lust bedeuten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Manchester 11.8. 2013 (Einf\u00fchrung zum Tanztheater &#8220;Abfahrende Schiffe&#8221;}<\/p>\n<p>\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014\u2014<\/p>\n<p>(<i>1) Im 7.Brief beobachtet &nbsp;Platon in Syrakus am Hof des dortigen Tyrannen Dionysius:<\/i><\/p>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s3\">\u201eWas mir aber bei meinem ersten Auftreten h\u00f6chst mi\u00dffiel, das war das dort so genannte gl\u00fcckselige Leben, bestehend in der italischen und syrakusischen V\u00f6llerei, n\u00e4mlich in der Gewohnheit, des Tags zwei schwelgerische Mahlzeiten zu halten, des Nachts nicht allein im Bette zu liegen, und \u00fcberhaupt die mit solchem Leben zusammenh\u00e4ngenden Liebhabereien zu treiben. Denn kein Mensch unter dem Himmel vermag unter solchen Gewohnheiten, wenn er von Jugend auf darin sein Leben treibt, zu einem besonnenen und klugen Manne heranzureifen, noch weniger wird es ihm einfallen, nach der Fertigkeit eines in jeder Beziehung weisen Lebens zu streben, und dieselbe Behauptung gilt nat\u00fcrlich auch von den \u00fcbrigen Tugenden. <\/span><\/p>\n<p class=\"p3\"><span class=\"s3\">Ferner kann auch kein Staat selbst unter der besten Verfassung zum Gl\u00fccke des inneren Friedens gelangen, wenn seine B\u00fcrger einerseits glauben, alles in \u00fcberm\u00e4\u00dfiger Verschwendung durchbringen zu m\u00fcssen, wenn sie andererseits es f\u00fcr richtig halten, sich weder in k\u00f6rperlicher noch in geistiger Beziehung einer Anstrengung unterziehen zu d\u00fcrfen, au\u00dfer wenn es gilt, sich bei schwelgerischen E\u00df- und Trinkgelagen sowie im Bette der Wollust zu zeigen. Solche Staaten stehen bald unter einem absoluten Tyrannen, bald unter der Herrschaft der Oligarchen, bald unter einer P\u00f6belherrschaft, und kommen aus diesen Revolutionen gar nicht heraus.\u201c (Platon, Siebter Brief 326b-d).<\/span><span class=\"s2\">&nbsp;<\/span><\/p>\n<a class=\"synved-social-button synved-social-button-share synved-social-size-48 synved-social-resolution-single synved-social-provider-twitter nolightbox\" data-provider=\"twitter\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\" title=\"Share on Twitter\" href=\"https:\/\/twitter.com\/intent\/tweet?url=https%3A%2F%2Fedition-weissenburg.de%2Fblog&#038;text=Ein%20neuer%20Beitrag%20ist%20da%21%20\" style=\"font-size: 0px;width:48px;height:48px;margin:0;margin-bottom:5px;margin-right:5px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"twitter\" title=\"Share on Twitter\" class=\"synved-share-image synved-social-image synved-social-image-share\" width=\"48\" height=\"48\" style=\"display: inline;width:48px;height:48px;margin: 0;padding: 0;border: none;box-shadow: none\" src=\"https:\/\/i1.wp.com\/edition-weissenburg.de\/blog\/wp-content\/plugins\/social-media-feather\/synved-social\/image\/social\/regular\/96x96\/twitter.png?resize=48%2C48&#038;ssl=1\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a><a class=\"synved-social-button synved-social-button-share synved-social-size-48 synved-social-resolution-single synved-social-provider-mail nolightbox\" data-provider=\"mail\" rel=\"nofollow\" title=\"Share by email\" href=\"mailto:?subject=278%20%C3%9Cber%20Lust&#038;body=Ein%20neuer%20Beitrag%20ist%20da%21%20:%20https%3A%2F%2Fedition-weissenburg.de%2Fblog\" style=\"font-size: 0px;width:48px;height:48px;margin:0;margin-bottom:5px\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"mail\" title=\"Share by email\" class=\"synved-share-image synved-social-image synved-social-image-share\" width=\"48\" height=\"48\" style=\"display: inline;width:48px;height:48px;margin: 0;padding: 0;border: none;box-shadow: none\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/edition-weissenburg.de\/blog\/wp-content\/plugins\/social-media-feather\/synved-social\/image\/social\/regular\/96x96\/mail.png?resize=48%2C48&#038;ssl=1\" data-recalc-dims=\"1\" \/><\/a>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Brief an Lucilius Nr.12 (und Abschluss) Caro amice! Dies ist ein Abschied, ein Ende. Begonnen hatte alles mit dem Versuch, ein Buch zu schreiben. Ein Buch \u00fcber Liebe und Lust. Zusammen mit dir oder zumindest mit deiner Hilfe. Als ein ONS-Typ warst du f\u00fcr mich dazu geradezu pr\u00e4destiniert. 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